Minsk droht Staatsbankrott

Minsk droht Staatsbankrott
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Bei dem für kommenden Dienstag (10.03.) in Moskau angesetzten Treffen des Staatsrats der Russisch-Weißrussischen Union steht nicht nur der diesjährige Haushalt auf der Tagesordnung.
Das nach Agenturmeldungen interessante Thema beim Gespräch der beiden Staatspräsidenten Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko dürfte die weitere Finanzierung der weißrussischen Defizite und die künftige Ausrichtung der Minsker Politik zwischen Ost und West sein.
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Die wenig bekannte Russisch-Weißrussische Union, die im Russischen auch als Unionsstaat bezeichnet wird, wurde in den neunziger Jahren von den Präsidenten Jelzin und Lukaschenko ins Leben gerufen. Sie besitzt in der Realität jedoch nur kosmetische Bedeutung.
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Entsprechend gering ist auch das Budget des Unionsstaates. 2014 lag es bei gerade 4,8 Mrd Rubel (knapp 100 Mio Euro zu alten Kursen). Zu dieser Summe trug Weißrussland 36 Prozent bei.
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Deutsch-Russische Wirtschaftsnachrichten
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Weißrussland sichert Ukraine weiter Unterstützung zu

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt.
Man sei “jederzeit bereit” so Lukaschenko wörtlich, der Ukraine schnell und mit jeglicher Hilfe unter die Arme zu greifen. In Kiew traf er seinen ukrainischen Amtskollegen Petro Poroschenko.
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euronews

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Lukaschenko beunruhigt über Verstärkung der Nato

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich am Dienstag besorgt über die Verstärkung der Nato vor den Grenzen seines Landes geäußert und die Stärke der weißrussischen Armee gewürdigt.
Weißrussland wolle Frieden und Ruhe, lasse sich jedoch nicht unter Druck setzen, sagte Lukaschenko am Dienstag vor dem Sicherheitsrat Weißrusslands.

„Unsere Armee und das ganze Volk ist kampffähig genug, um jeder Bedrohung zu begegnen.“

Die Regierung in Minsk habe nicht vor, äußere Feinde zu erfinden, betonte Lukaschenko. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Weißrussen „ihr Land, ihren Staat und ihre Unabhängigkeit“ notfalls verteidigen würden.
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RIA NOVOSTI

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Belarus gewinnt weitere Investitionen aus der VR China

Pkw-Produktion hat begonnen / Chemiefaserherstellung soll ausgebaut werden

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Belarus und die VR China haben im Januar 2014 eine Roadmap für eine strategische Wirtschaftspartnerschaft unterzeichnet. Kooperationen werden im Automobil- und Landmaschinenbau sowie in der IT- und Kommunikationsbranche angestrebt.
Mit Blick auf die Märkte der EU und der GUS führt China Gespräche über die Gründung eines Handels- und Logistikzentrums.
Chinesische Unternehmen engagieren sich bereits in der Automobilproduktion und planen weitere Ansiedlungen in Belarus.
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Christian Overhoff – GTAI


Russland, Weißrussland und Kasachstan gründen Eurasische Wirtschaftskommission

Russland, Weißrussland und Kasachstan haben eine Eurasische Kommission ins Leben gerufen. Die Präsidenten der drei Staaten unterzeichneten am Montag in Moskau entsprechende Unterlagen.

„Wir haben das erste übernationale Organ gegründet, das sich mit der Integration befassen wird“, sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew. Die Gründung der Eurasischen Kommission bezeichnete er als einen wichtigen Schritt in Richtung Eurasische Wirtschaftsunion.

Zum Vorsitzenden der Kommission wurde der russische Industrie- und Handelsminister Viktor Christenko ernannt, der nun sein Amt in der russischen Regierung niederlegen muss. Die Kommission soll die Integrationsprozesse zwischen den drei Staaten im Rahmen der Zollunion und des am 1. Januar 2012 entstehenden Einheitlichen Wirtschaftsraumes koordinieren.
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RIA NOVISTI

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Russland, Weißrussland und Kasachstan gründen Eurasische Wirtschaftsunion

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Erdgasleitung Jamal–Europa

Die Jamal-Leitung ist eine 4196 km lange Pipeline, durch die Erdgas von der Jamal-Halbinsel in Sibirien durch Russland, Weißrussland, Polen bis nach Deutschland transportiert wird.

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Polen

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EuRoPol Gaz ist der Betreiber vom polnischen Abschnitt der Jamal-Leitung. Das polnische Gasunternehmen PGNiG und der russische Gaskonzern Gazpromhalten jeweils 48 % der Aktien an EuRoPol Gaz, der Rest ist in der Hand von Gas-Trading. Die polnische Seite versucht seit Jahren einen höheren Übertragungstarif durchzusetzen, um die Verschuldung von EuRoPol Gaz schneller abzubauen. Die Russen sind jedoch an einem niedrigen Entgelt interessiert, da durch die Jamal-Leitung russisches Erdgas durch Weißrussland und Polen bis nach Deutschland übertragen wird. Je kleiner die Übertragungsgebühr, desto höher die Rendite für GazProm. EuRoPol Gaz war Ende 2007 mit 2 Milliarden PLN (618,3 Millionen €) gegenüber der GazPromBank verschuldet. Die Gelder wurden für den Bau der Jamal-Leitung bezogen.

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Deutschland

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Die Pipeline durchquert die Oder im Oderbruch bei Reitwein und verläuft weiter nach Mallnow zur Übergabe-Verdichterstation der Gascade in Deutschland. Hier übernimmt die Jamal-Gas-Anbindungs-Leitung (JAGAL) das russische Erdgas und speist es in das deutsche Ferngasnetz ein. Das erste Gas wurde im Oktober 2001 geliefert.

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Zukunft

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Die weltweite Erwärmung bringt es mit sich, dass die Nordostpassage im Sommer eisfrei ist; mit Fertigstellung des Hafens Sabetta um das Jahr 2016 herum werden zusätzlich Spezialschiffe mit Flüssigerdgas (LNG) russisches Gas nach Mitteleuropa transportieren. Polen baut bereits ein LNG-Terminal in Swinemünde, auch in Litauen und in der russischen Enklave Kaliningrad sind Gashäfen geplant. Deutschland verzichtet bislang auf dem Bau eines LNG-Terminals.

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Quelle: Wikipedia