Merkel überredete Weidmann zum Bleiben

Merkel überredete Weidmann zum Bleiben

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte offenbar erwogen, seinen Job aufzugeben – aus Frust über die Geldgeschenkstrategie der Europäischen Zentralbank zugunsten europäischer Krisenstaaten.Jetzt berichten Medien, dass Kanzlerin Angela Merkel ihn persönlich zum Bleiben überredete.
Der Bundesbank-Präsident wehrt sich vehement dagegen, dass die EZB im Kampf gegen die Schuldenkrise weitere Staatsanleihen von Krisenstaaten wie Spanien und Italien kauft. Nach seiner Überzeugung verstößt die Notenbank damit gegen das Verbot der Staatsfinanzierung mit Hilfe der Notenpresse. Mit dieser Haltung steht Weidmann im obersten Entscheidungsgremium der EZB, dem Rat, im Grunde alleine da.
ManagerMagazin

Bundesbank-Chef Weidmann warnt EZB vor Anleihekäufen

Bundesbank-Chef Weidmann warnt EZB vor Anleihekäufen

Bundesbank-Chef Weidmann geht in der Euro-Krise auf Konfrontationskurs zur EZB: Staatsanleihen zu kaufen sei gefährlich, würde die Steuerzahler belasten und neue Probleme schaffen: „Notenbankfinanzierung kann süchtig machen wie eine Droge“, sagte Weidmann dem SPIEGEL.
„Eine solche Politik ist für mich zu nah an einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse“
„In Demokratien sollten über eine so umfassende Vergemeinschaftung von Risiken die Parlamente entscheiden und nicht die Zentralbanken.“
SpOn

Jens Weidmann kritisiert die Euro-Retter

Bundesbank-Chef kritisiert Euro-Retter

.

Bundesbank-Chef Jens Weidmann hat den Kurs der europäischen Regierungen in der Euro-Krise kritisiert. Die Notenbanken hätten viel getan, um eine Eskalation der Krise zu verhindern, sagte Weidmann bei der von SPIEGEL und Körber-Stiftung veranstalteten Gesprächsreihe „Der Montag an der Spitze“.
Es sei aber nicht die Aufgabe der Europäischen Zentralbank (EZB), politisches Nichthandeln auszugleichen.

.

Weidmanns Kritik: Weil die europäischen Regierungen Entscheidungen bewusst nicht träfen, gerate die EZB unter Druck.

„Die Grenzen unseres Mandats wurden in der Krise weit gedehnt“

sagte er.
Was er meint:
Die eigentliche Aufgabe von Notenbanken sieht der Bundesbanker in der Preisstabilität. Staaten vor der Pleite zu bewahren, ist ihnen hingegen untersagt. Doch in der Krise ist die EZB mit Staatsanleihenkäufen auf dem Sekundärmarkt zum handelnden Akteur geworden.Die Bundesbank hat diesen Kurs von Beginn an kritisiert, mit Weidmann-Vorgänger Axel Weber und dem Ex-Chefvolkswirt der EZB gaben zwei führende deutsche Notenbanker im vergangenen Jahr ihre Posten auf – auch aus Protest gegen die Interventionen der EZB. Weidmann erneuerte nun die Kritik an den europäischen Regierungen:
Es entspreche nicht seinem Politikverständnis, „wenn die Politik sich bewusst nicht entscheidet und die Notenbanken das dann ausbügeln müssen“.
[…]
SpOn

.

.
.

Anmerkung
Man kann sich Weidmanns Standpunkte gar nicht oft genug anhören, wozu ich die geschätzte Leserschaft sehr gerne aufrufen möchte.
In diesem Zusammenhang auftretende Fragen dürfen Sie jederzeit per Kommentar oder Mail aufwerfen .. und denken Sie bitte daran:
Gelegentlich auftretende Wissens- oder Verständnislücken sind keine Schande .. und ‚dumme Fragen‘ gibt es nicht !

.

Ihr Oeconomicus

.
.

Archiv-Beiträge mit weiteren Positionen von Jens Weidmann


Bundesbankpräsident Weidmann kritisiert Hollandes Wachstumspläne

Bundesbankpräsident Weidmann kritisiert Hollandes Wachstumspläne

Bundesbankchef Weidmann hat am neuen französischen Präsidenten Francois Hollande Kritik geübt, da Hollande die Europäische Zentralbank auf den Kampf für mehr Wachstum verpflichten und die Statuten ändern will.

Handelsblatt – 12.05.2012, 03:12 Uhr – Kommentare 
Zitat Weidmann:

„Es ist gute europäische Gepflogenheit, sich an unterschriebene Verträge zu halten“

… das sollte er jeden Tag auf’s Neue wiederholen … insbesondere in Richtung der Euro-Junkies … bei denen das gebrochene Wort Trumpf ist … die no-bail-out-Klausel lässt grüßen!

 

empfiehlt Ihr Oeconomicus