Balkanroute weiter für Migranten geöffnet

Balkanroute weiter für Migranten geöffnet
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Dass die Balkanroute völlig geschlossen sein soll, wird zwar in den österreichischen Medien gerne verlautbart, doch ein Treffen dreier serbischer Minister in der Stadt Preševo, nahe den Grenzen zu Mazedonien und dem Kosovo, weist auf das Gegenteil hin.
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Wie die Zeitung juGmedia berichtet, trafen sich der Polizeiminister Nebojša Stefanović, der Arbeitsminister Aleksandar Vulin und der Gesundheitsminister Zlatibor Lončar, um die Europäische Union darauf aufmerksam zu machen, was am Balkan und im Besonderen in Serbien derzeit vor sich geht.
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103.000 illegale Migranten in Serbien
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Seit dem EU-Türkei-Abkommen vom 18. März 2016 haben 103.000 Personen die Grenze zu Serbien illegal überschritten. Die meisten Migranten, die hauptsächlich über Mazedonien und Bulgarien mittels Schleppern eingereist sind, halten sich nun unkontrolliert im Land auf, weil nur sehr wenige daran interessiert sind, in Serbien um Asyl anzusuchen (vom 1. Jänner bis 6. Juli waren es exakt 4.867 Personen). Und auch diese Personen, wie Minister Stefanović meint, benützen den Asylantrag nur, um unbehelligt auf die nächste Gelegenheit zur Weiterreise nach Mitteleuropa zu warten.
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unzensuriert.at – 10.07.2016
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Dramen am Tor zur Balkanroute

Dramen am Tor zur Balkanroute
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Offenbar lassen sich die Flüchtlingsströme durch die Vorboten des Winters nicht aufhalten. Seit Mazedonien die Sch(a)utzsuchenden nicht mehr durchwinkt, stranden tausende Menschen in Gevgelija im Grenzbereich zu Griechenland.
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Indes lassen Serbien, Kroatien und Slowenien nur noch Reisende aus den afghanischen, irakischen und syrischen Kriegszonen weiter ziehen.
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Es liegt also auf der Hand, dass abgewiesene Sozialsystem-Touristen mehr oder weniger verzweifelt nach Alternativen suchen, um den unfreiwilligen Winterfreuden im Grenzbereich zu entgehen.
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Flüchtlingsansturm auf der Balkanroute überfordert Mazedonische Behörden

Flüchtlingsansturm auf der Balkanroute überfordert Mazedonische Behörden
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Ungarns Vorhaben, seine EU-Außengrenzen bis Ende August abzuriegeln, hat sich auch zu den Flüchtlingsbewegungen auf den Balkanroute durchgesprochen.
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Medienberichten zufolge erreichen täglich etwa 2000 Menschen griechisch-mazedonische Grenzgebiet mit dem Ziel möglichst schnell den ungarischen Schengenraum zu erreichen. In Mazedonien spielen sich wegen des kurzen Zeitfensters bis zur Fertigstellung des ungarischen Grenzzaunes chaotische Szenen ab, so etwa auf dem Bahnhof der Kleinstadt Gevgelija, wo die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan oder dem Irak zu Hunderten in die Waggons in Richtung Belgrad drängen, um von dort aus ‚die letzte Meile‘ zum ‚gelobten Land‘ zu überwinden.
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Eine serbische Zeitung bezeichnete die Lage als „Panik und Entsetzen auf dem Leidensweg“.
Währenddessen haben die ohnehin spärlich besetzten mazedonischen Polizeibehörden zwischenzeitlich jeden Versuch aufgegeben, die anstürmenden Massen zu kontrollieren oder wenigstens in geordnete Bahnen zu lenken.
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Die Registrierung der Flüchtlinge, die eigentlich im südserbischen Aufnahmezentrum Presevo durchgeführt werden sollte, ist offenbar unzureichend organisiert, so dass viele Flüchtlinge ohne die notwendige Durchreisebewilligung mit 72-stündiger Gültigkeit schlichtweg ohne Papiere weiterreisen.
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Im Land selbst wird das Flüchtlingschaos seitens Politik und Medien weitestgehend ausgeblendet und lokale Behörden bemängeln, von ihren Regierungen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben alleine gelassen zu werden.
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Ihr Oeconomicus
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