Rücktritt von Buba-Präsident Dr. Jens Weidmann

 

Rücktritt von Buba-Präsident Dr. Jens Weidmann

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat heute Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um seine Entlassung aus dem Amt zum 31. Dezember 2021 gebeten.

Er verlässt die Bundesbank, an deren Spitze er seit Mai 2011 stand, aus persönlichen Gründen.

„Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass mehr als 10 Jahre ein gutes Zeitmaß sind, um ein neues Kapitel aufzuschlagen – für die Bundesbank, aber auch für mich persönlich“,

schreibt Weidmann in einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank. 

[…]

Pressenotiz  Deutsche Bundesbank

 

Der Lotse geht von Bord !

Jens Weidmann hat als Stabilitätsanker trotz manch heftiger Widerstände im EZB-Rat und elsewhere einen exzellenten Job gemacht findet

Ihr Oeconomicus


Bundesbank zur Zukunft des Bargeldes

Carl-Ludwig Thiele zur Zukunft des Bargeldes

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Auf einer Veranstaltung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin sprach Carl-Ludwig Thiele zum Thema „Die Zukunft des Bargelds“.
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Das Vorstandmitglied der Bundesbank gliederte seinen Vortrag wie folgt:

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Thiele Rede-Trankript
[Es gilt das gesprochene Wort]
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„Sehr geehrter Herr Präsident,
lieber Herr Fahrenschon,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

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für Ihre Einladung möchte ich mich zunächst herzlich bedanken. Ich freue mich, heute mit Ihnen über die Zukunft des Bargelds sprechen zu können.

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Die Diskussion über die Zukunft des Bargelds wird derzeit überlagert von den Themen Briefkastenfirmen, Panama, Steueroasen oder auch Steuergerechtigkeit. Hier sind viele Fragen offen, mit denen sich die Politik beschäftigen muss und beschäftigen wird.

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So hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erst vor zwei Tagen in Berlin hierzu Stellung genommen.

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Schon länger haben wir allerdings eine Diskussion über das Bargeld. Dabei überlagern sich verschiedene Motive. Manchen geht es darum, Transaktionen mit kriminellem Hintergrund einzudämmen, andere wollen die Schattenwirtschaft zurückdrängen oder Steuervermeidung erschweren. Einige Wissenschaftler haben aber noch weiter reichende Ziele formuliert. Sie fordern, das Bargeld gleich komplett abzuschaffen. Damit soll Notenbanken die Möglichkeit gegeben werden, negative Zinssätze für alle durchzusetzen. Ein Ausweichen in Bargeld war dann ja nicht mehr möglich.

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Vor diesem Hintergrund wird gegenwärtig im Eurosystem die mögliche Abschaffung der 500 Euro-Banknote diskutiert und gleichzeitig vom Finanzministerium gefordert, in Deutschland eine Grenze von 5.000 Euro für Bargeldzahlungen einzuführen.

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Bei dem Geld, um welches es in der Bargelddiskussion, bei der Diskussion um die Abschaffung der 500 Euro-Banknote oder um die Obergrenze für Bargeldzahlungen geht, geht es nicht um das Geld der Banken, der Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken, es geht um das Geld des Bürgers.

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Jeder Bürger hat das Recht, mit seinem Geld so zu verfahren, wie er möchte. Wenn an dieser Stelle in das Freiheitsrecht des Bürgers eingegriffen wird, muss dies gut begründet sein.

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Und deshalb stellt sich die Frage:
Wie hat eine Bargeldobergrenze in anderen Ländern Kriminalität eingeschränkt?
Mir ist nicht bekannt, dass in Ländern mit einer Bargeldobergrenze, etwa in Italien oder Frankreich, die Kriminalität entsprechend geringer wäre als in Ländern ohne Obergrenze.

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Jede Währung lebt vom Vertrauen. Sie wissen alle, wie schwer es ist, Vertrauen zu erreichen. Sie wissen aber auch, dass es relativ schnell geht, erworbenes Vertrauen wieder zu verlieren.

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Gleiches gilt in der Politik. Auch hier ist es nicht einfach, Vertrauen zu erwerben. Vertrauen kann auch schnell wieder verloren gehen.

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Vertrauen in der Politik ist wechselseitig. Der Bürger soll in die Politik vertrauen, der Staat soll allerdings auch seinen Bürgern vertrauen. Weil kriminelle Handlungen nicht nur mit Bargeld, sondern auch mit unbaren Zahlungsmitteln erfolgen können, sollte nicht jeder Bürger unter Generalverdacht gestellt werden. Der Staat sollte dabei von der Rechtstreue seiner Bürger ausgehen. Sollten allerdings kriminelle Aktivitäten erfolgen, so müssen diese Straftaten verfolgt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden.

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Die Neue Zürcher Zeitung hat vor diesem Hintergrund die Frage aufgeworfen, „ob bald auch Handys verboten werden?“ Denn auch diese erleichterten schließlich Verbrechern ihre Straftaten. Dieses hat meines Wissens aber noch niemand gefordert – aus gutem Grund.

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Bevor ich zu den Verwendungszwecken des Bargeldes komme, möchte ich Ihnen zunächst den Unterschied zwischen Bargeld und dem unbaren Zahlungsverkehr, beziehungsweise einem Guthaben auf einem Konto erklären:

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Bargeld ist Notenbankgeld. Es ist das einzige gesetzliche Zahlungsmittel und Güter und Dienstleistungen können damit direkt Zug um Zug bezahlt werden. Das heißt, eine Ware oder eine Dienstleistung kann sofort und unmittelbar erworben werden.

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Unbarer Zahlungsverkehr:
Das Guthaben eines Bürgers auf einem Konto begründet einen Zahlungsanspruch des Bürgers gegen sein Kreditinstitut. Dieser Zahlungsanspruch kann allerdings Einschränkungen unterworfen werden. Dies konnte zum Beispiel im Sommer vergangenen Jahres in Griechenland oder vor drei Jahren in Zypern beobachtet werden.

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Insofern gibt es auch rechtlich einen klaren Unterschied zwischen Bargeld und Kontoguthaben. Deshalb ist die Diskussion über das Bargeld auch keine virtuelle, sondern eine reale Diskussion, die alle Bundesbürger angeht und betrifft.

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Lassen Sie mich zunächst einige Anmerkungen zur Bundesbank, zum baren und unbaren Zahlungsverkehr machen, sowie über die wesentlichen Aufgaben des Bargeldes einige Punkte ansprechen

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1 Verwendungszwecke von Bargeld

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Ich möchte mit etwas Statistik beginnen:

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Zur Einführung des Euro als Bargeld zum 1. Januar 2002 waren 220 Milliarden Euro im Umlauf. Drei Jahre später, Ende 2004, waren es schon 500 Milliarden und Ende 2014 betrug der Umlauf an Euro-Banknoten fast 1.100 Milliarden Euro.

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Davon hat die Bundesbank etwa 550 Milliarden Euro emittiert. Umgerechnet auf die Bevölkerung Deutschlands entfallen damit mehr als 6.700 Euro auf jeden Bundesbürger. Doch ein Blick ins heimische Portemonnaie bzw.Sparschwein zeigt:
Diese Summe wird in den meisten Fällen dort nicht zu finden sein. Dies liegt daran, dass der Löwenanteil des von der Bundesbank emittierten Bargelds – circa 70 Prozent – ins Ausland abgeflossen ist, entweder im Rahmen des internationalen Sortenhandels, durch Bargeldmitnahmen ausländischer Arbeitnehmer oder schlicht durch den Tourismus.

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Nur 30 Prozent des gesamten Banknotenumlaufs werden in Deutschland verwendet; nach unseren Schätzungen zwei Drittel davon als Hortungsbestände. Hinsichtlich des Umfangs der Hortung bestehen naturgemäß große Unsicherheiten, da die Menschen ungern darüber Auskunft geben, wie viel Bargeld sie aufbewahren. Bei Befragungen lassen sich meist nur Untergrenzen für die Hortungsbestände ermitteln. Obwohl wir den exakten Prozentsatz bzw. die exakte Summe des gehorteten Bargelds nicht kennen, ist dennoch klar:
die Wertaufbewahrungsfunktion ist ein wichtiger Verwendungszweck für Bargeld. Für viele Menschen gilt der Grundsatz:
„Nur Bares ist Wahres“.
Dies gilt gerade in unsicheren Zeiten, in denen die Bevölkerung physisch greifbares Geld einer Notenbank halten möchte, statt Forderungen gegenüber einer Geschäftsbank zu haben. Zur Erinnerung: Während der Lehman-Krise im Oktober 2008 hat die Bargeldnachfrage in Deutschland deutlich zugenommen.

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Die inländische Transaktionskasse, die nur etwa 10 Prozent des emittierten Bargelds ausmacht, spielt für die deutsche Volkswirtschaft eine wichtige Rolle. Während gehortetes, verlorenes oder im Ausland befindliches Bargeld selten bis gar nicht mehr oder mit langer zeitlicher Verzögerung den Weg zurück zur Bundesbank findet, speist sich aus der wertmäßig geringen Transaktionskasse der gesamte deutsche Bargeldkreislauf.

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2 Bargeld in der internationalen Perspektive

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In einigen anderen Ländern werden unbare Zahlungsmittel wesentlich häufiger verwendet als in Deutschland. Während in Deutschland Bargeld für rund 80 Prozent aller Transaktionen am Verkaufsort verwendet wird, liegt der Bargeldanteil in Großbritannien, den Niederlanden sowie in den USA bei rund 50 Prozent. Auch in den skandinavischen Ländern nehmen bargeldlose Zahlungsinstrumente einen deutlich höheren Stellenwert ein als in Deutschland.
Obwohl die Nutzung bargeldloser Zahlungsmittel steigt, wächst die ausstehende Bargeldmenge in wichtigen Währungsräumen kontinuierlich. Dies betrifft nicht nur den Euro, dessen Umlauf in den vergangenen zehn Jahren von 500 Milliarden Euro auf über 1.100 Milliarden Euro gewachsen ist. Ebenso hat sich der Wert der auf britische Pfund lautenden Banknoten in den vergangenen 20 Jahren verdreifacht und liegt heute bei 60 Milliarden Pfund. Der US-Dollar-Umlauf hat sich in diesen 20 Jahren mehr als verdreifacht und liegt nun bei über 1.300 Milliarden Dollar.

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Im Eurosystem entfallen wertmäßig etwa 50 Prozent auf die Stückelung 100, 200 und 500 Euro. Im Dollar Raum entfällt fast 80 Prozent auf die 100 Dollar-Banknote.

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Für das Wachstum des Banknotenumlaufs, auch auf internationaler Ebene, ist vor allem die Funktion des Bargeldes als Wertaufbewahrungsmittel verantwortlich. Basierend auf dieser starken Nachfrage wird das Bargeld zukünftig eine wichtige Rolle als Wertaufbewahrungsmittel einnehmen.

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Der Deutschen Bundesbank ist vom Gesetzgeber der Sorgeauftrag für den baren und unbaren Zahlungsverkehr zugewiesen worden. Diesen Auftrag nehmen wir wahr.
Das von der Bundesbank ausgegebene Geld ist nicht durch Helikopter über die Bevölkerung verteilt worden, sondern die Nachfrage der Bürger und Unternehmen hat  dazu geführt, dass die Bargeldmenge jährlich um etwa 6 Prozent wächst und zwischenzeitlich 1.100 Milliarden Euro an Banknoten ausgegeben wurden.

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Die Bundesbank vertritt in diesem Zusammenhang die Position, dass die Verbraucher und Unternehmen entscheiden sollen, in welchem Umfang sie Bargeld verwenden.
Sie beeinflusst deshalb das Zahlungsverhalten der Verbraucher nicht und spricht keine Empfehlung für die Verwendung bestimmter Zahlungsmittel aus.
Die bisherige, wie auch die zukünftige Rolle des Bargeldes, werden einzig und allein durch die Entwicklung der Bargeldnachfrage bestimmt.

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3 Internet und Smartphone verändern den Zahlungsverkehr

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Obwohl das Bargeld in Deutschland eine herausgehobene Stellung hat, gibt es bedeutende Entwicklungen, die das Zahlungsverhalten der Menschen beeinflussen. Insbesondere das Internet und das Smartphone sorgen für Innovationen im Zahlungsverkehr. Bis vor wenigen Jahren beschränkte sich die Auswahl an Zahlungsinstrumenten an der Ladenkasse auf Bargeld, girocard und Kreditkarte. In den vergangenen Jahren haben sich im Zuge der Digitalisierung jedoch neue technologische Möglichkeiten eröffnet und neue Anforderungen an Zahlungsinstrumente herausgebildet. Vor allem das Internet ist dabei ein wichtiger Treiber für sich ändernde Gewohnheiten und Ansprüche der Verbraucher gewesen.

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Heutzutage ist es selbstverständlich, Waren und Dienstleistungen online von fast jedem Ort auf der Welt 24 Stunden am Tag erwerben zu können. Sieben von zehn Verbrauchern in Deutschland im Alter zwischen 14 und 69 Jahren kaufen inzwischen auch im Internet ein. Rund ein Zehntel des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland erfolgt bereits im E-Commerce.[1]Änderungen im Einkaufsverhalten wirken sich automatisch auf das Zahlungsverhalten aus, da die Barzahlung für Internetbestellungen nicht sonderlich geeignet ist.
Allerdings können auch Internetbestellungen bar abgewickelt werden – ganz klassisch per Nachnahme.

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Das Smartphone verändert die Kommunikation, die Konsummuster und in der Folge auch die Bezahlgewohnheiten. Viele Nutzer schauen täglich mehrere dutzend Mal auf ihr Smartphone. Doch wenn schon die Menschen ihr Handy so gut wie nie mehr aus den Augen lassen, liegt natürlich der Gedanke nahe, das Smartphone auch als digitale Geldbörse zum Bezahlen zu nutzen.

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In Deutschland sieht die Realität jedoch derzeit größtenteils noch anders aus:
Zwar werden mobile und kontaktlose Zahlverfahren, beispielsweise auch mit der ganz normalen Kreditkarte und girocard, immer bekannter, allerdings werden sie noch selten genutzt.
Dies hat unsere Studie zum Zahlungsverhalten gezeigt, denn bisher wurden nur wenige Transaktionen von den Befragten mit kontaktlosen Zahlungskarten oder dem Smartphone durchgeführt. Dennoch ist insbesondere die junge Bevölkerung offen für mobile und kontaktlose Bezahlverfahren. Die derzeit noch geringe Nutzung hat verschiedene Ursachen. Zum einen akzeptieren zwar immer mehr Einzelhändler kontaktlose Zahlungen, flächendeckend ist kontaktloses Bezahlen aber noch nicht möglich.
Andererseits sehen viele Menschen keinen Bedarf oder haben subjektive Sicherheitsbedenken gegenüber den neuen Bezahlverfahren. Zudem schätzen viele Menschen Bargeld gerade deshalb, weil es ihnen hilft, ihre Ausgaben besser kontrollieren können.

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Bis es soweit ist, dass Verbraucher eher das Smartphone als die Banknote und die Münze zum Bezahlen an der Ladenkasse nutzen, wird noch einige Zeit vergehen. Unsere Studie zum Zahlungsverhalten hat gezeigt: Die Verbraucher in Deutschland sind eher zurückhaltend, wenn es um neue Zahlungsinstrumente geht.
Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, bei den ihnen vertrauten Zahlungsmitteln bleiben zu wollen.

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Anbieter von neuen Zahlungsinstrumenten stehen also vor großen Herausforderungen. Es reicht nicht aus, ein neues modernes Zahlungsinstrument zu entwickeln und es auf den Markt zu bringen. Ein Anbieter muss sowohl die Händler überzeugen, das neue Instrument in sein Portefeuille von akzeptierten Zahlungsinstrumenten aufzunehmen, als auch die Konsumenten, das neue Instrument zu nutzen. Sie sehen sich hier mit dem klassischen Henne-Ei-Problem konfrontiert. Dies dürfte einer der Gründe sein, wieso große Technologie- und Internetkonzerne verstärkt versuchen, im Zahlungsverkehr Fuß zu fassen, denn oftmals verfügen sie bereits über eine breite Basis an Nutzern.

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Für Verbraucher muss ein neues Instrument einen zusätzlichen Nutzen gegenüber bestehenden Zahlungsinstrumenten oder dem Bargeld bieten. Gerade in einem hoch entwickelten und effizienten Zahlungsverkehrsmarkt wie Deutschland ist dies eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Neue Zahlungsmethoden müssen intuitiv zu bedienen, überall einsetzbar sowie preislich wettbewerbsfähig sein. Sie müssen zudem sicher sein und dem Kunden ein subjektives Sicherheitsgefühl vermitteln.

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Sie sehen also, Verbraucher können aus einem immer größer werdenden Angebot von Zahlungsinstrumenten wählen:
So kann man zu Banknoten und Münzen greifen, weil man den Kauf der Weihnachtsgeschenke vor dem Ehepartner verbergen will. Und auch das Taschengeld für die Kinder wird bar oder per Dauerauftrag ausgezahlt. Die Kreditkarte wird genutzt, um in einem Hotel einzuchecken und zu bezahlen. Und abends wird noch mit dem Smartphone per Internetbezahlverfahren der Online-Einkauf beglichen.

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Jeder hat also eine Fülle an Alternativen, um seinen Bedürfnissen und der Einkaufssituation entsprechend sein persönlich favorisiertes Zahlungsinstrument zu wählen. Und nur, wenn uns Banknoten und Münzen erhalten bleiben, haben die Bürgerinnen und Bürger eine echte Wahlmöglichkeit.

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4 Einschränkung des freien Bargeldverkehrs

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Trotz der wichtigen Rolle von Bargeld im Zahlungsverkehr ist das Bargeld derzeit von vielen Seiten unter Beschuss. Von der Abschaffung der 500 Euro-Banknote über Barzahlungsobergrenzen bis hin zur Abschaffung des gesamten Bargelds reichen die Vorschläge.
Begründet werden die Forderungen unter anderem damit, dass es in der gegenwärtigen geldpolitischen Lage nur in einer Welt ohne Bargeld möglich sei, die Zinsen deutlich unter Null zu senken. Auch würde man beispielsweise im Supermarkt Zeit sparen, wenn Kunden an der Kasse nicht mehr nach Cent-Münzen kramen. Und schließlich argumentieren die Bargeldgegner, durch die genannten Maßnahmen Schwarzarbeit, Geldwäsche, Steuerhinterziehung sowie Drogen- und sonstige Kriminalität und Terrorismus zurückdrängen zu können.

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Wenn man sich auf eine inhaltliche Diskussion über die angeblichen Nachteile des Bargelds einlässt, findet sich wenig Stichhaltiges.
Das Argument der Bekämpfung von Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder Kriminalität greift nicht.
Einerseits könnten die handelnden Personen auf Fremdwährungen zurückgreifen – sofern das Bargeld nicht weltweit abgeschafft wird – oder alternative Tauschmittel nutzen.
Andererseits muss es sich bei Schwarzgeld nicht zwangsläufig um Bargeld handeln.
Der französische Ökonom Gabriel Zucman schätzt, dass weltweit 5,8 Billionen Euro an privatem Vermögen nicht deklariert sind – man denke an die aktuelle Diskussion über Briefkastenfirmen aus Panama – und sich auf Konten in den verschiedensten Steuerparadiesen befinden.

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Auch das Argument, Bargeld erschwere den Zahlungsverkehr, weil an der Ladenkasse nach Kleingeld gekramt werde, kann entkräftet werden.
Gemäß der ersten Zahlungsverhaltensstudie der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2008 sehen fast 90 Prozent der Bevölkerung Bargeld als schnelles und bequemes Zahlungsmittel an. Sicherlich können Barzahlungen im Einzelfall länger dauern. Gleiches gilt aber auch für Kartenzahlungen, etwa wenn die PIN falsch eingegeben wird, Verbindungsprobleme bestehen oder das Terminal die Karte nicht akzeptiert.

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Und schließlich muss man auch nicht auf Banknoten und Münzen verzichten, damit die Geldpolitik wirkt.
Das derzeitige Niedrigzinsniveau ist ein Symptom, das auf tieferliegende Ursachen – im Kern eine Wachstumsschwäche – zurückzuführen ist. Diese Wachstumsschwäche gilt es zu überwinden. Eine Bargeldabschaffung geht an dieser Problemstellung vorbei.

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Die Argumente, die gegen Bargeld und Barzahlungen vorgebracht werden, sind wenig überzeugend. Doch was spricht ganz konkret dafür, weiterhin mit Banknoten und Münzen bezahlen zu wollen?
Eine ganze Menge – und diese Gründe werden oftmals vernachlässigt.

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Zum einen schützen Barzahlungen die Privatsphäre der Bevölkerung. Dass davon auch weniger rechtschaffene Personen profitieren, ist kein Grund, die ehrlichen Bürgerinnen und Bürger immer gläserner werden zu lassen.
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Achtung des Privatlebens ist ein hohes Gut, welches nicht aufgeweicht oder preisgegeben werden sollte. „Bargeld ist geprägte Freiheit“ – dieses abgewandelte Dostojewski-Zitat hat nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt.

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Weiterhin ermöglichen Barzahlungen eine gute Kontrolle der Ausgaben – darauf greifen viele Haushalte gerne zurück, gerade die weniger wohlhabenden.
Bargeld kann außerdem ohne technische Infrastruktur eingesetzt werden und dient daher als beliebtes Zahlungsmittel zwischen Privatpersonen sowie als Ausfalllösung für den unbaren Zahlungsverkehr.
Und schließlich wird besonders in Not- und Krisenzeiten Bargeld stark nachgefragt – sei es als Zahlungsmittel, wenn z.B. die technische Infrastruktur im Fall von Naturkatastrophen zerstört ist, oder auch als Wertaufbewahrungsmittel. Gerade dafür eignet sich die 500 Euro-Banknote in besonderem Maße, wie wir an der stark gestiegenen Nachfrage im Zuge der Lehman-Krise im Jahr 2008 sehen konnten.

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Es gibt viele gute Gründe, weiterhin Bargeld zu verwenden. Dennoch sind die Bestrebungen, Barzahlungsobergrenzen einzuführen oder die 500 Euro-Banknote abzuschaffen, recht konkret geworden.
Aber die Frage ist doch:
Wie wirksam sind diese Maßnahmen?

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Schneider von der Universität Linz, der intensiv den Bereich der Schattenwirtschaft analysiert, äußerte sich skeptisch.
Das Verbot großer Banknotenstückelungen oder hoher Bartransaktionen habe allenfalls minimale Effekte auf Schwarzarbeit oder Kriminalität. Dies sei eine Scheinlösung.

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Was in diesem Zusammenhang bislang fehlt, ist eine wissenschaftliche, fundierte Evaluierung der Maßnahmen, die in anderen Ländern bereits umgesetzt wurden. Ob die mit der Einführung einer Barzahlungsobergrenze anvisierten Ziele erreicht werden, ist daher völlig unklar. So könnten Kriminelle zum Beispiel auf Alternativen wie die Cyber-Währung Bitcoin ausweichen oder sie verwenden hohe Banknotendenominationen anderer Länder.

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Der EZB-Rat hat in der Frage der Abschaffung der 500 Euro-Banknote bis jetzt noch keine Entscheidung getroffen.
Die damit verbundenen Konsequenzen werden zurzeit fachlich untersucht. Sollte es eine Mehrheit im EZB-Rat für die Abschaffung der 500 Euro-Banknoten geben, so müssten Banknote anderer Nominale mit zusätzlichen Kosten beschafft werden.

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5 Fazit

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Hat Bargeld vor diesem Hintergrund also noch eine Zukunft?
Ich bin mir dessen sicher. Falls es wirklich zu Obergrenzen oder zur Abschaffung der 500 Euro-Banknote kommen sollte, muss festgehalten werden:
Bargeld wird für die tagtäglichen Einkäufe immer noch viel und gerne genutzt, auch wenn die Alternativen dazu zahlreicher werden. Bargeld ist ein beliebtes Wertaufbewahrungsmittel, gerade in unsicheren Zeiten. Bargeld hat einige Eigenschaften, die den Menschen wichtig sind: es ist einfach, schnell und bequem nutzbar; es bietet Privatsphäre; es ist ohne technische Hilfsmittel nutzbar, was z.B. auch Kindern den Zugang zum Wirtschaftsleben ermöglicht. Mit Bargeld kann außerdem direkt Zug um Zug bezahlt werden, das heißt weder der Verkäufer, noch der Käufer einer Ware muss in Vorleistung treten.

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Aus diesen vielen Gründen ist der Euro als Bargeld in der Bevölkerung fest etabliert und steht für das Vertrauen in die gemeinsame Währung.

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Die Bundesbank hat einen Sorgeauftrag für den baren und unbaren Zahlungsverkehr und die Zahlungssysteme. In der Wahrnehmung dieser Verantwortung beobachtet sie die um die zukünftige Rolle des Bargeldes geführte Diskussion und bewertet die vorgebrachten Argumente neutral und nach gesamtwirtschaftlichen Kriterien.
Fatal wäre es, wenn die aktuelle Diskussion über die Abschaffung der 500 Euro-Banknote oder über Bargeldobergrenzen den Eindruck in der Bevölkerung erwecken würde, ihr würde nach und nach das Bargeld entzogen. Man muss sich hierbei vor Augen halten:
Die Freiheit stirbt häufig scheibchenweise.

Fußnote
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  1. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/201859/umfrage/anteil-des-e-commerce-am-einzelhandelsumsatz/

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Quelle:
Deutsche Bundesbank | Zentrale | Kommunikation
Wilhelm-Epstein-Straße 14 | 60431 Frankfurt am Main
http://www.bundesbank.de | E-Mail: presse@bundesbank.de
Tel: 069 9566-3511 | Fax: 069 9566-3077
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Bei publizistischer Verwertung wird um Angabe der Quelle gebeten.


Jens Weidmann leitet künftig BIZ-Verwaltungsrat

Jens Weidmann leitet künftig BIZ-Verwaltungsrat
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Neue Aufgaben für den Chef der Deutschen Bundesbank: Jens Weidmann ist zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ernannt worden. Seinen Dienst tritt er im November an.
[…]
WiWo
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Zinsparitäten-Theorie (reloaded)

Zinsparitäten-Theorie
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(stark vereinfachte Beschreibung)
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Die Zinsparitätentheorie ist ein auf John Maynard Keynes zurückgehendes weit verbreitetes volkswirtschaftliches Modell.
Sie liefert erstens einen Erklärungsansatz für Anlegerverhalten: Anleger investieren dort, wo die höchste Rendite erwirtschaftet werden kann.
Darauf aufbauend ist die Zinsparitätentheorie zweitens ein in der Außenwirtschaft genutztes kurzfristiges Erklärungsmodell für Wechselkurs-Bewegungen.
Sie erklärt Wechselkursbewegungen ausschließlich mit dem Renditeinteresse von Kapitalanlegern. Es lassen sich die gedeckte und die ungedeckte Form der Zinsparität unterscheiden.
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Inhaltsverzeichnis
 
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Quelle:
Wikipedia (deutsch)Wikipedia (english)
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korrespondierende Beiträge
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Deutsche Bundesbank – Monatsbericht Juli 2005
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Wechselkurs und Zinsdifferenz:
jüngere Entwicklungen seit Einführung des Euro
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Auszug:
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„Der Wechselkurs des Euro ist seit Beginn der Währungsunion erheblichen Schwankungen unterworfen.
Insbesondere gegenüber dem US-Dollar hat er sich nach einer Schwächephase in den Jahren 1999 und 2000 in der Folge krftig erholt. Er erreichte Ende 2004 einen Höchststand von 1,36 US-$.
Seither hat er allerdings an Wert verloren; er notierte zuletzt etwas über dem Niveau des Kurses zu Beginn der Währungsunion 1999.
Das Auf und Ab des Wechselkurses ging einher mit wechselnden Zinsdifferenzen zwischen Euro- und US-Dollar-Anlagen.
Diese werden in Analysen häufig als wichtige Bestimmungsfaktoren für die Wechselkursentwicklung genannt.
Der folgende Bericht untersucht die theoretischen und empirischen Zusammenhänge zwischen Wechselkurs und Zinsdifferenz. Er geht sowohl auf die gedeckte als auch auf die ungedeckte Zinsparität ein und diskutiert verschiedene Hypothesen, die Abweichungen von der ungedeckten Zinsparität erklären sollen.
Zu Grunde gelegt wird dabei der Zeitraum seit Einführung des Euro.
Ferner behandelt der Bericht die Bedeutung von so genannten Currency Carry Trades für die Wechselkursentwicklung.“
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Quelle:
Deutsche Bundesbank – Monatsbericht Juli 2005
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Jahrbuch für Wirtschaftswissenschaften, 52, 2001, 1-24
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Aufsatz von Prof. Dr. Heinz-Peter Spahn (Lehrstuhl Wirtschaftspolitik Universität Hohenheim)
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ZINSPARITÄT, WECHSELKURS UND GELDPOLITIK
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Auszug:
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„Einleitung
Der Abwertungsprozeß des Euros seit Januar 1999 erscheint bemerkenswert, weil er sich vor dem Hintergrund relativer Geldwertstabilität vollzog, die in der vorangegangenen Währungsgeschichte der D-Mark meist eine Aufwertung in Gang setzte.
Dies deutet darauf hin, daß zwischen Anlagewährungen möglicherweise andere Gesetze gelten als für eine noch vergleichsweise stark von Leistungsbilanztransaktionen geprägte Währung.
Daß relativ niedrige Inflationsraten offenbar keine Versicherung gegen eine externe Währungsschwäche bieten, ist nur ein neuerlicher Beleg für den Befund, daß der Wechselkurs über lange Zeit von der Kaufkraftparität abweichen kann.
Abgesehen von sehr langen Fristen gibt es gegenwärtig keine allgemein akzeptierte Wechselkurstheorie, die eine empirisch bessere Kurserklärung bzw. -prognose als der Random-Walk-Ansatz liefert, wonach der Kurs einem zufälligen Irrweg folgt. Dieser Stand der Debatte ist zum einen unbefriedigend, weil damit länger anhaltende Kursveränderungen in eine Richtung bzw. „lange Wellen“ unerklärt bleiben. Zum anderen wirft das Devisenmarktgeschehen gerade vor dem Hintergrund der Dominanz von Kapitalbewegungen Rätsel auf, weil empirische Relationen zwischen Kursen, Zinsen und anderen Variablen der Theorie der Zinsparität als der zentralen Gleichgewichtsbedingungen des Vermögensmarktes zu widersprechen scheinen.
Daraus ergibt sich das Programm des folgenden Aufsatzes:
Zunächst wird darauf hingewiesen, daß die Kaufkraftparität wegen der Anpassung der Preise an die Kurse und der quantitativen Dominanz von Kapitalbewegungen auch langfristig keinen eindeutigen Anker für die Wechselkurserwartungen bieten kann (Abschnitt 2).
Sodann wird anhand des theoretischen Modells der Zinsparitätskurve die stilisierte Marktreaktion bei ausländischen Zinsschocks demonstriert (Abschnitt 3).
Die negativen Ergebnisse empirischer Tests der Zinsparitätstheorie belegen nicht notwendigerweise eine Ineffizienz des Devisenmarktes (Abschnitt 4).

Anschließend wird untersucht, ob und wie sich das vorherrschende Bild der Wechselkursentwicklung als Random Walk mit der Zinsparitätstheorie vereinbaren läßt.
In Weiterführung von Streißlers Modell stochastischer Zinsschocks bei unvollkommener Information (Abschnitt 5) wird ein Prozeß sequentieller Vermögensallokation skizziert, bei dem der Wechselkurs durch die fortlaufende Evaluation der endlosen Reihe künftiger Zinsdifferenzen bestimmt wird; die verbreitete Ansicht von Praktikern und Marktbeobachtern, wonach die relative Stärke einer Währung von den jeweiligen Wachstumsaussichten abhängt, wird so zumindest mit dem Grundgedanken einer finanzmarktorientierten Wechselkurstheorie vereinbar (Abschnitt 6).

Ein Blick auf die Konsequenzen für die Geldpolitik schließt die Arbeit ab (Abschnitt 7).“
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Quelle:
Publikationen Prof. Spahn – Universität Hohenheim
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Deutsche Bundesbank – Monatsbericht Juli 1997
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Die Bedeutung internationaler Einflüsse für die Zinsentwicklung am Kapitalmarkt
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Auszug:
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„Die Kapitalmarktzinsen spielen in Deutschland eine wichtige Rolle im gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsprozess und bei der Transmission geldpolitischer Impulse.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie stark der Auslandseinfluss auf den deutschen Kapitalmarktzins ist und ob er sich in den letzten Jahren merklich verändert hat.
Die empirische Analyse beschränkt sich auf den Zinszusammenhang mit den Vereinigten Staaten als weltweit größtem Kapitalmarkt.
Im ergebnis läßt sich festhalten, dass der Zinsverbund mit den Vereinigten Staaten Anfang der achtziger Jahre deutlich enger geworden ist. Längerfristig wird die heimische Zinsentwicklung und damit auch der deutsche Kapitalmarktzins weiterhin von inländischen Faktoren bestimmt, auf kürzere Sicht folgt der deutsche Zinstrend dagegen in der Regel dem US-Markt.
Die Notenbank muss in diesem Umfeld versuchen, vom Ausland ausgehende Störeinflüsse möglichst von vornherein durch eine konsequente Stabilitätsorientierung zu begrenzen.
Dies ist um so wichtiger, als die Anfälligkeit des heimischen Marktes für solche Störungen mit seiner seit Anfang der neunziger Jahre sprunghaft gestiegenen Auslandsverflechtung eher zugenommen hat.“
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Quelle:
Deutsche Bundesbank – Monatsbericht Juli 1997, S. 23-40
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Bargeldverbote ? – Die Zukunft des Bezahlens

Bargeldverbote ? – Die Zukunft des Bezahlens
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Seit vielen Jahrzehnten führt die Deutsche Bundesbank den sog. Vertrauens-Index bei der deutschen Bevölkerung mit deutlichem Abstand zu den Nächstplazierten an.
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Beim Tegernseer Dialog lieferte BuBa-Vorstandsmitglied Karl-Ludwig Thiele mit seinem Vortrag ‚Die Zukunft des Bezahlens‚ gleich noch einen Grund mehr, um diesen Vertrauen-Status zu bewahren.:
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„Sehr geehrter Herr Dr. Schlebusch,
sehr geehrter Herr Herr Wintergerst,
sehr geehrter Herr Bloching,
sehr geehrter Herr Dr. Schürenkrämer,
meine sehr geehrte Damen und Herren,
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ich bedanke mich für die Einladung in eine der schönsten Gegenden Bayerns zum Tegernseer Dialog und freue mich, heute Abend zu Ihnen sprechen zu können.
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Die Zukunft des Bezahlens: Sieht sie so aus, dass wir bald nur noch unbar zahlen, weil das Bargeld abgeschafft wird? Vor dem Hintergrund der negativen Verzinsung und der damit verbundenen Hoffnung auf stärkere Konjunkturimpulse hat der amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff genau dies gefordert. Damit Privatpersonen die negativen Zinsen nicht umgehen könnten und eine mit negativen Zinsen operierende Geldpolitik auch funktioniert, solle das Bargeld weichen.
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Bei den privaten Haushalten sind negative Einlagezinsen jedoch in aller Regel noch nicht angekommen. Daher sind Portfolioumschichtungen in Bargeld auch nicht in großem Stile zu beobachten. Sollten die Banken die Negativzinsen allerdings doch noch auf die Privatkunden abwälzen, könnten diese mit einer verstärkten Bargeldhaltung reagieren. Restriktionen für die Bargeldhaltung, wie sie vor diesem Hintergrund vereinzelt diskutiert werden, lehnt die Bundesbank aber ebenso ab wie die Forderung nach einer Abschaffung von Banknoten und Münzen.
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Der Grund dafür ist einfach: Wir sind der Meinung, dass es einen Mix aus verschiedenen Zahlungsinstrumenten geben sollte und staatliche Stellen nicht das Recht haben, den Bürgerinnen und Bürgern vorzuschreiben, wie sie bezahlen sollen. Alle Zahlungsinstrumente, ob bar oder unbar, haben Vor- und Nachteile. Sie stiften Nutzen und verursachen Kosten. Und jede Person bewertet die Vor- und Nachteile, den Nutzen und die Kosten anders. In unserer repräsentativen Studie zum „Zahlungsverhalten in Deutschland 2014“ haben wir herausgefunden, dass allen Befragten beim Bezahlen die gleichen Kriterien sehr wichtig sind, nämlich Einfachheit, Sicherheit und Schnelligkeit. Für einige Verbraucherinnen und Verbraucher erfüllt Bargeld diese Kriterien am besten. Andere sehen die Kriterien am besten durch bargeldlose Zahlungsinstrumente erfüllt. Jeder Einzelne wählt dasjenige Instrument, das die Anforderungen in seinen Augen am besten erfüllt. Eine Abschaffung von Bargeld würde die Konsumentensouveränität verletzen, also die freie Wahl der Bürgerinnen und Bürger über ihre Zahlungsinstrumente. Diese Forderung ist daher schon aus ordnungspolitischen Gründen abzulehnen. Schon Dostojewski sagte 1861: „Geld bedeutet doch geprägte Freiheit“.
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Letztlich sprechen die Zahlen auch für sich: Der Wert der vom Eurosystem emittierten Banknoten übersteigt seit Dezember 2014 den Wert von einer Billion Euro. Auch was das Bezahlverhalten am Point-of-Sale betrifft, hat Bargeld in Deutschland nach wie vor die Nase vorn, wie unsere Studie zum Zahlungsverhalten ergeben hat. Bargeld wird immer noch für fast 80 Prozent aller Transaktionen genutzt, allerdings gegenüber der vergangenen Studie aus dem Jahr 2011 mit leicht gesunkener Tendenz. Der wertmäßige Bargeldanteil ist konstant geblieben und beläuft sich mit 53 Prozent auf mehr als die Hälfte der verausgabten Beträge. Auch der Bargeldbestand im Portmonee liegt im Vergleich beider Erhebungen unverändert bei 103 Euro. Diese geringe Dynamik mag auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen, sie zeigt jedoch relativ stabile Vorlieben der Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit Zahlungsinstrumenten.
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Doch auch wenn die Bevölkerung hierzulande nur wenig Bereitschaft zu Experimenten zeigt: In kleinen Schritten vollziehen sich durchaus Veränderungen im Zahlungsverhalten. Mittlerweile besitzt fast jeder Erwachsene eine girocard – auch noch als EC-Karte bekannt –, mit der inzwischen annähernd 30 Prozent der Umsätze am Point-of-Sale bezahlt werden; 2011 waren es noch rund 28 Prozent. Die girocard hat das Bargeld für Zahlungen zwischen 50 und 100 Euro als beliebtestes Zahlungsinstrument abgelöst.
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Auch Internetbezahlverfahren wie PayPal werden immer häufiger genutzt, da die Verbraucherinnen und Verbraucher Waren und Dienstleistungen vermehrt online einkaufen. Gemäß unserer Studie zum Zahlungsverhalten haben mittlerweile schon fast zwei Drittel der Befragten im Internet eingekauft. Rund ein Zehntel des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland wird bereits im E-Commerce abgewickelt. Auf diese Weise schlagen Änderungen im Einkaufsverhalten automatisch auf das Zahlungsverhalten durch, da die Barzahlung von Internetbestellungen ein Nischendasein führt. Auch mobile und kontaktlose Zahlverfahren werden immer bekannter, allerdings noch selten genutzt. Insbesondere die junge Bevölkerung ist offen für mobile und kontaktlose Bezahlverfahren. Das Smartphone ist für junge Leute ein selbstverständlicher Begleiter. Da liegt der Gedanke nahe, auch mit dem Smartphone zu bezahlen. Es mangelt jedoch noch an flächendeckenden Einsatzmöglichkeiten. So sind beispielsweise erst rund zehn Prozent der Terminals im deutschen Einzelhandel in der Lage, kontaktlose Zahlungen mit der Karte oder dem Smartphone zu akzeptieren. Viele Menschen sehen zudem keinen Bedarf oder haben subjektive Sicherheitsbedenken gegenüber ihnen noch nicht vertrauten neuartigen Bezahlverfahren.
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Gerade die wahrgenommene Sicherheit ist ein wesentliches Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen bestimmte Zahlungsinstrumente. Das hat schon unsere erste Studie zum Zahlungsverhalten ergeben. Falschgeld, Skimming, Phishing und Kreditkartenbetrug sind nur einige der Schlagworte, die im Zusammenhang mit der Sicherheit von Bezahlvorgängen für die Menschen relevant sind.
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Was das Falschgeld betrifft, bietet die Bundesbank beispielsweise unentgeltlich Schulungen, Informationsmaterialien und Lernprogramme mit dem Ziel der Falschgeldprävention an. Auch die starke Einbindung der Bundesbank in den Bargeldkreislauf sowie die Inverkehrgabe neuer Banknotenserien dienen unter anderem diesem Ziel. Bei der Einführung der neuen 5- und 10-Euro-Banknoten haben wir im Übrigen die Erfahrung gemacht, dass die alten Banknoten, die im Bargeldkreislauf zirkulieren, schnell durch die neuen Banknoten ersetzt wurden. Nicht mal drei Monate nach Erstausgabe wurden bereits mehr neue als alte Scheine bei der Bundesbank eingezahlt. Gleichwohl ist hinsichtlich des Falschgelds festzuhalten, dass die Schadenssumme – die in Deutschland im Jahr 2014 bei 3,3 Mio. Euro lag – nur einen Bruchteil der Schäden ausmacht, die durch Kartenbetrug entstehen.
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Auch im bargeldlosen Zahlungsverkehr ist die Bundesbank in die Entwicklung harmonisierter europäischer Mindeststandards zur Erhöhung der Sicherheit eingebunden, beispielsweise im Forum on the Security of Retail Payments. Das Forum hat unter anderem Sicherheitsempfehlungen für Internetzahlungen erarbeitet. Insgesamt dürfte die Arbeit des Forums zu einem höheren Maß an Sicherheit im Massenzahlungsverkehr beitragen.
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Neben den Einsatzmöglichkeiten und der Sicherheit spielen natürlich auch die Kosten eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr. Denn Zahlungsverkehr gibt es nicht zum Nulltarif. Doch was für eine Partei einen Aufwand darstellt, ist für eine andere Partei ein Ertrag. Daher divergieren auch immer die Interessen der verschiedenen am Zahlungsverkehr Beteiligten. Letztlich müssen die Endverbraucher die Kosten des Zahlungsverkehrs tragen, da die übrigen Akteure diese in ihrer Preiskalkulation berücksichtigen und weitergeben. Ob nun Scheine und Münzen oder bargeldlose Zahlungsinstrumente aus gesamtwirtschaftlicher Sicht günstiger sind, lässt sich nur äußerst schwer quantifizieren. Die Forschung ist hier bislang zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Sicher ist lediglich, dass die Bereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher, für Zahlungsdienste zu zahlen, äußerst gering ist. Mit Blick auf neue Angebote im Zahlungsverkehr müssen diese für die Nutzer also entweder sehr kostengünstig sein oder einen besonderen Nutzengewinn gegenüber bestehenden Angeboten erbringen, um auch verwendet zu werden. Aus Sicht des Handels gehört im Übrigen gerade das oft als teuer beschriebene Bargeld zu den preiswerteren Zahlungsinstrumenten.
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Bargeld ist aber nicht nur unter Kostengesichtspunkten positiv zu bewerten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher schätzen am Bargeld auch die Möglichkeit zur Ausgabenkontrolle, das einfache Handling oder den Schutz der Privatsphäre. Daher wird Bargeld auch zukünftig eine wichtige Rolle im Zahlungsmittelportfolio spielen.
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Gleichwohl gehen wir mittelfristig davon aus, dass der Barzahlungsanteil am Point-of-Sale unter die 50-Prozent-Marke rutschen wird, da unbare Zahlungsinstrumente langsam, aber kontinuierlich an Boden gewinnen. Das betrifft nicht nur die mobilen und kontaktlosen Verfahren sowie Internetzahlverfahren. Auch die ganz normalen Debitkartenzahlungen nehmen zu.
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Wie sieht also die Zukunft des Bezahlens aus? Meiner Meinung nach bunt und vielfältig. Früher konnte man fast nur bar zahlen, heutzutage gibt es zusätzlich noch eine Fülle an Karten – bis hin zu vorausbezahlten oder kontaktlosen Karten. Außerdem bieten Smartphone- oder E-Mail-basierte Verfahren neue Zugangswege zu altbekannten Bezahlverfahren. Jeder sollte bezahlen können, wie er will. Die Bundesbank ist in dieser Frage neutral und macht den Bürgerinnen und Bürgern keine Vorschriften.
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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“
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Deutsche Bundesbank | Zentrale | Kommunikation
Wilhelm-Epstein-Straße 14 | 60431 Frankfurt am Main
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Tel: 069 9566-3511 | Fax: 069 9566-3077
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korrespondierende Beiträge
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Infografik: Internetbezahlverfahren bleiben Nische | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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01.01.2010
Gesetz über die Deutsche Bundesbank
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Auszug:
Vierter Abschnitt
Währungspolitische Befugnisse
§ 14 Notenausgabe
(1) Die Deutsche Bundesbank hat unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union das ausschließliche Recht, Banknoten im Geltungsbereich dieses Gesetzes auszugeben. Auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Die Deutsche Bundesbank hat die Stückelung und die Unterscheidungsmerkmale der von ihr ausgegebenen Noten öffentlich bekanntzumachen.
(2) Die Deutsche Bundesbank kann unbeschadet des Artikels 128 Absatz 1 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union Noten zur Einziehung aufrufen. Aufgerufene Noten werden nach Ablauf der beim Aufruf bestimmten Umtauschfrist ungültig.
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15.06.2015
Weidmann verteidigt das Bargeld
In einer Welt ohne Bargeld könne Geldpolitik besser wirken, sagen Kritiker. Der Bundesbank-Präsident widerspricht. Er hält nichts davon, das Bargeld abzuschaffen.
[…]
FAZ
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07.05.2015
Wird das Bargeld abgeschafft?
Gedanken und Einschätzungen von Roland Tichy
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Veranstaltungshinweis
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Bargeld in der digitalen Gesellschaft – Anachronismus oder gedruckte Freiheit?
Eine Veranstaltung im Rahmen von #watch22 / AUSSTELLUNG / DATENSCHUTZ / KUNST / KULTUR
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Donnerstag, 21. Mai 2015, 18.00 Uhr
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Veranstaltungsort
Bonifaziusturm A (22. Stock)
Rhabanusstraße 3
55118 Mainz
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Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
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Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Hintere Bleiche 34
55116 Mainz
Telefon: 06131/208-2449
poststelle@datenschutz.rlp.de
http://www.datenschutz.rlp.de
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Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
Seppel-Glückert-Passage 10
55116 Mainz
Telefon: 06131/2848-0
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Weitere Informationen finden Sie auch unter
http://www.watch22.de
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Anmeldung
Um eine Anmeldung unter http://s.rlp.de/bargeld wird gebeten.

Die deutsche Zahlungsbilanz im Februar 2015

Die deutsche Zahlungsbilanz im Februar 2015
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Leistungsbilanzüberschuss wenig gestiegen
Die deutsche Leistungsbilanz wies im Februar 2015 einen Überschuss von 16,6 Mrd. Euro auf. Das Ergebnis lag um 0,8 Mrd. Euro über dem Niveau des Vormonats. Dahinter stand eine merkliche Ausweitung des Aktivsaldos im Warenhandel, die jedoch zu einem großen Teil durch die Verschlechterung des Saldos im Bereich der „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen, die Dienstleistungen sowie Primär- und Sekundäreinkommen umfassen, kompensiert wurde.
Der Überschuss im Warenhandel nahm im Februar um 4,0 Mrd. Euro auf 19,5 Mrd. Euro zu. Dabei stiegen die Warenausfuhren deutlich stärker als die Wareneinfuhren an.
Die „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen verzeichneten im Februar ein Defizit von 2,8 Mrd. Euro, nach einem Überschuss von 0,3 Mrd. Euro im Januar. Ausschlaggebend für den Umschwung war die Ausweitung des Passivsaldos bei den Sekundäreinkommen um 3,3 Mrd. Euro auf 7,6 Mrd. Euro, die vor allem mit höheren Leistungen an den EU-Haushalt zusammenhing. Demgegenüber veränderte sich der Saldo in der Dienstleistungsbilanz und bei den Primäreinkommen kaum. Die Nettoeinnahmen bei den Primäreinkommen vergrößerten sich um 0,2 Mrd. Euro auf 7,2 Mrd. Euro. Dabei spielte insbesondere eine Rolle, dass die im Vormonat kräftig gestiegenen Dividendenzahlungen an ausländische Kapitalgeber stärker zurückgingen als die Einnahmen inländischer Investoren aus Wertpapieranlagen im Ausland. Der Minussaldo in der Dienstleistungsbilanz blieb praktisch unverändert bei 2,4 Mrd. Euro.
Mittelzuflüsse im Wertpapierverkehr
Im Februar haben die angekündigten Wertpapierankäufe durch das Eurosystem sowie die vorläufige Einigung zwischen der griechischen Regierung und den Institutionen über die Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten aufgehellt. Vor diesem Hintergrund ergaben sich im grenzüberschreitenden Wertpapierverkehr Deutschlands im Februar Netto-Kapitalexporte in Höhe von 16,6 Mrd. Euro. Insgesamt erwarben inländische Investoren per saldo ausländische Wertpapiere im Wert von 18,3 Mrd. Euro, und zwar vorzugsweise ausländische Anleihen (12,0 Mrd. Euro) und Investmentzertifikate (5,4 Mrd. Euro). Der Bestand ausländischer Geldmarktpapiere in den Händen deutscher Anleger ging hingegen zurück (1,1 Mrd. Euro). Ausländer erwarben deutsche Wertpapiere per saldo für 1,7 Mrd. Euro. Gefragt waren in erster Linie Aktien (6,4 Mrd. Euro) und private Anleihen (3,5 Mrd. Euro). Dagegen trennten sich ausländische Investoren von deutschen Geldmarktpapieren (7,8 Mrd. Euro) und öffentlichen Anleihen (2,9 Mrd. Euro).
Im Bereich der Direktinvestitionen kam es im Februar zu Netto-Kapitalexporten in Höhe von 8,7 Mrd. Euro. Gebietsansässige Unternehmen weiteten ihr Engagement im Ausland um 14,7 Mrd. Euro aus, während ausländische Investoren in Deutschland per saldo 6,0 Mrd. Euro investierten. Inländische Investoren erhöhten ihre Beteiligungen im Ausland um 9,9 Mrd. Euro; davon entfielen 4,1 Mrd. Euro auf reinvestierte Gewinne. Konzerninterne Kredite trugen mit 4,8 Mrd. Euro ebenfalls zum Ausbau der deutschen Direktinvestitionen im Ausland bei. Gebietsfremde Investoren stockten ihr Beteiligungskapital in Deutschland um 2,0 Mrd. Euro auf und stellten verbundenen Unternehmen hierzulande 3,9 Mrd. Euro an zusätzlichen Krediten bereit.
Im übrigen statistisch erfassten Kapitalverkehr, der sowohl Finanz- und Handelskredite (soweit diese nicht zu den Direktinvestitionen zählen) als auch Bankguthaben und sonstige Anlagen umfasst, kam es im Februar zu Netto-Kapitalexporten von 2,0 Mrd. Euro. Maßgeblich waren Mittelabflüsse im Bankensystem, die sich zu etwa gleichen Teilen auf die Kreditinstitute (netto 6,8 Mrd. Euro) und die Bundesbank (6,1 Mrd. Euro) verteilten. Die Netto-Auslandsforderungen von Unternehmen und Privatpersonen blieben nahezu unverändert (- 0,1 Mrd. Euro), während dem Staat per saldo 10,7 Mrd. Euro aus dem Ausland zuflossen. Die Forderungen der Bundesbank aus den TARGET2-Salden sind zwar etwas zurückgegangen (- 1,9 Mrd. Euro); dies wurde jedoch durch die ebenfalls gesunkenen Auslandsverbindlichkeiten der Bundesbank (- 8,0 Mrd. Euro) mehr als kompensiert.
Die Währungsreserven der Bundesbank nahmen im Februar – zu Transaktionswerten gerechnet – um 0,3 Mrd. Euro zu.
Anlage

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Quelle:
Pressenotiz – Deutsche Bundesbank
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Herausforderungen für die Finanzstabilität

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Prof. Dr. Claudia M. Buch
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Neujahrsempfang der Hauptverwaltung in Sachsen und Thüringen 28. Januar 2015
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Prof. Dr. Claudia M. Buch
Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank
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