Zeman-Reise spaltet tschechische Regierung

Zeman-Reise spaltet tschechische Regierung
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Die tschechische Regierung hat in der Nacht auf Donnerstag ihre Entscheidung über die umstrittene Teilnahme von Präsident Milos Zeman am geplanten Weltkriegsgedenken in Moskau vertagt. Ein Beschluss soll nächste Woche gefasst werden. Außenminister Lubomír Zaorálek soll den Regierungskollegen bis dahin Details zum Programm der Moskauer Feierlichkeiten vorlegen.
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Offizieller Grund für den Aufschub ist die ungeklärte Frage, ob die Teilnahme an einer Militärparade fixer Bestandteil des Besuchsprogramms am 9. Mai sein soll. Der Chef der kleinsten Regierungspartei, der Christdemokrat Pavel Belobrádek, will die Reise im Hinblick auf die Ukraine-Krise in diesem Fall nicht unterstützen.
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derStandard
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Diplomatischer Eklat: Tschechien verbannt US-Botschafter von Prager Burg

Diplomatischer Eklat: Tschechien verbannt US-Botschafter von Prager Burg
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Der tschechische Präsident Zeman will zu einer Parade nach Moskau reisen. Das kritisiert der amerikanische Botschafter. Wenige Worte später ist der diplomatische Eklat da.
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Die Vorgeschichte:
Zunächst hatte der US-Botschafter in Prag, Andrew Schapiro, den Moskau-Trip Zemans als „ziemlich heikel“ bezeichnet. Der Präsident giftete daraufhin zurück:

„Ich lasse mir von keinem Botschafter in meine Auslandsreisepläne hineinreden.“

Und er fügte auf dem Nachrichtenportal „Parlamentnilisty“ hinzu: Die Tore der Prager Burg, des Präsidentensitzes, seien für den US-Diplomaten künftig verschlossen. Ein diplomatischer Eklat.
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SpOn
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Zeman verteidigt Teilnahme an Militärparade in Moskau

Zeman verteidigt Teilnahme an Militärparade in Moskau
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Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hat seine geplante Reise nach Moskau anlässlich der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Kriegsendes verteidigt. Zeman begründete seine Teilnahme an der traditionellen Militärparade am 9. Mai im Rundfunksender „Frekvence 1“ mit Dankbarkeit dafür, dass man heute in Tschechien nicht Deutsch sprechen und den Gruß „Heil Hitler!“ verwenden müsse.
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derStandard
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Miloš Zeman: Gegner der Militärkolonne sind „antiamerikanische Narren“

Miloš Zeman: Gegner der Militärkolonne sind „antiamerikanische Narren“
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Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hat sich am Dienstag bei einem Besuch der Region Liberec dagegen verwahrt, dass die amerikanischen Soldaten, die in den kommenden Tagen mit einer Militärkolonne demonstrativ Tschechien durchqueren, als „Besatzungsarmee“ bezeichnet werden.
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Die Widersacher des Militärkonvois bezeichnete er dabei als „antiamerikanische Narren“, berichten tschechische Medien.
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Wörtlich sagte Zeman, der seit Längerem auf heimischer und internationaler Bühne wegen seiner pro-russischen Haltung im Ukraine-Konflikt in der Kritik steht:
„Während ich in den letzten Monaten gegen die antirussischen Narren kämpfe, so kommt in jüngster Zeit noch der Kampf gegen die antiamerikanischen Narren hinzu, denn die Narren sind gleichwertig auf beiden Seiten verteilt“.
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Prag aktuell
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Petition fordert Abberufung Zemans

Petition fordert Abberufung Zemans
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Rund 11’000 Menschen haben mit einer Petition die Abberufung des tschechischen Präsidenten Miloš Zeman wegen seiner pro-russischen Äusserungen gefordert. Die Liste mit den Unterschriften sei am Mittwoch dem Petitionsausschuss des Senats übergeben worden, teilten Vertreter der zweiten Kammer in Prag mit.
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NZZ
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Ärger in Prag wegen Siegesfeier

Ärger in Prag wegen Siegesfeier
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Viele europäische Politiker wollen der Siegesfeier in Moskau wegen des Ukraine-Konflikts fernbleiben – nicht aber der tschechische Präsident Zeman. Das sorgt bei der Opposition für Empörung.
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Gegen die geplante Teilnahme des tschechischen Präsidenten Milos Zeman an der Siegesfeier in Moskau zum 70. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland regt sich Widerstand. Die Regierung müsse dem Staatsoberhaupt die Reise ausreden und dürfe sie nicht bezahlen, forderte Ex-Parlamentspräsidentin Miroslava Nemcova. Russland gefährdet nach Ansicht der konservativen Oppositionspolitikerin.
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Sächsische Zeitung
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Ex-Premier Jiri Rusnok soll 2016 tschechischer Notenbank-Chef werden

Ex-Premier Jiri Rusnok soll 2016 tschechischer Notenbank-Chef werden
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Tschechiens Staatspräsident Miloš Zeman will den früheren Premier Jiri Rusnok 2016 zum neuen Chef der Tschechischen Nationalbank (CNB) ernennen.

„Ich gehe davon aus, dass es Jiri Rusnok sein wird“

sagte Zeman im Interview mit dem tschechischen Nachrichtenportal „iDnes.cz“.
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Rusnok ist schon jetzt Mitglied des siebenköpfigen CNB-Rates. Zeman hatte ihn 2014 für diese Funktion ernannt. Rusnok gilt aus Befürworter des Beitritts Tschechiens zur Eurozone. Die übrigen Mitglieder des CNB-Rates, einschließlich des Gouverneurs Miroslav Singer, zeigten sich eher zurückhaltend im Hinblick auf eine Euro-Einführung in Tschechien. Sie waren noch vom EU-kritischen früheren Staatschef Václav Klaus ernannt worden.
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Tiroler Tageszeitung
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