Die Corona-Krise als Mittel der Macht

„Die Herrschenden fühlen sich bedroht“ – Die Corona-Krise als Mittel der Macht

Der international anerkannte niederländische Politikwissenschaftler Kees van der Pijl beschreibt und analysiert in seinem neuesten Buch „Die belagerte Welt“.

„Nach jahrelanger Vorbereitung hat die herrschende Oligarchie, die heute weltweit die Macht ausübt, den Ausbruch der Sars-Cov-2 zugeschriebenen Atemwegserkrankung Covid-19 zum Anlass genommen, Anfang 2020 einen globalen Ausnahmezustand auszurufen“, schreibt er im Vorwort. „ViER.“ hat beim Autor nachgefragt, wie er das begründet.

(Das Interview ist in der Ausgabe 1-22 das Magazins „ViER.“ erschienen, das seit 7. Februar im gut sortierten Zeitschriften- und Buchhandel zu finden ist.)

zum Interview

 


Die Macht Ihres Unterbewusstseins – von Dr. Joseph Murphy

Die Macht Ihres Unterbewusstseins – von Dr. Joseph Murphy

 

The Power of Your Subconscious

 

 

Kapitel 01 – 0:53:430:56:32

Kapitel 02 – 1:34:021:37:48

Kapitel 03 – 2:03:072:05:36

Kapitel 04 – 2:31:292:33:49

Kapitel 05 – 2:55:482:58:30

Kapitel 06 – 3:36:223:38:48

Kapitel 07 – 3:55:223:57:32

Kapitel 08 – 4:10:124:11:51

Kapitel 09 – 4:25:244:28:49

Kapitel 10 – 4:47:114:51:07

Kapitel 11 – 5:17:165:20:42

Kapitel 12 – 5:42:555:46:10

Kapitel 13 – 6:06:246:10:26

Kapitel 14 – 6:34:256:38:38

Kapitel 15 – 6:54:136:58:17

Kapitel 16 – 7:22:417:27:54

Kapitel 17 – 7:47:047:52:05

Kapitel 18 – 8:14:338:18:47

Kapitel 19 – 8:41:388:48:00

Kapitel 20 – 9:17:349:23:00


Le Pen spricht sich für Rückkehr zum ECU-System aus

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Le Pen spricht sich für Rückkehr zum ECU-System aus
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Im Anschluss an die Reuters New Years News-Konferenz sprach sich Marine Le Pen im Fall ihres Wahlsiegs dafür aus, den Euro durch das Vorgängersystem ECU ersetzen (s. Bericht mit Video-Clip):
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„The ECU existed alongside a national currency, a national currency co-existing with a common currency would not have any consequences on the French’s daily life. A ‚monetary snake‘ is something that appears reasonable“
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Le Pens Stellvertreter Florian Philippot führte weiter dazu aus:
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„A currency following the ECU model is not a currency you have in your wallet or your bank account, it’s an accounting currency between countries. It could be a model, maybe even a transitory one.“
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Bei FN ist man offenbar davon überzeugt, dass ein Nebeneinander aus nationaler Währung und ECU „keine Auswirkungen auf den Alltag der Franzosen“ haben werde.
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Schon fast erwartungsgemäß wurde diese Überzeugung umgehend von nicht genannten Experten bestritten.
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Es erscheint sehr unwahrscheinlich, dass jene „Namenlose“ noch nie von dem von uns gegangenen Prof. Wilhelm Hankel hörten, der zu Lebzeiten einer der Väter eines hochrangig besetzten deutsch-französischen Gremiums war, das sich sehr intensiv mit Währungsfragen und dessen marko-ökonomischen Wechselwirkungen beschäftigt.
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Hankel hatte ein vielfach diskutiertes und in seinem Buch „Die Euro-Bombe wird entschärft“ dargelegtes schlüssiges Konzept vorgestellt, welches die zitierten „Experten“ entweder nicht verstanden haben oder verstehen wollen !
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Warten wir ab, ob Le Pen hinsichtlich der Währungsreform-Debatte namhafte Unterstützung bspw. seitens der Banque de France, wo Hankels Konzept noch 2013 als zielführend diskutiert wurde, erhalten wird.
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Ihr Oeconomicus
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korrespondierend:
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04.06.2014:
Frankreich fordert Schwächung des Euro
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12.04.2013:
Der Euro als Qualitätswährung
Bericht zur Bundespressekonferenz mit Prof. Hankel und Hubert Aiwanger
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Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit !

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Die smarte Diktatur.
Der Angriff auf unsere Freiheit !
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Für alle politisch Interessierten legt Harald Welzer eine neue und frische Analyse der großen gesellschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland vor, eine umfassende Diagnose der Gegenwart für alle politisch Interessierten.
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Unsere Gesellschaft verändert sich radikal, aber fast unsichtbar. Wir steuern auf einen Totalitarismus zu. Das Private verschwindet, die Macht des Geldes wächst ebenso wie die Ungleichheit, wir kaufen immer mehr und zerstören damit die Grundlage unseres Lebens. Statt die Chance der Freiheit zu nutzen, die historisch hart und bitter erkämpft wurde, werden wir zu Konsum-Zombies, die sich alle Selbstbestimmung durch eine machtbesessene Industrie abnehmen lässt, deren Lieblingswort »smart« ist.
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Was heißt das für unsere Gesellschaft?
Nach seinem Bestseller ›Selbst denken‹ analysiert Harald Welzer in ›Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit‹, wie die scheinbar unverbundenen Themen von big data über Digitalisierung, Personalisierung, Internet der Dinge, Drohnen bis Klimawandel zusammenhängen.
Daraus folgt:
Zuschauen ist keine Haltung. Es ist höchste Zeit für Gegenwehr, wenn man die Freiheit erhalten will!
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Harald Welzers neues Buch „Die smarte Diktatur“ trifft einen Nerv. Es verkauft sich gut, es wird diskutiert. Die These ist so simpel wie erwartbar:
Die modernen Kommunikationsmedien verschlechtern unser Leben. Sie verdummen uns, machen uns zu Sklaven des Marktes und sind auch irgendwie verbunden mit Flüchtlingskrise, Umweltzerstörung und Klimawandel. Unternehmen wie google, facebook und amazon sammeln unsere Daten und wir verlieren die Kontrolle über unser Leben – Privatsphäre wird wertlos und zugleich steigt die Macht der Überwacher.
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Welzers Band ist ebenso meinungsstark wie anregend zu lesen. Tatsächlich ist es selber aber genau das, was sein Untertitel verspricht:
Ein „Angriff auf unsere Freiheit“.
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Quelle: Amazon
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Die Anstalt im „Grand Hotel Europa“

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Die Anstalt im „Grand Hotel Europa“
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Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe klären Max Uthoff und Claus von Wagner über die Themen auf, die die Nation bewegen.
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Unerhörtes und Ungehörtes aus dem „Grand Hotel Europa“ der Anstalt !
… aber Vorsicht: bei Licht betrachtet erzeugt so manches eher Grimm als herzhaftes Lachen.
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Alles schon mal irgendwie vernommen, aber nicht vertieft ?
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Faktencheck zur Sendung vom 6. September 2016
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weitere Hintergründe zu ausgewählten Themen der Sendung:
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The Brussels Business – Wer regiert die EU ?
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Macht ohne Kontrolle – Die Troika
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Interessenpolitik im europäischen Mehrebenensystem
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Association for the Monetary Union of Europe (AMUE)Komitee für eine Europäische Währungsunion
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European Commission at work – Strategic Plans 2016-2020 and Management Plans 2016
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Literaturempfehlung zum Gesetzgebungsprozess innerhalb der EU:
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Fritz W. Scharpf
(Rechts- und Politikwissenschaftler und langjähriger Direktor des Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung):

Regieren in Europa – Effektiv und demokratisch ?
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Die Erde wächst nicht mit: Neue Politik in einer überbevölkerten Welt

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Die Erde wächst nicht mit:
Neue Politik in einer überbevölkerten Welt
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Spiegel-Rezension vom 19.04.1982 zum Buch des SPD-Kommunalexperten Martin Neuffer über die Ausländerpolitik der Bundesrepublik.
Darin fordert der langjährige hannoversche Oberstadtdirektor, Städtetagpräside und NDR-Intendant eine radikale Neuorientierung der Bonner Ausländerpolitik.
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Der linke Sozialdemokrat plädiert dafür, die Einwanderung von Türken in die Bundesrepublik „scharf“ zu drosseln und auch das Asylrecht „drastisch“ auf Europäer zu beschränken.
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„Die Reichen werden Todeszäune ziehen“, so der Titel der Spiegel-Rezension.
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Auszüge
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„Am Ende stehen dann jene grausamen Straßenschlachten und Stadtteilverwüstungen, die an die brennenden Negerviertel der nordamerikanischen Großstädte erinnern.“
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„Ganze Bevölkerungsteile in Länder anderer Kulturbereiche umzusiedeln, ist kein tauglicher Weg für die Lösung des Übervölkerungsproblems der Wachstumsländer.“
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Eine solche Rezension, wie sie der Spiegel unter Führung es legendären Rudolf Augstein noch abdruckte, wäre heute angesichts politischer korrekter Denkschablonen und einer pauschalierenden Kahanisierung der Meinungsfreiheit nicht mehr darstellbar.
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Gerade deshalb empfiehlt sich dieses Zeitdokument insbesondere einem Publikum, das nach 1980 aufgewachsen ist und sich mangels eigener zeitgeschichtlicher Erfahrungen kaum mit den damaligen politischen Prozessen vertraut ist.
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Ihr Oeconomicus
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Max Horkheimer – „Porträt eines Aufklärers“ (1969)

Max Horkheimer – „Porträt eines Aufklärers“ (1969)
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zur Einstimmung:
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„Die Beziehungen zwischen den führenden Politikern
wird von ganz anderen Dingen als von Recht und Unrecht bestimmt.

Das ist etwas, was mich an der Politik sehr erschreckt und deprimiert.“
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„Ich glaube, dass der Grund des Fanatismus mit der eine Gesinnung,
-welche es auch sei-
ob eine religiöse, eine politische oder eine soziale, daher kommt,
dass der Zweifel an ihr nicht mit ins Bewußtsein aufgenommen,
sondern verdrängt wird.“
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Max Horkheimer (aus dem Video-Porträt)
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und zu den Transatlantischen Wechselwirkungen schreibt Horkheimer:
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„Man muß eine Elite schaffen,
die ganz auf Amerika eingestellt ist.
Diese Elite darf andererseits nicht so beschaffen sein,
daß sie im deutschen Volk selber kein Vertrauen mehr genießt und als bestochen gilt.“
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Quelle:
„Transatlantische Wechselwirkungen – Der Elitenwechsel in Deutschland nach 1945“
(Berlin 2012)

Autor: Stefan Scheil (deutscher Historiker)
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Im Jahr 1930 wurde Max Horkheimer als Ordinarius für Sozialphilosophie an die Universität Frankfurt am Main und als Direktor an das Institut für Sozialforschung berufen.
Bereits in seiner Antrittsvorlesung hatte er das Programm skizziert, aus dem dann, in den 1930er-Jahren im amerikanischen Exil, die Kritische Theorie, die später weltberühmt gewordene „Frankfurter Schule“ entstand.
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Sein Verhältnis zur Studentenbewegung steht im Zentrum der Fragen, die Hellmuth Karasek und Kurt Zimmermann dem Philosophen in diesem Gespräch stellen.
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Portrait & Gespräch (mit Hellmuth Karasek – hr 1969)
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Passend zum Thema
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Theodor W. Adorno / Max Horkheimer
Dialektik der Aufklärung – Philosophische Fragmente
Für Friedrich Pollock
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Zur Neuausgabe
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„Die ‚Dialektik der Aufklärung‘ ist 1947 bei Querido in Amsterdam erschienen.
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Das Buch, das erst allmählich sich verbreitete, ist seit geraumer Zeit vergriffen.
Wenn wir den Band nach mehr als zwanzig Jahren jetzt wieder herausbringen, so bewegt uns nicht allein vielfaches Drängen, sondern die Vorstellung, daß nicht wenige der Gedanken auch heute noch an der Zeit sind und unsere späteren theoretischen Bemühungen weitgehend bestimmt haben.
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Kein Außenstehender wird leicht sich vorstellen, in welchem Maß wir beide für jeden Satz verantwortlich sind. Große Abschnitte haben wir zusammen diktiert; die Spannung der beiden geistigen Temperamente, die in der ‚Dialektik‘ sich verbanden, ist deren Lebenselement.
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Nicht an allem, was in dem Buch gesagt ist, halten wir unverändert fest. Das wäre unvereinbar mit einer Theorie, welche der Wahrheit einen Zeitkern zuspricht, anstatt sie als Unveränderliches der geschichtlichen Bewegung entgegenzusetzen.
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Das Buch wurde in einem Augenblick verfaßt, in dem das Ende des nationalsozialistischen Terrors absehbar war.
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An nicht wenigen Stellen jedoch ist die Formulierung der Realität von heute nicht mehr angemessen.
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Indessen haben wir den Übergang zur verwalteten Welt schon damals nicht zu harmlos eingeschätzt.
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In der Periode der politischen Spaltung in übergroße Blöcke, die objektiv dazu gedrängt werden, aufeinander zu prallen, hat das Grauen sich fortgesetzt.
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Die Konflikte in der Dritten Welt, das erneute Anwachsen des Totalitarismus sind so wenig nur historische Zwischenfälle, wie, der ‚Dialektik‘ zufolge, der damalige Faschismus es war.
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Kritisches Denken, das auch vor dem Fortschritt nicht innehält, verlangt heute Parteinahme für die Residuen von Freiheit, für Tendenzen zur realen Humanität, selbst wenn sie angesichts des großen historischen Zuges ohnmächtig scheinen.
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Die in dem Buch erkannte Entwicklung zur totalen Integration ist unterbrochen, nicht abgebrochen; sie droht, über Diktaturen und Kriege sich zu vollziehen.
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Die Prognose des damit verbundenen Umschlags von Aufklärung in Positivismus, den Mythos dessen, was der Fall ist, schließlich die Identität von Intelligenz und Geistfeindschaft hat überwältigend sich bestätigt.
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Unsere Konzeption der Geschichte wähnt nicht, ihr enthoben zu sein, aber sie jagt nicht positivistisch nach Information.
Als Kritik von Philosophie will sie Philosophie nicht preisgeben.
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Aus Amerika, wo das Buch geschrieben ist, kehrten in der Überzeugung wir nach Deutschland zurück, theoretisch wie praktisch mehr tun zu können als anderswo.
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Zusammen mit Friedrich Pollock, dem das Buch, wie seinerzeit zum fünfzigsten so heute zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag gewidmet ist, haben wir das Institut für Sozialforschung in dem Gedanken wieder aufgebaut, die in der ‚Dialektik‘ formulierte Konzeption weiterzutreiben.
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Bei der Fortbildung unserer Theorie und den anschließenden gemeinsamen Erfahrungen hat uns Gretel Adorno, wie schon bei der ersten Fassung, im schönsten Sinn geholfen.
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Mit Änderungen verfuhren wir weit sparsamer, als bei Neuausgaben von Jahrzehnte zurückliegenden Büchern üblich ist. Wir wollten nicht retouchieren, was wir geschrieben hatten, nicht einmal die offenkundig inadäquaten Stellen; den Text voll auf den gegenwärtigen Stand zu bringen, wäre ohnehin auf nicht weniger hinausgelaufen als auf ein neues Buch.
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Daß es heute mehr darauf ankommt, Freiheit zu bewahren, sie auszubreiten und zu entfalten, anstatt, wie immer mittelbar, den Lauf zur verwalteten Welt zu beschleunigen, haben wir auch in unseren späteren Schriften ausgedrückt.
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Wir haben uns im wesentlichen mit der Berichtigung von Druckfehlern und ähnlichem begnügt.
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Durch solche Zurückhaltung wird das Buch zur Dokumentation; wir hoffen, es sei zugleich mehr.“
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Frankfurt am Main, April 1969
Max Horkheimer
Theodor W. Adorno
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Neuausgabe ‚Dialektik der Aufklärung‘ – PDF (133 Seiten)
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korrespondierende Beiträge
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20.04.2012
Die kritische Theorie der Frankfurter Schule
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