Thorsten Polleit: Krise wird sich zuspitzen

Thorsten Polleit: Krise wird sich zuspitzen

Notenbanker und Politiker feiern sich: 2012 scheint ein Jahr der Beruhigung und der Krisenwende zu sein. Prof. Thorsten Polleit sieht das anders:
Die kommen nie mehr aus der permanenten Rettungspolitik raus.
.


Prof. Thorsten Polleit: „Die große Gefahr“

Prof. Thorsten Polleit: „Die große Gefahr“
Prof. Dr. Thorsten, Chefvolkswirt Degussa, sieht in der momentanen Geldpolitik der Notenbanken nur eine Symptombekämpfung „zum Preis einer noch höheren Krise“. Den Zusammenbruch des Euro sieht Polleit nicht, allerdings die akute Gefahr einer drastischen Geldentwertung:
„In jedem Fall wird die Kaufkraft der Papierwährungen deutlich herabgesetzt werden“, so Polleit.
Die Geldpolitik von Fed-Chef Ben Bernanke und EZB-Chef Mario Draghi verurteilt Polleit aufs Schärfste:
„Die Probleme, die derzeit zutage treten, die werden eben nicht gelöst durch das Drucken von immer mehr neuem Geld und immer tieferen Zinsen. Das wird die Problematik allenfalls in die Zukunft verlagern zum Preis einer künftigen noch höheren Krise, insofern finde ich keine lobenden Worte, weder für die Politik von Herrn Draghi noch für die Politik von Herrn Bernanke!“
Die Politik des Gelddruckens werde zwangsläufig zu einer großen Inflation führen: „Das kann sehr hohe Inflationsraten annehmen, etwa wie in den frühen 70er und 80er Jahren zu beobachten war in der OECD“, so Polleit.
Wie Anleger ihr Kapital vor der drohenden Geldentwertung am besten schützen können, erläutert Prof. Dr. Thorsten Polleit im Interview.
.

+
Anmerkung
Je intensiver man sich mit Polit-Circus und Symptom-Behandlungen der Krise beschäftigt, um so augenfälliger werden Parallelen zur großen Weltwirtschaftskrise (1929-1933).

Ihr Oeconomicus


„Die Lage ist prekär“

„Die Lage ist prekär“

Zusammenbruch? Inflation? Teilung?
Der Euro steckt in der schwersten Krise seit seiner Gründung. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt bei Barclays Capital, redet Klartext: die Risiken, die Alternativen, der Ausblick.
„Euro-Bonds lösen das Problem nicht“ „Die aktuelle Misere ist das Ergebnis von zu viel Geld“

FOCUS-MONEY