Auftragseingang im Verar­beitenden Gewerbe im Dezember 2015: – 0,7 % saison­bereinigt zum Vor­monat

Auftragseingang im Verar­beitenden Gewerbe im Dezember 2015:
saison­bereinigter Rückgang von 0,7 % zum Vor­monat
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Größere Ansicht von "Auftragseingang"

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Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2015 saison- und arbeitstäglich bereinigt 0,7 % niedriger als im Vormonat.
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Für November 2015 ergab sich ein Anstieg von 1,5 % gegenüber Oktober 2015. Das im Vormonat veröffentlichte vorläufige Ergebnis wurde damit bestätigt. Im Dezember 2015 verringerten sich die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 2,5 %.
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Die Auslandsaufträge nahmen dagegen um 0,6 % zu. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts fielen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 6,9 %, während die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland um 5,5 % gegenüber November 2015 anstiegen.
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Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingangim Dezember 2015 um 2,0 % niedriger als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang von 0,5 %. Im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge hingegen um 4,3 %.
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Die Daten zum Auftragseingang basieren auf dem Volumenindex für das Verarbeitende Gewerbe (fachliche Betriebsteile; 2010 = 100). Die saison- und arbeitstägliche Bereinigung erfolgt mit dem Verfahren Census X-12-ARIMA.
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Quelle:
Destatis – Pressemitteilung Nr. 036 vom 05.02.2016
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korrespondierende Hintergrundinformationen

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Destatis: Die Zeitreihenanalyse

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Census X-12-ARIMA (Autoregressive Integrated Moving Average)

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Arbeits­kosten im 1. Quartal 2015 um 3,2 % höher als im 1. Quartal 2014

Arbeits­kosten im 1. Quartal 2015 um 3,2 % höher als im 1. Quartal 2014
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In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum ersten Quartal 2014 kalenderbereinigt um 3,2 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 1,1 %.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten sich im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum ersten Quartal 2014 kalenderbereinigt um 2,9 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 4,3 %.

Für das Jahr 2014 liegen für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) Veränderungsraten der Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum Vorjahr kalenderbereinigt um 1,7 %. In der gesamten EU lag der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum bei 1,4 %.
Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Estland (+ 6,9 %), Lettland und Rumänien (jeweils + 5,8 %) sowie die Slowakei (+ 5,0 %) auf. In Griechenland sanken die Arbeitskosten um 0,3 % – auf Basis der ersten zwei Quartale sowie des vierten Quartals 2014 berechnet. In Zypern (– 3,1 %) und Portugal (– 1,9 %) waren die Arbeitskosten rückläufig. In Irland sanken die Arbeitskosten um 0,4 % wie auch in Kroatien, wo der Arbeitskostenindex auf Basis der ersten zwei Quartale berechnet wurde. In Frankreich fiel der Anstieg der Arbeitskosten mit + 0,7 % deutlich geringer aus als in Deutschland, was hauptsächlich auf einen Rückgang der Lohnnebenkosten zurückzuführen ist.

Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt.

Methodische Hinweise

Den Veränderungsraten der Arbeitskosten liegen die Ergebnisse des Arbeitskostenindex zugrunde. Dieser misst die Veränderung der Arbeitskosten und unterteilt sie zusätzlich in die beiden Bestandteile Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten. Bei allen drei Indizes werden den Kosten des Arbeitgebers die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer gegenübergestellt.

Revisionen in den Datenquellen, die für die Berechnung des Arbeitskostenindex genutzt werden, führten zu Anpassungen der Wachstumsraten des Arbeitskostenindex für fast alle Quartale im Berichtsjahr 2014. Für das vierte Quartal 2014 hat sich beispielsweise die kalenderbereinigte Wachstumsrate des Arbeitskostenindex im Vergleich zum Vorjahresquartal von + 2,0 % auf + 2,1 % erhöht. Außerdem fand ein Wechsel des Basisjahres des Arbeitskostenindex von 2008 auf 2012 statt. Dieser wirkt sich allerdings nicht auf die Veränderungsraten des Index aus.

Arbeitskostenindizes für das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich in Deutschland 
Jahr, Quartal Index der Arbeitskosten
insgesamt
Index der
Bruttoverdienste
Index der
Lohnnebenkosten
1 Kalenderbereinigt, Census X-12-ARIMA.
2 Kalender- und saisonbereinigt, Census X-12-ARIMA.
Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % 1
2006 1,1 1,6 – 0,3
2007 0,7 1,8 – 2,9
2008 2,3 2,9 0,6
2009 2,7 2,5 3,5
2010 1,1 0,6 3,2
2011 2,9 2,9 2,7
2012 3,2 3,5 2,1
2013 1,7 1,6 2,1
2014 1,7 1,7 1,6
Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal in % 1
2013 1. Quartal 3,9 3,3 5,5
2. Quartal 1,5 1,5 1,7
3. Quartal 0,6 0,7 0,2
4. Quartal 1,2 1,2 1,1
2014 1. Quartal 0,4 1,3 – 2,3
2. Quartal 1,9 1,6 2,8
3. Quartal 2,3 2,0 3,4
4. Quartal 2,1 2,0 2,6
2015 1. Quartal 3,2 2,9 4,3
Veränderung gegenüber dem Vorquartal in % 2
2013 1. Quartal 0,6 0,0 2,9
2. Quartal – 0,4 0,4 – 2,9
3. Quartal – 0,2 – 0,2 – 0,4
4. Quartal 1,1 1,0 1,6
2014 1. Quartal 0,0 0,1 – 0,6
2. Quartal 0,9 0,6 2,1
3. Quartal 0,4 0,4 0,3
4. Quartal 0,9 0,9 0,7
2015 1. Quartal 1,1 1,0 1,2
EU-Vergleich der Arbeitskosten
Veränderung im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich
Rechenstand: 4. Quartal 2014 
Mitgliedstaaten
der Europäischen Union
Index der Arbeitskosten
insgesamt
Index der
Bruttoverdienste
Index der
Lohnnebenkosten
Veränderung 2014 gegenüber 2013 1
in %

1 Kalenderbereinigt nach den jeweiligen nationalen Verfahren.
2 Ergebnisse für das dritte Quartal 2014 waren vertraulich. Ergebnisse beziehen sich daher auf die ersten zwei Quartale sowie das vierte Quartal 2014 im Vergleich zu den ersten zwei Quartalen sowie das vierte Quartal 2013.
Ergebnisse für das dritte und vierte Quartal 2014 lagen noch nicht vor. Ergebnisse beziehen sich daher auf die ersten zwei Quartale 2014 im Vergleich zu den ersten zwei Quartalen 2013.

Quelle: Eurostat Online-Datenbank vom 2. Juni 2014 und Berechnungen von Destatis auf Basis der Eurostat Online-Datenbank.

Europäische Union 1,4 1,4 1,2
Euro-Währungsgebiet 1,2 1,3 0,8
Belgien 0,7 0,7 0,8
Bulgarien 3,3 2,7 6,5
Dänemark 1,3 1,3 1,5
Deutschland 1,7 1,7 1,6
Estland 6,9 7,0 6,5
Finnland 1,2 1,1 1,9
Frankreich 0,7 1,4 – 0,7
Griechenland 2 – 0,3 – 0,6 – 1,5
Irland – 0,4 – 0,2 – 1,6
Italien 0,5 0,4 0,7
Kroatien 3 – 0,4 – 0,4 – 0,5
Lettland 5,8 6,8 2,1
Litauen 4,3 4,6 3,7
Luxemburg 2,5 2,6 1,9
Malta 1,4 1,5 0,4
Niederlande 1,7 1,0 3,9
Österreich 3,1 3,2 2,7
Polen 3,6 3,0 6,1
Portugal – 1,9 – 2,9 1,8
Rumänien 5,8 5,8 5,9
Schweden 2,7 2,8 2,7
Slowakei 5,0 5,1 4,9
Slowenien 2,0 2,1 1,8
Spanien 0,5 0,7 0,0
Tschechische Republik 1,9 2,0 2,1
Ungarn 3,5 3,8 2,8
Vereinigtes Königreich 1,3 1,3 1,4
Zypern – 3,1 – 3,8 1,6

Weitere Auskünfte gibt:
Walter Joachimiak,
Telefon: +49 611 75 2689,
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Ergebnisse liegen im Themenbereich Arbeitskosten & Lohnnebenkosten vor. Methodische Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik.

Basisdaten und lange Zeitreihen zum Arbeitskostenindex können über die Tabelle Arbeitskostenindex nach Wirtschaftsbereiche und Bereinigungsverfahren (62421-0001) in der DatenbankGENESISOnline abgerufen werden.

Daten im europäischen Vergleich stehen unter Europa in Zahlen zur Verfügung.

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Pressemitteilung Nr. 207 vom 09.06.2015
Destatis – Statistisches Bundesamt

Deutsche Exporte im April 2015: + 7,5 % zum April 2014

Deutsche Exporte im April 2015: + 7,5 % zum April 2014
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Im April 2015 wurden von Deutschland Waren im Wert von 100,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 78,3 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im April 2015 um 7,5 % und die Importe um 2,8 % höher als im April 2014. Kalender- und saisonbereinigt war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren im Vormonatsvergleich gegenläufig: Während die Exporte gegenüber März 2015 um 1,9 % stiegen, nahmen die Importe um 1,3 % ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2015 mit einem Überschuss von 22,1 Milliarden Euro ab. Im April 2014 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 17,3 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im April 2015 bei 22,3 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+ 24,4 Milliarden Euro), Dienstleistungen (– 2,6 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+ 0,9 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (– 3,2 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im April 2015 mit einem Überschuss von 19,6 Milliarden Euro ab. Im April 2014 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 16,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2015 Waren im Wert von 57,1 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 51,6 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber April 2014 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 4,5 % und die Importe aus diesen Ländern um 1,7 %. In die Länder der Eurozone wurden im April 2015 Waren im Wert von 36,3 Milliarden Euro (+ 3,3 %) geliefert und Waren im Wert von 35,8 Milliarden Euro (+ 2,8 %) aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im April 2015 Waren im Wert von 20,7 Milliarden Euro (+ 6,6 %) exportiert und Waren im Wert von 15,7 Milliarden Euro (– 0,8 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im April 2015 Waren im Wert von 43,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 26,7 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber April 2014 nahmen die Exporte in die Drittländer um 11,8 % und die Importe von dort um 5,1 % zu.

Grenzüberschreitende Transaktionen
Milliarden Euro 
Gegenstand der
Nachweisung
April Januar
bis
April
März April Januar
bis
April
2015 2014
1 Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank.
Außenhandel
1  Exporte insgesamt 100,4 393,8 107,7 93,4 371,7
2  Importe insgesamt 78,3 313,1 84,6 76,2 306,8
3  Außenhandelsbilanz (1-2) 22,1 80,7 23,1 17,3 64,9
Übertragung zum Warenhandel 1
4  Ergänzungen zum Außenhandel 2,2 4,3 2,2 1,3 7,0
Salden der Leistungsbilanz  1
5  Warenhandel (3+4) 24,4 85,0 25,3 18,6 71,9
6  Dienstleistungen – 2,6 – 9,1 – 1,8 – 1,8 – 9,0
7  Primäreinkommen 0,9 22,3 7,6 3,2 20,8
8  Sekundäreinkommen – 3,2 – 18,8 – 3,7 – 3,2 – 17,3
Leistungsbilanz (5+6+7+8) 19,6 79,4 27,3 16,9 66,4
Ländergruppen 
Gegenstand der Nachweisung April
2015
Januar
bis
April
2015
Veränderung gegenüber
April
2014
Januar
bis
April
2014
Milliarden Euro %
Ergebnisse nach dem EU-Konzept (nach Versendungsland)
Exporte insgesamt 100,4 393,8 7,5 5,9
darunter:
EU-Länder 57,1 229,3 4,5 4,5
Eurozone 36,3 145,1 3,3 3,1
Nicht Eurozone 20,7 84,2 6,6 7,1
Drittländer 43,4 164,4 11,8 7,9
Importe insgesamt 78,3 313,1 2,8 2,1
darunter:
EU-Länder 51,6 203,9 1,7 1,2
Eurozone 35,8 140,7 2,8 1,1
Nicht Eurozone 15,7 63,2 – 0,8 1,4
Drittländer 26,7 109,2 5,1 3,7
Außenhandel (Spezialhandel)
Ausfuhr und Einfuhr
Originalwerte/kalender- und saisonbereinigte Werte 1 
Jahr Monat Export Import
Originalwert Kalender-
und saison
bereinigter Wert 1
Originalwert Kalender-
und saison
bereinigter Wert 1
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vorjahres-
monat
in %
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vor-
monat
in %
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vorjahres-
monat
in %
Wert
in
Milliarden
Euro
Verän-
derung
gegen-
über
Vor-
monat
in %
1 Nach Census X-12 ARIMA.
2014 Januar 90,5 2,2 94,5 3,1 75,8 0,9 77,1 3,1
Februar 92,1 4,3 93,0 – 1,5 75,9 5,6 77,0 – 0,2
März 95,7 1,4 91,3 – 1,9 78,9 4,1 76,0 – 1,2
April 93,4 – 0,5 93,9 2,8 76,2 0,1 76,4 0,4
Mai 91,7 4,0 92,7 – 1,2 74,1 – 0,7 74,5 – 2,4
Juni 93,2 1,1 93,7 1,1 77,0 2,2 77,3 3,7
Juli 100,8 8,4 97,3 3,8 77,3 0,6 76,0 – 1,7
August 83,9 – 1,1 92,9 – 4,6 70,0 – 2,4 75,4 – 0,8
September 102,3 8,3 96,9 4,4 80,3 8,0 78,3 3,8
Oktober 103,9 5,0 97,1 0,2 81,9 0,8 76,6 – 2,1
November 96,0 1,6 95,7 – 1,5 78,1 1,9 77,4 1,1
Dezember 90,1 10,0 98,4 2,8 71,2 4,1 76,8 – 0,7
2015 Januar 90,0 – 0,6 96,4 – 2,0 74,0 – 2,3 76,6 – 0,3
Februar 95,7 3,9 97,7 1,4 76,2 0,3 77,7 1,4
März 107,7 12,5 99,0 1,3 84,6 7,2 79,6 2,4
April 100,4 7,5 100,9 1,9 78,3 2,8 78,6 – 1,3

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Dirk Mohr,
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Ergebnisse liegen im Themenbereich Außenhandel vor. Methodische Hinweise befinden sich in den Erläuterungen zur Statistik.

Weitere Informationen zur normierten Außenhandelsbilanz und anderen Indikatoren erhalten Sie unter Globalisierungsindikatoren.

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Pressemitteilung Nr. 205 vom 08.06.2015
Destatis – Statistisches Bundesamt

EU-Vergleich der Arbeitskosten 2014: Deutschland auf Rang acht

EU-Vergleich der Arbeitskosten 2014: Deutschland auf Rang acht
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Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft bezahlten im Jahr 2014 durchschnittlich 31,80 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag das Arbeitskostenniveau in Deutschland damit innerhalb der Europäischen Union (EU) auf Rang acht. Gemessen am EU-Durchschnitt zahlten Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft 30 % mehr für eine Stunde Arbeit. Im Vergleich beispielsweise zum Nachbarland Frankreich (35,20 Euro) waren es aber knapp 10 % weniger. Dänemark hatte mit 42,00 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleistete Stunde, Bulgarien mit 3,80 Euro die niedrigsten.

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Im Verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland 2014 durchschnittlich 37,00 Euro. Hier lag Deutschland im EU-weiten Vergleich auf Rang vier. Eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie war damit 46 % teurer als im EU-Durchschnitt (25,30 Euro) und kostete knapp 2 % mehr als in Frankreich (36,40 Euro).

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Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Im Jahr 2014 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland in der Privatwirtschaft auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 28 Euro Lohnnebenkosten. Damit waren die Lohnnebenkosten in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 31 Euro. Im EU-weiten Ranking lag Deutschland im Mittelfeld auf Rang 15. Auf 100 Euro Lohn wurden in Frankreich (47 Euro), Schweden (46 Euro) und Belgien (44 Euro) die höchsten Lohnnebenkosten gezahlt, in Malta (9 Euro) die niedrigsten. Hauptbestandteil der Lohnnebenkosten sind die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, also vor allem die gesetzlichen Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen, die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung sowie die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall.

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Arbeitskosten je geleistete Stunde im Jahr 2014 in Euro
Rechenstand: 4. Quartal 2014
Mitgliedstaaten der Europäischen Union
(absteigend sortiert nach dem Arbeitskostenniveau in der Privatwirtschaft)
Privatwirtschaft Verarbeitendes Gewerbe
Euro Veränderung
gegenüber 2013
in % 1
Euro Rang
1 Die Veränderungsraten sind kalenderbereinigt und in der jeweiligen Landeswährung berechnet.
2 Die Angaben von Kroatien beruhen auf den ersten beiden Quartalen 2014.
Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis von Eurostat-Daten vom 23.04.2015
Europäische Union (EU 28) 24,40 1,4 25,30
Euro-Währungsgebiet (EU 18) 29,20 1,2 31,70
Dänemark 42,00 1,5 41,60 2
Belgien 41,10 0,9 43,20 1
Schweden 40,20 3,0 41,40 3
Luxemburg 35,70 2,6 31,40 9
Frankreich 35,20 0,9 36,40 5
Niederlande 33,50 1,3 35,90 6
Finnland 32,90 1,4 35,80 7
Deutschland 31,80 1,6 37,00 4
Österreich 31,70 3,1 34,30 8
Irland 28,40 0,4 30,90 10
Italien 27,40 0,6 27,60 11
Vereinigtes Königreich 22,20 1,7 22,10 13
Spanien 21,00 0,1 22,80 12
Zypern 15,70 – 3,0 13,10 16
Slowenien 15,50 2,4 15,30 14
Griechenland 14,40 – 0,8 14,70 15
Portugal 12,60 – 1,0 10,60 18
Malta 11,80 0,6 11,40 17
Estland 10,20 6,2 9,40 20
Slowakei 10,00 5,1 9,80 19
Tschechische Republik 9,60 2,1 9,30 21
Kroatien 9,30 – 0,7 2 8,10 22
Polen 8,20 4,2 7,40 24
Ungarn 7,80 3,5 7,50 23
Lettland 7,00 5,9 6,10 25
Litauen 6,60 4,6 6,10 25
Rumänien 4,80 6,8 4,20 27
Bulgarien 3,80 2,8 3,20 28
Lohnnebenkosten im Verhältnis zu den Bruttoverdiensten
in der Privatwirtschaft im Jahr 2014 
Mitgliedstaaten der Europäischen Union Auf 100 Euro Bruttoverdienst
zahlten Arbeitgeber
zusätzlich x Euro Lohnnebenkosten
Euro
1 Die Angaben von Griechenland und Kroatien beziehen sich auf drei beziehungsweise zwei Quartale des Berichtsjahres 2014.
Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis von Eurostat-Daten vom 23.04.2015
Europäische Union (EU 28) 31
Euro-Währungsgebiet (EU 18) 35
Frankreich 47
Schweden 46
Belgien 44
Litauen 41
Italien 39
Tschechische Republik 37
Estland 36
Österreich 36
Slowakei 36
Spanien 36
Niederlande 33
Ungarn 30
Rumänien 30
Griechenland 1 30
Deutschland 28
Finnland 27
Portugal 27
Lettland 25
Polen 23
Zypern 20
Bulgarien 19
Vereinigtes Königreich 19
Irland 18
Kroatien 1 18
Slowenien 18
Luxemburg 16
Dänemark 15
Malta 9

Weitere Auskünfte gibt
Ralf Droßard,
Telefon: +49 611 75 4236,
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Basisdaten und lange Zeitreihen für die Arbeitskosten in Deutschland untergliedert nach Branchen können über die Tabelle Jahresschätzung Arbeitskosten (62431-0001) in der DatenbankGENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Ergebnisse im europäischen Vergleich befinden sind unter Europa in Zahlen.

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Pressemitteilung Nr. 160 vom 04.05.2015
Destatis – Statistisches Bundesamt
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Zahlenspiele mit der irischen Arbeitslosen-Statistik

Mir gehen die Berliner und Brüsseler Zahlenspielchen beim Umgang mit der irischen Arbeitslosen-Statistik schon sehr lange auf den Zeiger !

Nun lese ich im Jahreswirtschaftsgutachten 2014/2015 des Sachverständigenrates:

„Die Arbeitslosigkeit in den Krisenländern ist zwar weiterhin sehr hoch, geht aber seit Sommer 2013 sichtbar zurück. In Irland sank die Arbeitslosenquote von 13,9 % im Mai 2013 auf 11,4 % im August 2014

Diese Betrachtung mag zwar mathematisch korrekt sein, gleichwohl führt sie den Betrachter in die Irre, da nicht zugleich die für den Berichtszeitraum relevanten Zahlen irischer Auswanderer dargelegt werden.

Bevor nun der Vorwurf erhoben wird, ich habe mich da in eine abenteuerliche Idee verrannt, sei aus dem „Action Plan for Jobs 2015“ der Irish National Organisation of the Unemployed zitiert.

Dort heißt es,

„According to the most recent Quarterly National Household Survey, Q2 2014 there were 1,901,600 employed, an annual increase of 31,600. Over the same period unemployment fell by 46,200 to 254,500.

However, it is important to note that unemployment falls for a number of reasons and not all of them positive:

  • employment
  • emigration
  • education and training and
  • people dropping out of the official statistics because they have become discouraged and/or inactive“
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Zieht man nun noch das am 26. August 2014 veröffentlichte CSO statistical release (Table 1) der Irischen Statistik-Behörde zu Rate, findet man den Hinweis, dass zwischen Mai 2013 und April 2014 insgesamt 81,900 Iren das Land verließen, um andernorts ihr Glück zu suchen.
Während desselben Zeitraums werden 60,600 Zuwanderer aufgeführt, deren Herkunft und Motive allerdings nicht spezifiziert sind. Somit ergibt sich ein negativer Migrations-Saldo von 21,400 Personen.

Vertiefende Recherchen förderten weitere Informationen zu Tage:

  • Gemäß einer Veröffentlichung von Eurostat (Table 7) gingen zwischen Q2/2013 und Q2/2014 in Irland 1,035 Asylum Applications ein, wie viele davon positiv beschieden wurden, konnte ich (noch) nicht ermitteln.
  • Aus einer Statistik des Irish Naturalisation and Immigration Service geht hervor, dass in den ersten 9 Monaten des Jahres 2013 insges. 7584 Non-EEA Students Visa erteilt wurden. Aktuellere Daten sind zumindest auf dieser Seite nicht veröffentlicht.

Ich vermag jedoch nicht zu beurteilen, ob diese Zahlen -zumindest anteilig- in der o.a. Zuwanderungs-Statistik enthalten sind.

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Fazit
Mit den vorgenannten Ausführungen sollte hinreichend belegt sein, dass in Ermangelung vertiefender Informationen seitens des Sachverständigen-Rates die in Rede stehenden Behauptungen im Jahreswirtschaftsbericht zu kritisieren sind.

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Ihr Oeconomicus


Einzelhandelsumsatz im Dezember 2013 real um 2,4 % niedriger als im Dezember 2012

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Dezember 2013 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 1,4 % und real 2,4 % weniger um als im Dezember 2012. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage. Im Vergleich zum November 2013 lag der Umsatz im Dezember kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 2,3 % und real um 2,5 % niedriger.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Dezember 2013 nominal 0,2 % mehr und real 2,2 % weniger um als im Dezember 2012. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 0,4 % höher und real um 2,1 % niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 2,1 % und real 4,4 % weniger umgesetzt als im Dezember 2012.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal 2,8 % und real 2,7 % unter den Werten des Vorjahresmonats.

Im gesamten Jahr 2013 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 1,4 % und real 0,1 % mehr um als im Jahr 2012. Damit konnten die deutschen Einzelhändler im vierten Jahr in Folge nominale und reale Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielen.

Methodische Hinweise:

Verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen erfordern Aktualisierungen der ersten nachgewiesenen Ergebnisse. Aufgrund der Aktualisierungen wichen die Veränderungsraten des monatlichen nominalen Einzel¬handelsumsatzes in den letzten zwölf Monaten im Intervall (– 0,5/+ 0,9 Prozentpunkte) vom Wert der jeweiligen Pressemitteilung ab.

Ergebnisse zum Einzelhandelsumsatz in tiefer Wirtschaftsgliederung, einschließlich der Unternehmensmeldungen, die nach dieser Pressemitteilung eingegangen sind, stehen in etwa 14 Tagen in der Datenbank GENESIS-Online zur Verfügung. Informationen zu aktuellen Datenergänzungen werden über das RSS-Newsfeed bereitgestellt.

Außerdem stehen zusätzliche Ergebnisse ergänzend zur Pressemitteilung auf der Fachbereichsseite zur Verfügung.

Einzelhandelsumsatz 1
– Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum in % 2 –
Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008
Einzelhandel nominal real
1 Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen; vorläufige Ergebnisse.
2 Berechnet aus den Ursprungswerten (ohne Kalender- und Saisonbereinigung).
3 Ohne Einzelhandel mit Lebensmitteln an Verkaufsständen und auf Märkten.
Dezember 2013
Insgesamt 1 – 1,4 – 2,4
darunter:
Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren 3 0,2 – 2,2
davon:
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Supermärkte, SB-Warenhäuser) 0,4 –2,1
Facheinzelhandel mit Lebensmitteln – 2,1 – 4,4
Nicht-Lebensmittel – 2,8 – 2,7
darunter:
Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren – 2,7 – 2,4
Einrichtungsgegenst., Haushaltsgeräte, Baubedarf – 6,7 – 6,3
Sonstiger Einzelhandel (zum Beispiel Bücher, Schmuck) – 5,6 – 5,1
Apotheken, Kosmetische, pharmaz. und medizinische  Produkte 6,1 4,7
Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) – 2,7 – 3,2
Internet- und Versandhandel 0,2 0,5
nachrichtlich:
Einzelhandel ohne Tankstellen – 1,5 – 2,5
Gesamtjahr 2013
Insgesamt 1 1,4 0,1
darunter:
Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren 3 3,2 0,5
davon:
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Supermärkte, SB-Warenhäuser) 3,5 0,8
Facheinzelhandel mit Lebensmitteln 0,5 – 2,4
Nicht-Lebensmittel – 0,1 – 0,5
darunter:
Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren 1,2 0,1
Einrichtungsgegenst., Haushaltsgeräte, Baubedarf – 3,2 – 2,9
Sonstiger Einzelhandel (zum Beispiel Bücher, Schmuck) – 3,6 – 3,6
Apotheken, Kosmetische, pharmaz. und medizinische Produkte 3,1 1,5
Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art  (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) – 0,9 – 1,8
Internet- und Versandhandel 6,4 6,0
nachrichtlich:
Einzelhandel ohne Tankstellen 1,4 0,0
Einzelhandelsumsatz 1
Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008
Jahr
Monat
In jeweiligen Preisen
(nominal)
In konstanten Preisen
(real)
2010 = 100 Verände-
rung
2010 = 100 Verände-
rung
1 Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen; vorläufige Ergebnisse.
2  Berechnet aus den Ursprungswerten (ohne Kalender- und Saisonbereinigung).
3 Saisonbereinigungsverfahren Census X-12-ARIMA.
Ursprungswerte
Jahresdurchschnitte der Messzahlen sowie Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %2
2010 100,0 2,5 100,0 1,5
2011 102,7 2,7 101,1 1,1
2012 104,8 2,0 101,2 0,1
2013 106,3 1,4 101,3 0,1
Monatliche Messzahlen sowie Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in % 2
2012 Dezember 121,3 – 1,1 116,8 – 3,1
2013 Januar 98,7 4,3 95,3 2,7
Februar 92,5 – 1,8 88,8 – 2,8
März 107,8 – 1,6 102,5 – 2,9
April 106,7 4,3 101,3 2,9
Mai 107,3 2,1 101,7 0,5
Juni 103,8 – 0,8 98,5 – 2,6
Juli 107,7 5,4 102,8 3,4
August 104,6 1,8 100,1 0,5
September 102,8 1,6 97,8 0,6
Oktober 111,0 1,2 105,2 0,2
November 112,6 2,2 106,9 1,1
Dezember 119,6 – 1,4 114,0 – 2,4
Kalender- und saisonbereinigte Messzahlen sowie Veränderung gegenüber dem Vormonat in % 3
2012 Dezember 104,9 – 0,3 100,4 – 0,5
2013 Januar 106,8 1,8 102,5 2,1
Februar 106,1 – 0,7 101,8 – 0,7
März 105,9 – 0,2 101,2 – 0,6
April 106,2 0,3 101,5 0,3
Mai 107,3 1,0 102,3 0,8
Juni 106,5 – 0,7 101,3 – 1,0
Juli 106,4 – 0,1 101,2 – 0,1
August 106,4 0,0 101,4 0,2
September 106,4 0,0 101,3 – 0,1
Oktober 106,0 – 0,4 100,6 – 0,7
November 107,0 0,9 101,5 0,9
Dezember 104,5 – 2,3 99,0 – 2,5

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Wollgramm,
Telefon: +49 611 75 2423,
Kontaktformular

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Destatis – Pressemitteilung Nr. 036 vom 31.01.2014


Einzelhandelsumsatz im Oktober 2013 real um 0,2 % niedriger als im Vorjahresmonat

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Oktober 2013 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 0,8 % mehr und real 0,2 % weniger um als im Oktober 2012. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Im Vergleich zum September 2013 lag der Umsatz im Oktober kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 0,4 % und real um 0,8 % niedriger.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2013 nominal 3,9 % und real 1,1 % mehr um als im Oktober 2012. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 4,2 % und real um 1,5 % höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde dagegen nominal 0,3 % und real 2,8 % weniger umgesetzt als im Oktober 2012.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal 1,4 % und real 1,5 % unter den Werten des Vorjahresmonats.

Von Januar bis Oktober 2013 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 1,5 % und real 0,2 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

Methodische Hinweise:

Verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen erfordern Aktualisierungen der ersten nachgewiesenen Ergebnisse. Aufgrund der Aktualisierungen wichen die Veränderungsraten des monatlichen nominalen Einzelhandelsumsatzes in den letzten zwölf Monaten im Intervall (– 0,5/+ 1,0 Prozentpunkte) vom Wert der jeweiligen Pressemitteilung ab.

Ergebnisse zum Einzelhandelsumsatz in tiefer Wirtschaftsgliederung, einschließlich der Unternehmensmeldungen, die nach dieser Pressemitteilung eingegangen sind, stehen in etwa 14 Tagen in der Datenbank GENESIS-Online zur Verfügung. Informationen zu aktuellen Datenergänzungen werden über das RSS-Newsfeed bereitgestellt.

Außerdem stehen zusätzliche Ergebnisse ergänzend zur Pressemitteilung auf der Fachbereichsseite zur Verfügung.

Einzelhandelsumsatz 1
– Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum in % 2 –
Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008
Einzelhandel nominal real
1 Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen; vorläufige Ergebnisse.
2 Berechnet aus den Ursprungswerten (ohne Kalender- und Saisonbereinigung).
Oktober 2013
Insgesamt 1 0,8 – 0,2
darunter:
Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren 3,9 1,1
davon:
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (z.B. Supermärkte, SB-Warenhäuser) 4,2 1,5
Facheinzelhandel mit Lebensmitteln – 0,3 – 2,8
Nicht-Lebensmittel – 1,4 – 1,5
darunter:
Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren 0,1 – 1,3
Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte, Baubedarf – 3,9 – 3,7
Sonstiger Einzelhandel (z.B. Bücher, Schmuck) – 5,3 – 4,4
Kosmetische, pharmazeutische und medizinische Produkte 3,2 1,6
Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (z.B. Waren- und Kaufhäuser) – 1,3 – 2,0
Internet- und Versandhandel 4,8 4,7
nachrichtlich:
Einzelhandel ohne Tankstellen 0,9 – 0,3
Januar bis Oktober 2013
Insgesamt 1 1,5 0,2
darunter:
Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren 3,5 0,7
davon:
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (z.B. Supermärkte, SB-Warenhäuser) 3,7 1,0
Facheinzelhandel mit Lebensmitteln 0,7 – 2,2
Nicht-Lebensmittel 0,1 – 0,4
darunter:
Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren 1,1 – 0,1
Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte, Baubedarf – 2,9 – 2,6
Sonstiger Einzelhandel (z.B. Bücher, Schmuck) – 3,3 – 3,3
Kosmetische, pharmazeutische und medizinische Produkte 2,5 0,9
Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (z.B. Waren- und Kaufhäuser) – 1,1 – 2,1
Internet- und Versandhandel 6,7 6,2
nachrichtlich:
Einzelhandel ohne Tankstellen 1,6 0,1
Einzelhandelsumsatz 1
Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008
Jahr
Monat
In jeweiligen Preisen
(nominal)
In konstanten Preisen
(real)
2010 = 100 Verände-
rung
2010 = 100 Verände-
rung
1 Einzelhandel ohne Handel mit Kraftfahrzeugen; vorläufige Ergebnisse.
2  Berechnet aus den Ursprungswerten (ohne Kalender- und Saisonbereinigung).
3 Saisonbereinigungsverfahren Census X-12-ARIMA.
Ursprungswerte
Jahresdurchschnitte der Messzahlen sowie Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %2
2010 100,0 2,5 100,0 1,5
2011 102,7 2,7 101,1 1,1
2012 104,9 2,1 101,2 0,1
Monatliche Messzahlen sowie Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in % 2
2012 Oktober 109,8 3,7 105,1 1,5
November 110,3 2,5 105,7 0,5
Dezember 121,3 – 1,1 116,8 – 3,1
2013 Januar 98,7 4,2 95,4 2,8
Februar 92,6 – 1,7 88,8 – 2,8
März 107,9 – 1,6 102,7 – 2,8
April 106,8 4,4 101,4 2,9
Mai 107,3 2,0 101,8 0,5
Juni 103,8 – 0,9 98,6 – 2,5
Juli 107,7 5,3 102,8 3,3
August 104,7 1,7 100,2 0,6
September 102,5 1,3 97,5 0,3
Oktober 110,7 0,8 104,9 – 0,2
Kalender- und saisonbereinigte Messzahlen sowie Veränderung gegenüber dem Vormonat in % 3
2012 Oktober 105,0 – 0,2 100,6 – 0,5
November 105,7 0,7 101,3 0,7
Dezember 103,9 – 1,7 99,5 – 1,8
2013 Januar 106,7 2,7 102,5 3,0
Februar 106,1 – 0,6 101,7 – 0,8
März 106,0 – 0,1 101,4 – 0,3
April 106,3 0,3 101,6 0,2
Mai 107,3 0,9 102,4 0,8
Juni 106,6 – 0,7 101,4 – 1,0
Juli 106,5 – 0,1 101,2 – 0,2
August 106,6 0,1 101,6 0,4
September 106,5 – 0,1 101,4 – 0,2
Oktober 106,1 – 0,4 100,6 – 0,8

Weitere Auskünfte gibt:
Otfried Rörig,
Telefon: +49 611 75 2430,
Kontaktformular

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Destatis – Pressemitteilung Nr. 404 vom 29.11.2013