Großfeuer im Camp von Diavata

Großfeuer im Camp von Diavata
.
Bei einem Brand im nordgriechischen Flüchtlingslager Diavata sind etwa zehn Zelte völlig ausgebrannt, Verletzte gab es offenbar keine.
.
In dem Lager westlich der Hafenstadt Thessaloniki leben nach offiziellen Angaben gut 2300 Flüchtlinge.
.

.
.

.
.

Griechenland besiegelt Hafen-Verkauf an chinesische Cosco

Griechenland besiegelt Hafen-Verkauf an chinesische Cosco
.
Griechenland verkauft seinen größten Hafen und treibt so die von seinen Gläubigern geforderten Privatisierungen voran.
.
Die chinesische Großreederei Cosco ist neuer Besitzer des Hafens Piräus. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras, Cosco-Chairman Xu Lirong und der Chef der Privatisierungsbehörde besiegelten den Deal am Freitag. Demnach erwerben die Chinesen für 280,5 Millionen Euro 51 Prozent an dem Hafen. Weitere 16 Prozent wandern nach fünf Jahren für 88 Millionen Euro in die Hände des Konzerns, wenn dieser die vereinbarten Investitionen erbracht hat.
[…]
Reuters
.

IWF dringt auf deutsches Tabuthema: einen Schuldenerlass für Griechenland

IWF dringt auf deutsches Tabuthema:
einen Schuldenerlass für Griechenland
.
Wie aus einem von WikiLeaks veröffentlichten Gesprächsprotokoll hervorgeht drängt der IWF auf einen Schuldenerlass. Schon bei der kommenden IWF-Frühjahrstagung Mitte April soll das umstrittene Thema wieder auf den Tisch.
.
Die Bundesregierung lehnt ein solches Ansinnen ab, nicht zuletzt weil Merkel samt Chorus den Bundesbürgern immer wieder versprochen hat, dass das Geld in Griechenland schon deshalb nicht versickere, weil doch der IWF mit seiner Expertise mit im Boot sei.
.
Während dessen drohen der griechischen Bevölkerung nach dem Willen der Geldgeber weitere Steuerlasten von bis zu € 5 Mrd., sowie erneute Kürzungen im Renten- und Lohngefüge.
.
Wie man sich unschwer vorstellen kann werden Tsipras und seine Syriza-Regierung zunehmend als Verräter am Griechischen Volk wahrgenommen, ein Umstand der auf Sicht möglicherweise den Rechten von Chrysi Avgi in die Karten spielen könnte.
.
Sollte Merkel die Euro-Rettungspolitik im Bezug auf Griechenland ohne dem IWF fortsetzen, lässt sich das folgende Ungemach schon fast mit Händen greifen: Neue Milliarden-Zusagen von einem Bundestag, der sich zu Recht hinter die Fichte geführt sehen würde und reichlich Wasser auf die Mühlen der Merkel- und Eurokritiker.
.
Bei aller Dramatik sicher auch ein Schenkelklopfer für die AfD !
.
Zur Stunde weilt Christine Lagarde zu Beratungen im Kanzleramt, auf die danach zu erwartende Form neuer Staatsdichtung darf man gespannt sein.
.
.
Ihr Oeconomicus
.
.
Quellen:
WikiLeaks TranscriptzerohedgeFAZ
.
.
follow-up, 05.04.2016 (20:52h)
.
Nach der Krise ist vor der Krise – Tsipras pokert wieder
Griechenlands Premier Alexis Tsipras will härtere Reformen vermeiden und droht dem IWF.
Dabei schielt er vor allem auf Umfragewerte.
[…]
WAZ
.
.

Showdown in Idomeni

Showdown in Idomeni
.
Welche Begrifflichkeit wird meist für Aktionen größerer Menschenansammlungen verwendet, die Bahngleise besetzen, den Versuch unternehmen Grenzzäune einzureißen, oder Grenzposten in Handgemenge verwickeln ??
.
Und wie reagieren Sicherheitsbehörden auf solche Provokationen ??
.

.
.
Soweit anhand zahlreicher Beispiele solcher und vergleichbarer Vorkommnisse in Deutschland erinnerlich, fällt die Gegenreaktion meist in Form abgestufter Maßnahmen statt.
.
Im Lichte solcher Erfahrungen sollte eigentlich auch allen Willkommens-Aktivisten aufgehen, dass solche Gegenreaktionen nicht anders ausfallen können, wenn solch potentielle Gewalt von Refugees ausgeht, die der Meinung sind, sie hätten aufgrund der langen und beschwerlichen Reise bspw. aus Afghanistan zum griechisch-mazedonischen Grenzpunkt in Idomeni einen verbrieften Anspruch darauf, ihre Weiterreise ins Milch & Honig-Land zu erzwingen.
.
Sollten also jetzt, nachdem zur Abwehr des provokanten Ansturms Tränengas eingesetzt wurde, Krokodilstränen fließen und mit vorgeschobenen Humanitäts-Argumenten die Finger auf ‚phöse‘ Sicherheitskräfte gerichtet werden, könnte es durchaus hilfreich sein, einen vertrauenswürdigen Therapeuten aufzusuchen.
.
Allerdings bliebe es etwaigen Willkommens-Ethikern, die gerne fremderwirtschaftete Steuergelder vornehmlich zur Befriedigung eigenen Egos verblasen möchten, der Weg offen, mit eigenem Geld im Norden Griechenlands oder elswhere angemessene Flüchtlingsunterkünfte für ausgehungert-traumatisierte Touristen der Kategorie Armutsmigration bereitzustellen.
.
Da man seitens jener Betroffenheits-Rhetoriker jedoch nur in den seltensten Fällen erwarten kann, dass sie die anglo-amerikanische Volksweisheit „put your wallet where your mouth is“ umsetzen, bleibt der Anschauungsunterricht hinsichtlich potentieller Folgen und Wechselwirkungen, ausgelöst durch bitterarme und von jeglicher Darseinfürsorge abgeschnittener Griechen zunächst erspart.
.
Ungeachtet dessen ist allen Flüchtigen humanitäre Hilfe zu gewähren, sofern sie unmittelbar höchst bedrohlichen Angriffen gegen Leib und Leben entkommen konnten.
.
Konkret bedeutet dies aber auch, dass jene Flüchtlingen, die aus -zugegeben- wenig zumutbaren jordanischen, libanesischen oder türkischen Flüchtlingsunterkünften ihre ‚Reise ins Glück“ angetreten haben, also vor Ort nicht von Bomben und/oder militärischer Gewalt bedroht waren, die Weiterreise verwehrt bleiben sollte.
.
Diese Haltung wurzelt nicht in potentieller Fremdenfeindlichkeit oder gar volksnationalen Denkansätzen, sondern schlichtweg in der Überzeugung, dass unser Land nicht in der Lage ist, alles Leid dieser armen Menschen zu schultern, um sich am Ende des Tages inmitten eines selbstverursachten surrealen Alptraums wiederzufinden.
.
Ihr Oeconomicus
.
.
follow-up, 13.04.2016
.
Mazedonien sichert Grenze unter Einsatz von Blendgranaten und Tränengas gegen Flüchtlinge
.
Sicherheitskräfte der Republik Makedonien haben am 13. April 2016 erneut Blendgranaten und Tränengas gegen Flüchtlingen und Migranten an der makedonischen Grenze eingesetzt. An der makedonischen Grenze, beim griechischen Grenzort Idomeni, protestierten etwa Hundert Flüchtlinge und Migranten gegen die Grenzschließung. Dabei rüttelten sie gegen den Grenzzaun, was den Einsatz der Sicherheitskräfte auslöste, da ein weiterer möglicher Grenzdurchbruchsversuch befürchtet wurde.
.
Bereits am 10. April 2016 kam es zu einem gewaltsamen Durchbruchsversuch von etwa 3.000 Flüchtlingen und Migranten an der makedonischen Grenze. Dieser wurde durch die makedonischen Sicherheitskräfte mit dem Einsatz von Blendgranaten und Tränengas verhindert. Dieser Einsatz wurde von griechischer Seite als unverhältnismäßig kritisiert. Im griechischen Grenzort Idomeni befinden sich derzeit noch etwa 11.000 Flüchtlinge und Migranten, die hoffen über die Republik Makedonien nach Westeuropa weiterreisen zu können. Insgesamt befinden sich rund 50.000 Flüchtlinge und Migranten in Griechenland. Für ihr Schicksal muss nach Möglichkeit eine angemessene und menschenwürdige Lösung im Rahmen der Europäischen Union (EU) gefunden werden.
[…]
Pelagon – Nachrichten und Informationen aus und über Makedonien
.
.

Griechenland aktiviert EU-Katastrophenschutzverfahren

Griechenland aktiviert EU-Katastrophenschutzverfahren
.
Griechenland hat gestern (Donnerstag, 03.12.) das EU-Katastrophenschutzverfahren aktiviert, um besser mit dem Zustrom von Flüchtlingen und Asylsuchenden im Land fertig zu werden.
Außerdem stimmte Griechenland einem Frontex-Einsatz an der griechischen Grenze zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien zu.
.
Darüber hinaus bat Griechenland um die förmliche Entsendung eines Soforteinsatzteams für Grenzsicherungszwecke (Rapid Border Intervention Teams, kurz RABITs) zur Unterstützung bei der Sicherung seiner Außengrenze auf den ägäischen Inseln. Der Antrag wird von Frontex jetzt mit Hochdruck bearbeitet.
.
Seit 1. November sind in Griechenland über 50.000 Menschen angekommen. Die Kommission arbeitet eng mit den griechischen Behörden zusammen, um diesem massiven Zustrom Herr zu werden.
.
Über das EU-Katastrophenschutzverfahren erhält Griechenland materielle Hilfe wie beispielsweise Zelte, Betten, Generatoren, sanitäre Einrichtungen oder Erste-Hilfe-Kästen. Koordiniert wird diese freiwillige Hilfe vom Europäischen Notfallabwehrzentrum (ERCC), das eng mit den griechischen Behörden und den anderen teilnehmenden Mitgliedstaaten zusammenarbeitet, um möglichst rasch Abhilfe zu schaffen. Das EU-Katastrophenschutzverfahren kann von einem Mitgliedstaat und Drittstaaten aktiviert werden, wenn sie eine Krise allein nicht mehr bewältigen können.
.
Beim Frontex-Einsatz an der griechischen Grenze zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien wird die Agentur die griechischen Behörden bei der Registrierung von Migranten unterstützen. Bereits ab nächster Woche sollen zusätzliche Beamte entsandt werden.
.
Die EU-Mitgliedstaaten können auch um Entsendung von Soforteinsatzteams für Grenzsicherungszwecke (Rapid Border Intervention Teams, kurz RABITs), die bei plötzlichem oder außergewöhnlichem Migrationsdruck unmittelbare Unterstützung beim Grenzschutz leisten. Im Rahmen dieses Verfahrens kann während eines begrenzten Zeitraums operative Unterstützung geleistet werden. Frontex finanziert und organisiert technische und personelle Hilfe aus den Mitgliedstaaten. Das Verfahren wurde bisher einmal 2010 mit Erfolg an der griechisch-türkischen Grenze durchgeführt, wo die Situation stabilisiert und die Zahl der Neuankömmlinge gesenkt werden konnte.
.
Weitere Informationen finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung der EU-Kommission.
.
korrespondierende Informationen
.
.
20.08.2007
Soforteinsatzteams für Grenzsicherungszwecke (RABIT – Rapid Border Intervention Team)
Mit dieser Verordnung wird ein Mechanismus eingeführt, der für eine begrenzte Dauer eine verstärkte technische und operative Unterstützung in Form von Soforteinsatzteams für Grenzsicherungszwecke, in die Grenzschutzbeamte anderer Mitgliedstaaten einbezogen werden, ermöglichen soll. Diese Einsatzteams werden auf Antrag eines Mitgliedstaats tätig, der aufgrund des Massenzustroms illegaler Einwanderer, die auf dem Seeweg ankommen, einem plötzlichen und außergewöhnlichen Druck ausgesetzt ist.
[…]
EUR-LEX
.
.
11.07.2007
VERORDNUNG (EG) Nr. 863/2007 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 11. Juli 2007
über einen Mechanismus zur Bildung von Soforteinsatzteams für Grenzsicherungszwecke und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2007/2004 des Rates hinsichtlich dieses Mechanismus und der Regelung der Aufgaben und Befugnisse von abgestellten Beamten.
[…]
EUR-LEX
.

Kanadischer Bergbaukonzern zwingt Alexis Tsipras in die Knie

Kanadischer Bergbaukonzern zwingt Alexis Tsipras in die Knie
.
Einen Kantersieg hat nun ein kanadischer Bergbaukonzern gegen den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras (SYRIZA) errungen. Die Goldschürfer der Firma Eldorado Gold setzten gegen die Regierung in Athen die Rückgabe einer entzogenen Bergbaulizenz auf der Halbinsel Chalkidiki durch. Tsipras hatte diese im August 2015 Eldorado Gold entzogen, da das Unternehmen angeblich gegen Umweltauflagen verstoßen hätte.
.
Die Firma hatte allerdings bereits seit 2012 nicht weniger als 540 Millionen Euro in das Projekt investiert und wehrte sich deshalb erfolgreich vor dem griechischen Verwaltungsgerichtshof gegen den Lizenzentzug.
[…]
Quelle
.
.
korrespondierende Beiträge
,
.
02.10.2015
Canada’s Eldorado fights gold mine ban by Greek government
.
24.08.2015
Gold und Gewalt in Griechenland
.
28.05.2015
250 Tonnen Gold und trotzdem arm
.
20.02.2013
Griechenland will stärker auf seine Rohstoffe setzen
.
17.02.2013
Dunkle Wolken über dem “Klondike” von Chalkidiki
.

Saat statt Staat: Die etwas andere Griechenlandhilfe

Saat statt Staat: Die etwas andere Griechenlandhilfe
.
Mit einem quer-Bericht fing alles an.
Danach konnten sich Alexandros Jazakis und seine Hilfsaktion vor Spendengeldern nicht mehr retten:
Über 40.000 Euro in nur fünf Wochen!
.
Nach unserer Sendung im Juli spendeten tausende quer-Zuschauer an den Freundeskreis aus Bayern, der Griechen in Not hilft:
mit Geld, mit Patenschaften für bedürftige Familien und sogar mit einem Feld in der Nähe von Patras, damit sich die Stadtbewohner selbst versorgen können.
.
Hilfe, die ankommt – auf der „Farm der Solidarität“.
.

.
.