Rücktritt von Buba-Präsident Dr. Jens Weidmann

 

Rücktritt von Buba-Präsident Dr. Jens Weidmann

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat heute Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um seine Entlassung aus dem Amt zum 31. Dezember 2021 gebeten.

Er verlässt die Bundesbank, an deren Spitze er seit Mai 2011 stand, aus persönlichen Gründen.

„Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass mehr als 10 Jahre ein gutes Zeitmaß sind, um ein neues Kapitel aufzuschlagen – für die Bundesbank, aber auch für mich persönlich“,

schreibt Weidmann in einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank. 

[…]

Pressenotiz  Deutsche Bundesbank

 

Der Lotse geht von Bord !

Jens Weidmann hat als Stabilitätsanker trotz manch heftiger Widerstände im EZB-Rat und elsewhere einen exzellenten Job gemacht findet

Ihr Oeconomicus


Jens Weidmann leitet künftig BIZ-Verwaltungsrat

Jens Weidmann leitet künftig BIZ-Verwaltungsrat
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Neue Aufgaben für den Chef der Deutschen Bundesbank: Jens Weidmann ist zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ernannt worden. Seinen Dienst tritt er im November an.
[…]
WiWo
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Weidmann ermahnt Frankreich

„Das ist für mich kein Sparen“
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Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat die französische Regierung wegen ihrer Haushaltspolitik kritisiert. Nach Prognose der EU-Kommission werde Frankreichs Defizit 2013 bei knapp vier Prozent liegen und 2014 sogar leicht steigen, sagte Weidmann der WAZ-Mediengruppe.

„Das ist für mich kein Sparen. Verabredet hatten die Mitgliedstaaten mittelfristig ausgeglichene Haushalte.“

Um Vertrauen zurückzuerlangen, dürfe man Regeln nicht nur aufschreiben und deren Einhaltung in der Zukunft versprechen, sondern müsse sie mit Leben füllen.
N-TV

Spekulationen (und BuBa-Dementi) über Weidmann-Rücktritt

Spekulationen (und BuBa-Dementi) über Weidmann-Rücktritt

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Kurzzeitig sackten Dax und Euro ab: Spekulationen über einen Rücktritt von Bundesbankpräsident Weidmann haben Anleger verunsichert. Die Behörde dementierte. Gestreut wurde das Gerücht offenbar zunächst via Twitter. Die Bundesbank schließt Marktmanipulationen nicht aus!
SpOn
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Anmerkung
Kommt Ihnen diese Geschichte auch etwas seltsam vor?
Kann jemand ausschließen, dass uns insgeheim die Lernkurve „Wie demontiert man einen unliebsamen Bundesbank-Chef“ angeboten wird?
Sabine Lautenschläger, die sich wesentlich konzilianter präsentiert und somit gelegentlich im Widerspruch zu Weidmann steht, könnte eine politisch korrekte Pole Position während etwaiger Nachfolge-Diskussionen einnehmen.

Ihr Oeconomicus


Pressekonferenz mit Schäuble: Weidmann sagt erneut ab

Pressekonferenz mit Schäuble:
Weidmann sagt erneut ab
Es soll nicht zur Regel werden, aber Bundesbank-Präsident Weidmann wird erneut nicht an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Finanzminister Schäuble teilnehmen. Als Grund gab Weidmann eine familiäre Angelegenheit an – schon damit keiner auf den Gedanken kommt, es könne an den unterschiedlichen Meinungen der Herren zur Lösung der Euro-Finanzkrise liegen.
[…]
Zwischen Weidmann und Schäuble gibt es seit längerem unterschiedliche Meinungen in wichtigen Fragen zur Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise. So ist Weidmann der härteste Kritiker des neuen Anleihen-Kaufprogramms der Europäischen Zentralbank. Schäuble teilt diese Kritik nicht. Andererseits hatte Schäuble kürzlich gesagt, er sei „nicht sicher, ob es zur Stärkung des Vertrauens in die Notenbank beiträgt, wenn diese Debatte (innerhalb der EZB) halböffentlich geführt wird“. Weidmann steht aber dazu, wie er versicherte, dass er seine abweichende Meinung auch öffentlich deutlich macht.
teleboerse
Anmerkung
Könnte eine Diskussion zwischen Sehenden und Blinden zum Thema ‚Farbschattierungen‘ in irgendeiner Weise zielführend sein?

Ihr Oeconomicus


Weidmann wünscht Zuversicht

Schäuble kritisiert S&P
Weidmann wünscht Zuversicht
Bundesbank-Präsident Weidmann wirft der Politik vor, bei der Krisenbekämpfung die Last zu stark den Zentralbanken aufzuerlegen. Letztlich sei es Sache der Regierungen, mit fiskalischen und strukturellen Reformen zu handeln.
Weidmann warnte erneut die Politik nicht nur der Eurozone davor, allein mit der Notenpresse die Probleme zu lösen.
„Die Geldpolitik stellt kein Allheilmittel dar und ist keine Wunderwaffe“,
sagte der Bundesbank-Präsident, der die Pläne der Europäischen Zentralbank, unter Umständen unbegrenzt Staatsanleihen aus Problemländern anzukaufen, mehrfach kritisiert hatte.
Weidmann zeigte sich besorgt darüber, dass sich die Erwartungen der Politik mehr und mehr auf die Zentralbanken als Problemlöser richteten. Dies betreffe nicht nur die Eurogruppe, sondern auch andere Währungsräume:
„Letztlich können die Ursachen der Krise nur durch die Regierungen beseitigt werden.“
[…]
Unterdessen kritisierte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Herabstufung der spanischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor’s. Die Entscheidung basiere auf einem Mißverständnis, das durch „die Schaffung unrealistischer oder unzutreffender Erwartungen“ auf den Finanzmärkten geschürt worden sei, sagte Schäuble in Tokio.
N-TV — cash.ch
Anmerkung
Ja, es ist sicher nur ein Mißverständnis, dass Spanien in einer veritablen Rezession steckt, die historisch höchste Arbeitslosigkeit erlebt und die Rajoy-Administration vermutlich noch gar nicht konkret weiß, wie groß das Ausmaß der Verschuldung spanischer Banken ist. S&P hatte übrigens auch die anhaltenden Proteste der Bevölkerung gegen die drastischen Sparmaßnahmen als negatives Element erwähnt. Sicher auch nur ein Mißverständnis seitens der Menschen!
Herr Schäuble wäre gut beraten, sich mal das von Business-Insider entwickelte spanische worst-case-Szenario anzusehen.

Ihr Oeconomicus


Bundesbank-Chef Weidmann im Dauerclinch

Bundesbank-Chef Weidmann im Dauerclinch

Bundesbank-Chef Jens Weidmann führt in der Europäischen Zentralbank einen einsamen Kampf. Seit Monaten stellen seine Kollegen im Rat der EZB ihn als denjenigen hin, der die Lösung der Euro-Krise verhindert. Seinen drohenden Rücktritt soll gar die Kanzlerin persönlich abgewendet haben. Eingeweihte wissen aber:
So war es sicher nicht.
Süddeutsche
Anmerkung
Zwischenzeitlich startet Jürgen Trittin einen weiteren Versuch, Jens Weidmann zu mobben .. Zitat Trittin:
„Weidmann hat mittlerweile den Ruf eines Esoterikers“
Damit komplementiert er in unangemessener Weise eine Bewertung von Lorenzo Bini Smaghi, der zum Jahresende 2011 aus dem EZB-Direktorium zur Harvard University wechselte:
„Die häufigen öffentlichen Äußerungen der Bundesbank zur Geldpolitik sind unangemessen. Jens Weidmanns öffentlicher Dissens ist nicht tragbar.“
Dabei will Weidmann mit all seinem [im EZB-Rat begrenzten] Einfluß lediglich verhindern, dass aus der EZB eine Notenbank ‚römischen Zuschnitt’s‘ wird.

Ihr Oeconomicus