Michael Georg Link


Michael Georg Link (2014)
Public Domain – Autor: Piotr Markowski
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Michael Georg Link (* 6. Februar 1963 in Heilbronn) ist ein deutscher Politiker (FDP) und seit dem 1. Juli 2014 Direktor des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) in Warschau. Er war von 24. Januar 2012 bis 17. Dezember 2013 Staatsminister im Auswärtigen Amt. Im Mai 2014 wurde er als Kandidat der Bundesregierung durch die Außenminister der 57 Teilnehmerstaaten der OSZE für das Amt des Direktors des Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nominiert.
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Leben und Beruf
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Nach dem Abitur am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Heilbronn leistete Link seinen Wehrdienst beim Panzerbataillon 364 in Külsheim ab und absolvierte anschließend ein Studium zum Übersetzer der Sprachen Russisch und Französisch in Augsburg, Lausanne und Heidelberg.
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Von 1995 bis 1999 arbeitete Link als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Enquête-Kommission Deutsche Einheit des Deutschen Bundestages. Von 1999 bis 2002 war er Referent des Bundestagsabgeordneten Klaus Kinkel und anschließend bis 2005 Referent der FDP-Bundestagsfraktion im Arbeitskreis Internationale Politik.
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2009 wurde Link in den Gemeinderat von Heilbronn gewählt. Mit der Ernennung zum Staatsminister musste er auf dieses Amt verzichten. 2014 wurde Michael Link erneut in den Gemeinderat von Heilbronn gewählt.
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Partei
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1986 trat Link in die FDP ein. Von 1989 bis 1995 war Link stellvertretender Bundesvorsitzender und Bundesschatzmeister der Jungen Liberalen, Vertreter der Jungen Liberalen im Bundesvorstand der FDP und Mitglied des Heilbronner FDP-Kreisvorstands. Seit 2003 gehört er dem FDP-Landesvorstand in Baden-Württemberg und seit 2006 dem Präsidium als Landesschatzmeister an. Seit dem Jahr 2010 gehört Michael Link dem Bundesvorstand der FDP an. Er ist Mitglied im Parteirat der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE).
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Abgeordneter und Europapolitiker
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Von 2005 bis 2013 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Bis 2009 war er Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Haushalt und Finanzen der Europäischen Union. Von 2009 bis 2012 war er ihr europapolitischer Sprecher sowie Vorsitzender des Arbeitskreis I „Internationale Politik“. Von 2009 bis 2012 war Link stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestages. Er wurde außerdem von seiner Fraktion als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE benannt. Michael Link kandidierte für die FDP im Wahlkreis Heilbronn, wo der CDU-Kandidat Thomas Strobl gewann. Link erzielte 12,0 Prozent der Erststimmen und zog über die FDP-Landesliste Baden-Württemberg in den Bundestag ein. Am 24. Januar 2012 wurde Link als Nachfolger von Werner Hoyer Staatsminister im Auswärtigen Amt. Außerdem ist er Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit.
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Durch das Scheitern seiner Partei an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl 2013 ist er im 18. Bundestag nicht mehr vertreten.
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Seit dem 1. Juli 2014 ist Link Direktor des OSCE-Büros  für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR).
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Mitgliedschaften
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Michael Georg Link war Vertreter der FDP und Mitglied im Vorstand der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag[6] und war bis 2011 Mitglied des Präsidiums der Europa-Union Deutschland. Link ist Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, des Verwaltungsrats der Reinhold-Maier-Stiftung sowie Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Außerdem sitzt Link im Aufsichtsrat des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF). Er ist Mitglied des Arbeiter-Samariter-Bunds, der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und der Südosteuropa-Gesellschaft.
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Wikipedia
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Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF)

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) wurde im Oktober 2000 durch die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF), gegründet.
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Die Ziele der Stiftungsgründung ergeben sich aus dem Stiftungsgeschäft:
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Die DSF soll das friedliche Zusammenleben der Menschen und Völker fördern. Sie soll mithelfen, Voraussetzungen und Bedingungen dafür zu schaffen, dass Krieg, Armut, Hunger, Unterdrückung verhütet, Menschenrechte gewahrt und die internationalen Beziehungen auf die Grundlage des Rechts gestellt werden. Sie soll ferner mithelfen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen und ihre Entwicklungsmöglichkeiten sowohl genutzt als auch für kommende Generationen erhalten werden.
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Rechtsstatus und Stiftungszweck
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Die DSF ist eine kapitalgedeckte und als gemeinnützig anerkannte Stiftung bürgerlichen Rechts. Ihre Gründung erfolgte mit dem Zweck,
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die Friedensforschung ihrer außen- und sicherheitspolitischen Bedeutung gemäß insbesondere in Deutschland dauerhaft zu stärken und zu ihrer politischen und finanziellen Unabhängigkeit beizutragen.“ (§2 der Satzung)
Die DSF ist eine Einrichtung der Forschungsförderung im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Der  Stiftungszweck  wird satzungsgemäß durch folgende Aufgabenstellungen erfüllt:
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  • Förderung und Initiierung wissenschaftlicher Vorhaben
  • Durchführung nationaler und internationaler wissenschaftlicher Konferenzen
  • Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
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Die Stiftung führt keine eigenen wissenschaftlichen Untersuchungen durch.

 

Stiftungsorgane
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Der Stiftungsrat ist das  oberste Entscheidungsgremium der DSF. Ihm gehören 15 Mitglieder aus der Wissenschaft, der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag an.
Aus dem Kreis der Stiftungsratsmitglieder wird ein dreiköpfiger Geschäftsführender Vorstand gewählt.
Vorsitzender der Stiftung ist Prof. Dr. Michael Brzoska.
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Wissenschaftlicher Beirat
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Der Wissenschaftlicher Beirat berät die Stiftung bei der Gestaltung und Evaluierung der Förderprogramme. Er unterstützt die Vermittlung wissenschaftlicher Ergebnisse in die Öffentlichkeit und politische Praxis.
Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats ist Dr. Constanze Stelzenmüller.
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Sitz der Stiftung
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Die DSF hat ihren Sitz in der Friedensstadt Osnabrück. Die Geschäftsstelle der DSF befindet sich im historischen Steinwerk Ledenhof.
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follow-up, 30.06.2014
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Dr. Constanze Stelzenmüller gibt Vorsitz des Wissenschaftlichen Beirats der DSF ab
Aufgrund ihres Wechsels als Robert Bosch Senior Fellow an die renommierte The Brookings Institution in Washington gab Dr. Constanze Stelzenmüller ihr Amt als Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der DSF Ende Oktober 2014 auf. Sie war mehr als sieben Jahre in dieser Funktion für die Stiftung tätig. Der Stiftungsvorsitzende, Prof. Dr. Michael Brzoska bedauerte, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit vorzeitig zu Ende gegangen ist. Der Stiftungsrat hat noch keine Entscheidung über die Nachfolge für Frau Stelzenmüller getroffen.
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