Dramen am Tor zur Balkanroute

Dramen am Tor zur Balkanroute
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Offenbar lassen sich die Flüchtlingsströme durch die Vorboten des Winters nicht aufhalten. Seit Mazedonien die Sch(a)utzsuchenden nicht mehr durchwinkt, stranden tausende Menschen in Gevgelija im Grenzbereich zu Griechenland.
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Indes lassen Serbien, Kroatien und Slowenien nur noch Reisende aus den afghanischen, irakischen und syrischen Kriegszonen weiter ziehen.
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Es liegt also auf der Hand, dass abgewiesene Sozialsystem-Touristen mehr oder weniger verzweifelt nach Alternativen suchen, um den unfreiwilligen Winterfreuden im Grenzbereich zu entgehen.
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Maßnahmen zur temporären Entschleunigung der Flüchtlingswelle in Slowenien

Maßnahmen zur temporären Entschleunigung der Flüchtlingswelle in Slowenien
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Während des vermurksten Flüchtlingsgipfels am Sonntag in Brüssel war unter anderem Konsens, das um Hilfe bittende Slowenien beim Handling des Flüchtlingsansturms zu unterstützen.
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Die politischen SchwergeWichte sagten den slowenischen Kollegen zu, binnen einer Woche 400 Grenzschützer aus anderen EU-Staaten zur Seite zu stellen.
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Jetzt, am Tag drei nach diesem Beschluss löst die Rautenkönigin dieses Versprechen ein und lässt 5 (in Worten: fünf) deutsche Grenzpolizisten in Marsch setzen.
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Vermutlich findet sich im Gepäck der Auserwählten für die dortigen Kollegen ein Motivationsschub aus dem Kanzleramt:
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„Mi lahko to storite“
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also die slowenische Variante des Merkel’schen Kampfbegriffes „Wir schaffen das!“
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Man darf nunmehr ganz gewiss davon ausgehen, dass der Flüchtlingsansturm damit entschleunigt wird, da so manche Refugees mit ein wenig Sinn für Humor von Lachanfällen geschüttelt, ihr Marschtempo verringern, zumindest so lange, bis Merkel’s arabische Variante
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„يمكننا أن نفعل ذلك“

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den noch in ungemütlichen Regionen verharrenden ‚Morgenländern‘ quasi als Stern über Täuschland den Weg zur symbolischen Krippe im Kanzleramt ausleuchtet, wobei die Kuchenblech-Orchester sehr gerne die Hirten auf dem Felde versinnbildlichen.
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Freuen wir uns also alle gemeinsam auf Epiphanias … und wer nun auf die Geschenke der ‚Weisen‘ abzielt, sollte realisieren, dass die zuwandernden Menschen das eigentliche Geschenk darstellen !
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Halleluja ! … إن شاء الله
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Ihr Oeconomicus
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[Übersetzungen via google translator]


Schwere gegenseitige Vorwürfe bei Flüchtlingsgipfel in Brüssel

Schwere gegenseitige Vorwürfe bei Flüchtlingsgipfel in Brüssel
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Auf Einladung von Jean-Claude Juncker trafen sich in Brüssel zehn EU-Länder und drei Nicht-EU-Länder um Lösungskonzepte zur „außergewöhlichen Situation“ in der Flüchtlingskrise zu entwickeln.
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Dabei kam offenbar Junckers 16-Punkte-Plan, der u.a. die Ausrufung des EU-Katastrophenfalls mit Einbindung von Frontex-Grenzschützern beinhaltet, offenbar überhaupt nicht gut an.
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Kroatiens Premier Zoran Milanovic bezweifelte,
„ob der nette Sonntagsplausch etwas bringt, da das Problem in der Türkei und Griechenland gelöst werden muss“
An drastischen Warnungen vor einem Scheitern des Gipfels mangelte es nicht – auch wenn die Lösungsansätze sehr verschieden waren.
„Wenn wir nicht in den nächsten Tagen und Wochen konkrete Gegenmaßnahmen auf die Beine stellen, erleben wir den Anfang vom Ende der EU“
so die Überzeugung des slowenischen Premiers Miro Cerar.
[…]
Wie schon häufiger zu beobachten war und ist sich jeder selbst der Nächste und versucht, den Schwarzen Peter jeweils dem anderen zuzuschieben.
[…]
Der Tagesspiegelweb Magazin
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26.10.2015
Kann Europa die Flüchtlingsfrage lösen ?
Spitzenpolitiker aus Deutschland, Österreich und mehreren Ländern Südosteuropas beschlossen einen 17-Punkte-Plan, der unter anderem vorsieht, dass 100.000 neue Aufnahmeplätze entlang der Balkanroute entstehen sollen. Doch bis wann? Und: Werden sich die Flüchtlinge, die schnellstens nach Deutschland gelangen wollen, in den Balkanstaaten registrieren lassen?
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Migranten in Brežice zünden Zelte an

Migranten in Brežice zünden Zelte an
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Aus Protest soll eine Gruppe Migranten im Flüchtlingslager Brežice hinter der kroatisch-slowenischen Grenze Feuer gelegt haben. Mehrere Zelte standen meterhoch in Flammen. Das Camp wurde evakuiert.
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Kroatien lässt Migranten nach Deutschland passieren

Kroatien lässt Migranten nach Deutschland passieren
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Flüchtlingsrouten
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Die Regierung Kroatiens wird Flüchtlingen erlauben, die serbisch-kroatische Grenze ungehindert zu passieren, um nach Westeuropa weiterzureisen, wie der Ministerpräsident des Landes, Zoran Milanovic, am Mittwoch in seiner Rede im Parlament mitteilte.
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Aufgrund der Hinterlassenschaften aus den Jugoslawien-Kriegen, insbesondere Minenfelder, ist diese Reiseroute vor allem durch den Süden des Landes nicht ungefährlich.
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Zur Kontrolle der kroatischen Grenze wurden bereits 6.000 Polizisten mobilisiert.
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Sobald die Flüchtlinge Kroatien passiert haben und an der kroatisch-slowenischen Grenze ankommen, kann es aus heutiger Sicht nochmal richtig ‚heftig‘ werden, da sich Slowenien partout weigert, so genannte Flüchtlingskorridore in Richtung Österreich zu dulden.
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Für die slowenische Innenministerin Vesna Gyorkos Znidar sind solche Überlegungen absolut inakzeptabel. In einer gestrigen Pressekonferenz wies sie darauf hin, dass Slowenien im Gegensatz zu Kroatien den Verpflichtungen aus dem EU-Recht
nachkommen wird. Ihr Land werde jedoch Asylanträge entgegennehmen und bearbeiten … eine Option die von den auf Deutschland fixierten Flüchtlingen wohl kaum gezogen wird.
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150 Flüchtlinge gelangen über Alternativroute nach Kroatien
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follow-up, 18.09.2015
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Kroatien versetzt Armee in Alarmbereitschaft
Kroatien hat in der Nacht sieben von acht Grenzübergängen zu Serbien geschlossen und die Armee in Alarmbereitschaft versetzt. Das Innenministerium in Zagreb begründete die Maßnahme damit, dass seit Mittwoch Morgen mehr als 11.000 Flüchtlinge aus Serbien nach Kroatien gekommen seien. Es handele sich um eine vorläufige Maßnahme. Der Grenzübergang Bajakovo-Batrovci auf der Schnellstraße Belgrad-Zagreb sei von der Schließung ausgenommen.
[…]
DIE ZEIT
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Zu viel Chaos – Auch Kroatien riegelt Grenzübergänge ab
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[Beitrag akutalisiert – 18.09.2015 – 19.00h]


Schwere politische Turbulenzen beim Euro-Sorgenkind Slowenien


CC – Author: UKOM (Stanko Gruden/STA)

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Monatelang hatte die slowenische Regierungschefin Alenka Bratusek mit einem Interview-Marathon in westlichen Medien Optimismus verbreitet.
Das angeschlagene Euroland sei dank der zupackenden Notmaßnahmen ihrer Regierung über den Berg.
Doch jetzt ist alles ganz anders.
Nach politischen Querelen «ist die Einheit der Koalition schwer erschüttert», analysierte die Nachrichtenagentur STA vor wenigen Tagen in Ljubljana.
Bratusek selbst sieht ihre Position in der eigenen PS-Partei bedroht. Sie will mit einem Sonderparteitag und einer Vertrauensabstimmung im Parlament den Gordischen Knoten durchschlagen, kündigte sie an.
[…]
eu-info.de

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Anmerkung
Lügen haben nun mal ganz kurze Beine, liebe Frau Bratusek!

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Ihr Oeconomicus

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korrespondierende Archiv-Beiträge


Eurogruppe warnt Slowenien

EU-Minister debattieren Steuerflucht und Bankenpleiten

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Bei den Euro-Wackelkandidaten gibt es Fortschritte. Ausgestanden ist die Schuldenkrise aber nicht. Im Brennpunkt steht vor allem das kleine Adria-Land Slowenien. Heute wenden sich die EU-Finanzminister den nächsten großen Dauerbrennern Steuerhinterziehung und Bankenabwicklung zu.
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teleboerseHandelsblatt
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Slowenien: Hintergründe, Analysen und Einschätzungen aus dem Archiv