Schattenbanken nicht national regulierbar

Schattenbanken nicht national regulierbar
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Eine rein nationale Regulierung des international vernetzten Schattenbankensystems, mit dem Unternehmen eine zusätzliche Finanzierungsalternative zur Verfügung gestellt wird, reicht nach Ansicht der Bundesregierung nicht aus. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/13813) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/13292) schreibt, ist der deutsche Schattenbankensektor „zwar relativ klein, und es gehen von ihm bisher nur geringe Risiken aus“. Dennoch seien die vom internationalen Schattenbankensystem ausgehenden Risiken auch für die Finanzstabilität in Deutschland bedeutend.
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Zum Umfang des Schattenbankensystems scheibt die Regierung, Gelmarktfonds hätten in Deutschland im März 2013 ein Volumen von 7,15 Milliarden Euro gehabt. Das seien 0,53 Prozent des in Deutschland verwalteten Investmentfondsvermögens gewesen. Die Geldmarktfonds in der EU hätten eine Billion Euro verwaltet, was einem Anteil von elf Prozent entsprochen habe.
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Quelle: Bundestag
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Archiv-Beiträge: Schattenbanken


Sorge über Chinas Schattenbanken

Fitch stuft Landeswährung herab

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Die Ratingagentur Fitch schießt China vor den Bug. Den Experten zufolge dürfte die Gesamtverschuldung des Landes bei 198 Prozent liegen. Schuld ist der wuchernde graue Finanzmarkt. Als Warnschuss stuft Fitch die Landeswährung eine Stufe herunter.
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teleboerse
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Korrespondierende Archiv-Beiträge
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30.10.2011:
Grauer Kreditmarkt: Chinas Schattenbanken taumeln
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23.08.2012:
Chinas Schattenbanken-System vor Reform
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14.03.2013:
Schattenbanken in China: “Hier tickt eine Zeitbombe”
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Schattenbanken in China:

„Hier tickt eine Zeitbombe“

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In China blüht der graue Finanzmarkt. Ohne Aufsicht flossen 2012 Kredite in Höhe von 2,8 Billionen Euro.
Banker warnen vor einer Kreditblase und riskanten Finanzprodukten, die wie Schneeballsysteme zusammenbrechen könnten – wie 2008 bei der Krise in den USA. „Es gibt potenzielle Risiken im Finanzsektor“, sagte Chinas scheidender Ministerpräsident Wen Jiabao fast etwas beiläufig in seinem Rechenschaftsbericht vor dem Volkskongress in Peking. Eine krasse Untertreibung, wie Experten finden.
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DiePresse

Schattenbanken oder wie man Vorschriften austrickst

Schattenbanken oder wie man Vorschriften austrickst

Zur Umgehung der verschärften Kontrollen verschieben Banken Milliarden Franken in so genannte Schattenbanken. Diese sind eine Gefahr für das ganze Finanzsystem, wie der Beitrag der Wirtschaftssendung Eco des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) zeigt.
swissinfo.ch – Video-Clip [7:33 Min]
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Ergänzungen
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GRÜNBUCH SCHATTENBANKWESEN
Europäische Kommission – 19.03.2012 – PDF [16 Seiten]
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„Licht ins Dunkel bringen“ – EU-Analyse der EBD zum Grünbuch Schattenbankwesen
Er wolle „Licht in den gesamten Finanzsektor bringen“, hatte Michel Barnier, Kommissar für Binnenmarkt- und Dienstleistung verkündet, als er am 19. März 2012 das „Grünbuch Schattenbankwesen“ in Brüssel vorstellte. Vier Wochen später, am 19. April, luden EU-Kommission und das Netzwerk EBD zur Präsentation des Grünbuchs in Berlin ein.
Europäische Bewegung Deutschland (EBD)Präsentation aus dem Vortrag „Shadow Banking“ von Jan Ceyssens (Berlin, April 2012)
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FINANCIAL STABILITY BOARD
diverse Publikationen (April 2011-November 2012) zum Thema Shadow Banking
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SHADOW BANKING IN THE EURO AREA – AN OVERVIEW
ECB – Occasional Paper Series No. 133 – April 2012 – PDF [38 Seiten]
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Shadow Banking by Federal Reserve Bank of New York
Staff Report No. 458 – July 2010, Revised February 2012 – PDF [38 Seiten]
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The Deloitte Shadow Banking Index – Shedding light on banking’s shadows
Deloitte Center for Financial Services – 29.05.2012 – PDF [20 Seiten]
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Video-Dokumente
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$ 60 Billionen Spekulation im Reich der Schattenbanken
… es spekuliert sich gut im Dunkeln, bzw. wieder ausserhalb der Bilanzen und der Realwirtschaft …. alles wie gehabt ….. Gewinne privatisieren, Haftung & Verluste sozialisieren …
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Schattenbankenexperte Dr. Torsten Fett, Kanzlei Noerr: „Den Weg zu den Schattenbanken nicht abschneiden.“
Schattenbanken gelten als große Bedrohung für die Stabilität des Finanzsystems. Jetzt droht ihnen selbst Ungemacht, und zwar im Zuge einer strengen Regulierung durch die G20-Staaten. Im FINANCE-Talk sagt Schattenbankenexperte Dr. Torsten Fett, wo die Politiker ansetzen werden und was das Ganze für das Finanzsystem, die Banken und die Unternehmenskunden bedeutet.
FINANCE-TV, 11.10.2012 – [7:44 Min]
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Schattenbanken: Eine intransparente Gefahr
Neue Finanzmarkt-Regulierungen wie Basel III wollen den Banken Zügel anlegen und deren Sicherheit erhöhen. Unter diesen Regeln rutschen aber die Schattenbanken – Finanzinstitute wie Hedge-Fonds und Zweckgesellschaften – durch. Sie handeln zwar ähnlich wie Banken, besitzen aber keine Banklizenzen und sind darum nicht reguliert. Diese Schattenbanken bewegen ein Viertel der Finanzmärkte. Damit sind auch sie ein Risiko für das gesamte System.
SRF: ECO vom 03.12.2012, 22:25 Uhr – [8:06 Min]
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Tax Havens – Investigating International Finance
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Capital controls – Investigating International Finance
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Shadow Banking – Investigating International Finance
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Private Investment in the Developing World – Investigating International Finance
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Schattenbanken und deren gigantischen Volumina

Der Finanzstabilitätsrat der G20-Staaten (FSB) bezifferte das Volumen der Nicht-Banken per Ende 2011 auf 67 Billionen Dollar. Zum Start der Weltfinanzkrise 2007, an der die Schattenbanken nicht unbeteiligt waren, betrug das Volumen 62 Billionen Dollar, vor zehn Jahren 26 Billionen.

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Damit sorgen die zum großen Teil unregulierten Institutionen für fast ein Viertel der Vermögenswerte im gesamten Finanzsystem. Die Banken selbst stellen knapp die Hälfte, der Rest kommt von Versicherern und Pensionsfonds, Staatsbanken und Zentralbanken. Dabei sei die Dunkelziffer bei den Schattenbanken noch groß, räumte der FSB ein.
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ManagerMagazin


Chinas Schattenbanken-System vor Reform

Chinas Schattenbanken-System vor Reform

Kredithaie und mafiöse Praktiken von Geldverleihern sind in China bis jetzt weit verbreitet. Reformen sollen ihren Einfluss eindämmen und dem Mittelstand zu günstigeren Mitteln verhelfen.

NZZ


Streifzug durch Bad Banks, Schattenbanken, Notenbanken

Streifzug durch Bad Banks, Schattenbanken, Notenbanken

Von wem wurde die Finanzkrise ausgelöst?
Lehman Brothers – einer Bank. Was sind denn so die größten Skandale der letzten Jahre?

Deutschlands Hypo Real Estate – ein Institut, das Schneisen der Verwüstung nicht nur in die Geldbranche geschlagen hat.

Und – wie war das eigentlich mit der Nord/LB? Mit Alpe Adria? Lauter Fragen, die alle in einer Grundfrage kulminieren:

  • Was genau ist eigentlich eine Bank?
  • Eine Halde für Schrottpapiere?
  • Oder ein Biotop für Betrüger?
  • Vielleicht gar ein Laden für fromme Logenbrüder?
  • Nichts von alledem?
  • Oder von allem ein bisschen?

HR2-Der Tag – PODCAST

herzlichst

Ihr Oeconomicus