Asylunterkünfte: Berlin droht Bezirken mit Zwangsmaßnahmen

Asylunterkünfte: Berlin droht Bezirken mit Zwangsmaßnahmen
.
Auf der Suche nach weiteren Unterkünften für Asylbewerber hat der Berliner Senat den Druck auf die Bezirke massiv erhöht. Der Staatssekretär für Flüchtlingsfragen, Dieter Glietsch, drohte nach Informationen des RBB in einem Schreiben mit nicht näher ausgeführten Zwangsmaßnahmen, sollten die Bezirke bis Freitag keine zusätzlichen Turnhallen zur Verfügung stellen.
.
Bereits in der vergangenen Woche hatte Glietsch pro Bezirk vier Turnhallen verlangt. Bisher hätten aber lediglich zwei Bezirke jeweils eine Halle zur Verfügung gestellt.
[…]
Quelle
.

Offene Tuberkulose in Spandauer Flüchtlingsunterkunft ?

Offene TB in Spandauer Flüchtlingsunterkunft ?
.
Einem tweet der deutschen Polizeigewerkschaft zufolge, wurde bei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in einer Spandauer Polizeihalle Tuberkulose (TBC) und Krätze festgestellt.
.
Die Polizei bestätigte, dass es im Verlauf des Tages zu Einsätzen Feuerwehr gekommen ist und mehrere Personen in ein Krankenhaus eingeliefert wurden.
.
Mehrere Personen wurden ab Mittag mit Hautreizungen eingeliefert, bei einer Frau besteht der Verdacht auf Tuberkulose.
.
Da sich zwischenzeitlich der Verdacht auf offene TBC erhärtet hat, wurde die Flüchtlingsunterkunft Radelandstraße bis mindestens Dienstag früh, 9 Uhr unter Quarantäne gestellt.
[…]
Berliner Zeitung
.
.
korrespondierende Informationen
.
Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen(Infektionsschutzgesetz – IfSG)
.

Mitte Dezember sollen Flüchtlinge ins ICC ziehen


ICC & Funkturm
CC – Author: Avantique
.
.
Mitte Dezember sollen Flüchtlinge ins ICC ziehen
.
Spätestens Mitte Dezember sollte das stillgelegte Internationale Congress Centrum (ICC) Flüchtlinge aufnehmen. Denn am 14. Dezember muss die Halle 26 der Messe Berlin geräumt werden, in der gegenwärtig 1000 Flüchtlinge leben. Die Halle wird zur Vorbereitung der Grünen Woche im Januar benötigt. Unter optimalen Bedingungen könnten die Flüchtlinge Mitte Dezember ins ICC ziehen.
.
Doch die Messe Berlin weiß nach Tagesspiegel-Informationen noch gar nicht, welche Abschnitte – Foyer, Büros oder Großer Saal – benötigt werden. Man habe „bisher keine Infos“, heißt es. Drei Wochen dauert es, um die Räume im ICC herzurichten. Die Sozialverwaltung bekräftigte, das Gebäude solle noch in diesem Jahr zur Notunterkunft werden.
[…]
Tagesspiegel – 05.11.2015
.
.
korrespondierende Beiträge
.
09.11.2015
Überblick zu Flüchtlingen in Berlin
Wie viele Flüchtlinge leben wo in Berlin?
.

Neues Flüchtlingsquartier in Hakenfelde

Neues Flüchtlingsquartier in Hakenfelde
.
In der einstigen BAT-Zigarettenfabrik an der Hakenfelder Mertensstraße ist kurzfristig ein neues Quartier entstanden. Hier sollen bis zu 1000 Flüchtlinge untergebracht werden.
.
Rund 150 Helfer der Berliner Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks haben in der Nacht zum Sonnabend die leerstehende Fabrikhalle der BAT-Zigarettenfabrik an der Hakenfelder Mertensstraße in eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge verwandelt. Sie stellten unter anderem Ikea-Doppelbetten auf. Am Sonnabend sind hier die ersten 280 Flüchtlinge erwartet, berichtete der Spandauer Bezirksverordnete Thorsten Schatz (CDU). Betreut wird das Quartier von der Berliner Stadtmission, die bereits die Traglufthallen-Unterkunft in Moabit betreibt.
[…]
Rainer W. During – tagesspiegel
.
.
korrespondierende Beiträge
.
Notunterkunft (Traglufthalle)
Seit dem 29. November 2014 betreibt die Berliner Stadtmission gemeinsam mit dem Land Berlin eine Traglufthalle als Notunterkunft für Flüchtlinge. Am Poststadion in der Kruppstraße stehen zwei Traglufthallen, die bis zu 300 Personen Platz bieten. Für die Flüchtlinge sind 6-Bettkabinen errichtet, die zusätzlich mit einem Tisch, Stühlen und einem Schrank ausgestattet wurden. Für alle Gäste stehen verschiedene Aufenthaltsbereiche, Spiel- und Ruhezonen zur Verfügung.
.
Da es sich um eine Notunterkunft handelt kommen die Flüchtlinge hier nur für drei Nächte unter, bevor sie vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) weitervermittelt werden sollen.
[…]
Berliner Stadtmission
.

500 Flüchtlinge ziehen in die Nachbarschaft von Ikea

Berlin-Spandau:
500 Flüchtlinge ziehen in die Nachbarschaft von Ikea
.
Unweit von Ikea wird ein ehemaliges Fabrikgebäude umgebaut. Der Betreiber will aber anfangs nicht die ganze Kapazität nutzen. In Haselhorst soll ein Containerdorf entstehen.
[…]
Derzeit wird das sechsgeschossige Gebäude umgebaut. Dort sollen aber nicht 700 Flüchtlinge wohnen, wie es zuletzt mehrfach im Bezirk hieß.
.

„Die Unterkunft in der Pichelswerderstraße ist für 700 Flüchtlinge überhaupt nicht ausgestattet“

sagt Susan Hermenau, Sprecherin der Prisod Wohnheimbetriebs GmbH, die die Unterkunft betreiben wird.

„Wir planen einen Teilbezug ab 1. November, bei dem wir bis zu max. 300 Flüchtlinge aufnehmen können. Nach Beendigung der Bauarbeiten rechnen wir mit einer maximalen Belegungskapazität von 500 Personen.“

Am 1. November soll mit dem Bezug des Hauses in der Pichelswerderstraße begonnen werden. Das bestätigte auch Bürgermeister Helmut Kleebank kürzlich auf eine Einwohneranfrage in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).
Er räumte auch ein, dass die Anwohner bisher nicht unterrichtet wurden, weil eine frühzeitige Informationsveranstaltung an Terminproblemen der Beteiligten scheiterte.(Aha, Transparenz nach Gutsherrenart!)
[…]
Am 20. Oktober sollen die Anwohner nunmehr über die Details unterrichtet werden. Anschließend werden Kleebank, Sozialstaatssekretär Dirk Gerstle und Prisod-Geschäftsführer Erich Esser die Fragen des Publikums beantworten.
[…]
André Görke, Rainer W. During – tagesspiegel
.
.

Gestern Wohncontainer – heute Flüchtlingsheime – morgen Fertighäuser ?

.
Gestern Wohncontainer – heute Flüchtlingsheime – morgen Fertighäuser ?
.
In den kommenden beiden Jahren sollen an 36 Berliner Standorten Fertighäuser für Flüchtlinge entstehen.
Die aus Modulen zusammengesetzten Bauten sollen Platz für 7200 Bewohner bieten und in der ganzen Stadt aufgestellt werden. Die Kosten für die Modulbauten werden voraussichtlich bei 150 Millionen Euro liegen.
.
Mit den Plänen reagiert Sozialsenator Mario Czaja (CDU) auf die stetig steigenden Asylbewerberzahlen.
Wie die BZ berichtet sollen im laufenden Jahr etwa 9000 Plätze fehlen.
Czaja’s Konzept soll am 22. April 2015 dem Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses vorgelegt werden.
.
Czaja ist davon überzeugt, dass man den Refugee-Fachkräften statt einer Unterbringung in Massenunterkünften ein würdevolles Wohnen ermöglichen muss.
.
Um die Finanzierung solcher Projekte zur Verwirklichung eines ‚bunten Deutschlands‘ wird man sich wohl kaum sorgen, schließlich lässt sich der Aufwand mühelos an die Brust der Geberländer des Länderfinanzausgleichs heften.
.
Eingedenk solch sprudelnder Refinanzierungsquellen könnte man darüber nachdenken, das würdevolle Wohnen noch mit einem hübschen Sahnehäubchen zu versehen, wie etwas einem kostenlosen Limousinenservice, der die geschätzten Refugees zum steuerfinanzierten Brunch ins KADEWE chauffiert.
Dies könnte durchaus sinnstiftend sein, schließlich darf es künftigen Führungskräften nicht an solch elementaren Erfahrungen fehlen.
😉
.
Ihr Oeconomicus
.