Henryk M. Broder zur Politschelte in Dresden

Henryk M. Broder zur Politschelte in Dresden
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In seiner realitätsbezogenen und erfrischenden Diktion bewertet Broder die verbalen Gesten des bürgerlichen Polit-Empfangskomitees zum Tag der Deutschen Einheit:
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„Das Volk schuldet der Regierung keinen Dank
…. es darf sich auch daneben benehmen!“
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Die im Clip ebenfalls dokumentierten semantischen Ausleitungen der schillernden ehemaligen Dramaturgie-Assistentin müssen an dieser Stelle nicht gesondert kommentiert werden.
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Einschlägigen Kritikern der Empfangskomitee-Performance ist ein Blick ins Alte Testament, Hosea, Kapitel 8, Vers 7 (Lutherübersetzung, revidierte Fassung von 1984) anzuraten, wo nachzulesen ist:
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„Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten.
Ihre Saat soll nicht aufgehen;
was dennoch aufwächst, bringt kein Mehl;
und wenn es etwas bringen würde,
sollen Fremde es verschlingen.“
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Dabei ließe sich „der Wind“ als Metapher für die pauschale Verunglimpfung des Ostens der Republik durch den faustisch anmutenden Bannerträger (Stichwort: „Dunkeldeutschland„) oder Gabriels herablassende Bezeichnung für Bürger mit berechtigten Sorgen – beides ein unverzeihlicher Affront gegen die im Artikel 1 – GG garantierte unantastbare „Würde des Menschen“ gleichsetzen.
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Insoweit scheint es sich bei von von Demonstranten skandierten Holprigkeiten wohl eher um die Vorboten eines Sturms zu handeln, dem durchaus noch Potential für einen Orkan zugerechnet werden kann, ein Szenario, welches man selbst vollillusionierten politischen Geisterfahrern nicht ernsthaft wünschen möchte.
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Um im Bild des Zitats zu bleiben, dürfte es sich wohl erübrigen, einen Bezug zu der „aufgewachsenen von Fremden zu verschlingenden Saat“ herzustellen.
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Ihr besorgter Oeconomicus
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„Einheits“-Bühnenstück der Selbstbeweihräucherer in Frauenkirche und Semperoper

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Einheits-Bühnenstück der Selbstbeweihräucherer in Frauenkirche und Semperoper
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Das diesjährige Motto zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden lautet:
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„miteinander – zueinander – füreinander – BRÜCKEN BAUEN“
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Da man offenbar nicht in der Lage war, eigene Denkleistungen zu entwickeln, hat man kurzerhand den ersten Teil dieses Mottos von den Organisatoren des an Pfingsten 2016 stattgefundenen Bayrischen Kirchentags der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern entliehen.
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Schaut man sich die bereits stattgefundenen offiziellen Einheits-Bühnenstücke an, erhebt sich die Frage, ob sich dieses miteinander-zueinander-füreinander ausschließlich auf die anwesenden Selbstbeweihräucherer samt der 1200 geladenen Gäste beziehen mag.
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Die Brücken zum Volk -so erwecken die täglichen Ereignisse den Eindruck- sind stellenweise unpassierbar geworden, oder so marode, dass sich nur noch wenige Politfiguren ohne massiven Begleitschutz darüber wagen.
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Einheit sieht nun mal für viele Menschen in Deutschland anders aus, als dies von unseren Staatsdichtern propagiert wird.
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Die Willkommensgrüße der Dresdner Empfangskomitees lassen den Schluss zu, dass zunehmend veristische, also schonungslos-wahrheitsgetreue Darstellungen der Dinge gefordert wird und vor weitreichenden politischen Entscheidungen das Votum der Bürgerinnen und Bürger einzuholen ist.
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Ihr Oexonomicus
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Dresdner Impressionen
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Mediale Bewertungen der Einheits-Heuchelei
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SpOn:
Merkels härtester Feiertag
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ZEIT online:
Wieder kein schöner Tag für Dresden
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N-TV:
Demonstranten beschimpfen Merkel
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FAZ:
Pöbeleien bei der Einheitsfeier – Merkel fordert Respekt
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Anmerkung:
Haben Lügner und Betrüger nicht den Anspruch auf Respektsbekundungen verspielt  ?
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Ihr Oeconomicus
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