The Global Competitiveness Report 2014–2015

The Global Competitiveness Report 2014–2015
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Gerade ist mir eine umfangreiche Reportliste des World Economic Forum ins Netz gegangen:
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Global Risks Report
Global Competitiveness Report
Global Gender Gap Report

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Bisher habe ich mir lediglich den Global Competitiveness Index von Griechenland dem IRAN, ISLAND, Russland und der UKRAINE angesehen.
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Auf den ersten Blick sieht das für mich gut aus, für eine Bewertung des Contents oder dem Aufspüren etwaiger Mängel fehlt mir bis auf weiteres jedoch die Zeit.
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Ihr Oeconomicus
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Wasserwerfer, Wahrsager, Wirtschafts-Gurus: Erste Lawinen am Zauberberg in Davos

“Hier in Davos werden die akuten Ängste vor einer Finanzkrise durch die Furcht vor einer lange währenden Flaute abgelöst”

schreibt der Business Editor des Wall Street Journals, Dennis Berman, heute auf Twitter.
Ist das Resignation? Ist es das Eingeständnis, dass Gier, Finanz-Eskapaden und Korruption uns in eine Lage manövriert haben, in der das Beste was wir tun können, Abwarten ist?

Abwarten, Budgets schonen und Geldpumpen? Und was bedeutet das für uns alle, wenn die Eliten kein Rezept für die Zukunft haben?

Wenigstens das Eingeständnis, dass wir alle ganz schön im sogenannten “Schacht” festhängen, macht sich ja in Davos breit. Und jene, die selbst Jahre nach der Finanzkrise mit stolz geschwellter Brust wie Gockel umher stolziertwaren und weiter ungebändigte Märkte predigten, ziehen sich jetzt in hintere Reihen zurück. Gestern twitterte einer meiner Kollegen, er habe Jamie Dimon bei einem Zukunfts-Panel irgendwo ganz hinten an der Wand stehend gesehen.

So scheint mir die Lage seit Monaten insgesamt zu sein: Die Marktaufseher werden aktiver, die Gauner, Pokerspieler und Manipulierer der Branche ziehen die Köpfe ein, die Politiker warten auf bessere Zeiten und vergeigen (siehe Rentenpläne der Großen Koalition) schon wieder die kleinen Fortschritte, die sie in den vergangenen Jahren ebenso zögerlich wie mühsam gemacht hatten, während skrupellose und einfallslose Notenbanker Geld pumpen was das Zeug hält – bis irgend jemand in diesem Universum eine Eingebung bekommt, wie wir aus dieser Dauerkrise wieder heraus finden.

Die Chancen scheinen nicht gerade gut zu stehen, wie die Nachrichtenflut heute wieder einmal belegt, von dem schwachen China-PMI ganz zu schweigen.

Investoren werfen sich zurück in die Anleihemärkte Europas, weil sie anderswo wenig Renditen sehen und Blasen befürchten, lesen wir. Dabei ignorieren sie, dass die Krise in der Eurozone alles andere als ausgestanden ist.

”Investoren ziehen es vor, alle möglichen Dinge zu übersehen”

beichtet mit einem Hauch von Ergebenheit der scheidende PIMCO-CEO Mohamed El-Erian.

Währenddessen ergeht sich Krisen-Guru Nouriel Roubini in ominösen Warnungen. Aus Davos twitterte er gleich zwei Mal, dass viele Redner beim Weltwirtschafts-Forum Vergleiche zwischen 2014 und 1914 ziehen, dem Jahr, in dem der Erste Weltkrieg ausbrach. Hier wird darauf verwiesen, dass mit dem Konflikt zwischen Japan und China ein zusätzlicher Schwarzer Schwan vor den Debatten-Sälen in Davos seine Kreise zieht.

Auch Nobelpreisträger Robert Shiller, der zugibt mangels Alternativen weiterhin in Aktien zu investieren, zieht historische Vergleiche. Experten könnten unsicher und ratlos werden, räumt Shiller in einem Interview mit CNBC ein, und fügt hinzu:

“I’m not as optimistic based on history. There’s a potential for another collapse, definitely.”

– Schluck !

Nicht nur Chinas Fabriken, auch die Fertigung in den USA erleidet zu Jahresbeginn einen Rückschlag. Die Industrieproduktion verliert in diesem Januar zum ersten Mal in drei Monaten an Schwung, weil weniger neue Aufträge hereinkommen. Der Einkaufsmanager-Index von Markit taucht von 55 im Dezember auf jetzt 53,7 ab. Unsere lieben “Experten”, die gerne von Reuters und Bloomberg interviewt werden, hatten keine Veränderung erwartet.

Kollabiert da gerade die ganze Propaganda-Offensive, die Analysten, Fondsmanager und internationale Organisationen in den vergangenen Monaten mit auffallend mehr Einsatz und Energie betrieben hatten? Und das, während die Macher, Manipulierer, Money-Manager und Mi-kannst-gern-ham-Banker gerade ihren prominentesten jährlichen globalen Schaulauf veranstalten ? – Das Timing ist entlarvend, finde ich. Das potemkinsche Dorf wackelt über einem neuen Nachbeben, während der Zar gerade wieder mit seinen prachtvoll geschmückten Pferden hindurch reitet.

Und noch eine nachdenklich stimmende historische Betrachtung.

Den USA geht beim Stimulieren ihrer seit den 70er Jahren stagnierenden Wirtschaft langsam aber sicher die Munition aus, sagt Columbia-Professor und Nobelpreisträger Edmund Phelps. Phelps reiht sich nahtlos in die Phalanx jener ein, die in Davos eingestehen, dass der Weg aus der Dümpel-, Schulden- und Vertrauensmisere, die mit der Finanzkrise und der nachfolgenden Rezession angezettelt wurde, deprimierend lange sein könnte.

“It’s surprising when people suddenly are talking about stagnation when we’ve been in stagnation since 1972,”

zitiert CNBC Edmund Phelps,

“governments have thrown all sorts of ammunition at it including concocting the housing boom. We are kind of out of that ammunition, and we have to dig deeper if we are going to get out of this rut.”

Auweia, was sagt der Mann erst, wenn keine Kameras und Mikrofone aufgestellt sind?

Wo wir schon bei den folgenschweren und vielsagenden Eingeständnissen sind: Die wahre Arbeitslosigkeit liege in den USA bei 37.2%, sagt der Präsident beim Vermögensverwalter Marotta Wealth Management in Charlottesville, David John Marotta. Seine Begründung: Die Statistiker der Regierung Obama schönen die Zahlen. Das haben wir jetzt binnen weniger Wochen schon zwei Mal gehört. Und laut dem Landwirtschafts-Ministerium in Washington gehörten Mitglieder von 20% aller US-Haushalte 2013 zu den Besuchern der amerikanischen Suppenküchen.

Auf der anderen Seite des Atlantiks bereiten sich Polizei-Einheiten im ganzen britischen Land auf die Anschaffung von Wasserwerfern vor. Sie fürchten als Folge anhaltender Sparpolitik größere Unruhen und wollen darauf vorbereitet sein. Eine entsprechende Anfrage wurde bereits beim Innenministerium in London eingereicht. Sehr gut, wenigstens in diesem Punkt sind jene, auf die wir uns gerne verlassen würden, vor der Kurve.

Geht es in Davos wirklich nur um die Furcht vor einer dümpelnden Wirtschaft? Oder .. wächst da die Angst vor einem sozialen Beben, das angesichts der lange währenden wirtschaftlichen und politischen Krise erstaunlich lange ausgeblieben ist?

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Erstveröffentlichung: Markus Gaertner’s Blog

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Danke für Dein waches Auge, lieber Markus und herzliche Grüße nach Vancouver.

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Ihr Oeconomicus

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Is The China Bank Run Beginning?
Farmers Co-Op Unable To Pay Depositors

Liquiditaetsengpässe, non-performing loans und sonstigen Verwerfungen an den chinesischen Finanzmärkten
beobachtet von zerohedge


Blackstone-CEO Schwarzman:

Europa ist ein endloses Drama

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Krisenzeiten bieten bekanntlich auch Chancen. Die Blackstone Group beispielsweise hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt. DAF-Chefreporter Andreas Scholz hatte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Gelegenheit sich kurz mit Blackstone-CEO Stephen A. Schwarzman zu unterhalten.
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Ausblick: Globale Risiken

WEF-Bericht zu den Globalen Risiken 2013

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Die fünf wahrscheinlichsten Risiken für die globale Entwicklung sind nach Ansicht der vom WEF befragten mehr als 1000 Experten aus der Politik, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft:
  • Erhebliche Unterschiede bei den Einkommen
  • Chronische Ungleichgewichte in Staatshaushalten
  • Steigende Treibhausgas-Emissionen
  • Wasser-Knappheit
  • Falscher Umgang mit der alternden Bevölkerung
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Global Risks 2013 Report – PDF [80 Seiten]
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WEF: Global Risk Report 2012, 7th Edition
PDF – [64 Seiten]

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Der Global Risks Report 2012 des World Economic Forum verdeutlicht die Anfälligkeit der globalen Welt gegenüber weiteren Wirtschaftsturbulenzen und sozialen Verwerfungen. Dies könnte die mit der Globalisierung verbundenen Fortschritte untergraben, so die Autoren der Studie.

Die chronische Schieflage von Staatshaushalten und massive Einkommensunterschiede wurden als diejenigen Risiken beurteilt, die in den kommenden zehn Jahren am wahrscheinlichsten eintreten werden. Beide werden als Risiken mit den größten Auswirkungen für die Weltwirtschaft eingestuft, da sie Nährboden für Nationalismus, Populismus und Protektionismus sind. Sie fallen zudem in einen Zeitraum, in der die Welt auch besonders anfällig für Nahrungs- und Wasserknappheit sowie für Krisen im Finanzsystem ist. So lauten die Erkenntnisse einer Umfrage bei 469 Experten und Wirtschaftsführern, aus der sich auch ablesen lässt, dass sich die Bedenken gegenüber dem Vorjahr von Umweltrisiken hin zu sozio-ökonomischen Risiken verschoben haben. Der Bericht zeigt die Herausforderungen auf, mit denen sich das Risikomanagement in den nächsten Jahren und Jahrzehnten beschäftigen muss.

Der Bericht beschreibt 50 globale Risiken und gruppiert sie in die Kategorien Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft, Geopolitik und Technologie. Risikolandkarten zeigen auf einer Skala von 1 bis 5 mögliche Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit der globalen Risiken in den nächsten 10 Jahren. Innerhalb jeder Kategorie wird das größte systemische Risiko besonders herausgestellt.

Der Bericht analysiert drei Hauptrisikobereiche:

  1. Die Saat der Dystopie
  2. Wie sicher sind unsere Sicherheitssysteme?
  3. Die Kehrseite der Konnektivität

Quelle: Risknet

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follow-up, 28.12.2013

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Henry Kissinger discusses global risks in 2014
Political risk has become increasingly important to economic stability and growth, as government transitions, security gaps, violent protests, and currency vulnerabilities have come into the spotlight. What global risks should business leaders and investors guard against? How will these risks feed into the broad economic story? What risks have yet to enter the spotlight?

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follow-up, 16.01.2014

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Global Risks 2014 Report

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follow-up, 28.04.2014

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Milken Institue: Global Risk
In the last year, certain worrisome trends grew darker, and new ones arose.
The Arab Spring continued to devolve into the Arab Nightmare, with an expanding body count in Syria and the violent toppling of Egypt’s Muslim Brotherhood regime by the army.
Meanwhile, Edward Snowden was downloading a treasure trove of secrets from the National Security Agency, giving the world a glimpse of America’s zeal – and capacity – for snooping.
Iran proceeded with its nuclear program and negotiations started between the theocratic state and the P5 + 1 countries, just as world watchers began to take notice of the protests erupting in Ukraine.
With North Korea more brutal and unhinged than ever, Afghanistan’s Karzai feuding with his U.S. partners and Russia’s worsening relations with the West, what will the world look like a few years from now?
What are the scenarios for resolution of these troubles, and where will the next risks emerge?
What about the global economy, terrorism, climate change?
This panel will peer into the future, sans rose-colored spectacles.

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