Präsidentschaftswahl in Frankreich – Erster Wahlgang

Präsidentschaftswahl in Frankreich – Erster Wahlgang

 

Emmanuel Macron
LREM – La République en Marche
27,6%
Marine Le Pen
RN – Rassemblement National
23,4%
Jean-Luc Mélenchon
FI – La France Insoumise
21,9%
Éric Zemmour
REC! – Reconquête!
7,0%

Das Ergebnis der Stichwahl am 24. April wird entscheiden, ob alles so bleibt wie es ist oder sich der nächste EU-Albtraum (le cauchemar) einstellen wird.

 

korrespondierend:

France24, english:

Geht Marine Le Pen als Favoritin in die Endrunde?
Mit dieser Frage beschäftigt sich Jürg Altwegg in seinem Kommentar bei Weltwoche.


Neue Corona-Variante B.1.640.2 in Süd-Frankreich aufgetaucht

Neue Corona-Variante B.1.640.2 in Süd-Frankreich aufgetaucht

 

Während Omicron gerade dabei ist, weltweit die dominierende Corona-Variante zu werden, ist in Süd-Frankreich bereits eine neue Mutante aufgetaucht, die es in sich haben könnte.

Sie heißt vorerst B.1.640.2 und könnte ebenfalls ihren Ursprung in Afrika haben. Beim ersten nachgewiesenen Fall handelte es sich um eine Person, die aus Kamerun nach Frankreich eingereist war.

Zwölf Menschen sollen bereits nachweislich infiziert sein. Wissenschaftler sprechen von einer „atypischen“ Kombination“ bei B.1.640.2, mit insgesamt 46 Mutationen. Weitere Details über die Gefährlichkeit und die Ausbreitungsgeschwindigkeit liegen noch nicht vor. Unklar auch, ob die WHO der neuen Variante einen eigenen Namen aus dem griechischen Alphabet gibt. Pi, Rho und Sigma sind die drei Buchstaben nach Omicron.

Quelle


Covid-19 in Frankreich: 94 neue Todesfälle und mehr als 8.300 Krankenhauspatienten

Covid-19 in Frankreich: 94 neue Todesfälle und mehr als 8.300 Krankenhauspatienten

Das Fortschreiten der fünften Welle ist in Frankreich besorgniserregend.

Die Zahlen steigen, ebenso wie die Besorgnis in einigen wissenschaftlichen Gremien. An diesem Montag zählte Public Health France insgesamt 1.406 Patienten, die aufgrund von Covid-19 auf der Intensivstation ins Krankenhaus eingeliefert wurden .

Im Detail werden im Krankenhaus 8.338 Covid-19-Patienten versorgt. Am Sonntag waren es 8.038 und am vergangenen Montag 7.361. Von dieser Gesamtzahl befinden sich 1.406 schwere Fälle auf der Intensivstation, verglichen mit 1.339 am Sonntag und 1.257 vor sieben Tagen.

In den letzten 24 Stunden wurden 94 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert, was die Zahl der Todesfälle in Frankreich auf mindestens 118.500 erhöht.

Das Gesundheitsinstitut zählt außerdem innerhalb von 24 Stunden 5.266 Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus, gegenüber 19.749 am Sonntag und 3.241 am vergangenen Montag.

[…]

LeParisien

Covid-19 en France : 94 nouveaux décès et plus de 8300 patients hospitalisés

La progression de la cinquième vague inquiète en France.

Les chiffres montent, tout comme l’inquiétude au sein de certaines instances scientifiques. Ce lundi, Santé Publique France dénombre un total de 1 406 patients hospitalisés en raison du Covid-19, en soins critiques.

Dans le détail, 8 338 malades du Covid-19 sont pris en charge à l’hôpital. Ils étaient 8 038 dimanche, et 7 361 lundi dernier. Sur ce total, 1 406 cas graves sont en soins critiques contre 1 339 dimanche, et 1 257 il y a sept jours.

94 nouveaux décès liés au Covid-19 ont été enregistrés ces dernières 24 heures, portant le nombre de décès en France à au moins 118 500.

L’institut sanitaire dénombre également 5 266 nouvelles contaminations au nouveau coronavirus en 24 heures, contre 19 749 dimanche, et 3 241 lundi dernier.

LeParisien

https://www.leparisien.fr/societe/sante/covid-19-en-france-94-nouveaux-deces-et-plus-de-8300-patients-hospitalises-22-11-2021-VJA5TFMV5RGB3BFTY5D47GM324.php


Frankreich und Italien werden COVID-19-Gesundheitspässe einführen

France, Italy Set to Roll Out COVID-19 Health Passes

Ungeimpfte Bürger Frankreichs müssen mit strengeren Beschränkungen rechnen, nachdem sich die Behörden für COVID-19-Gesundheitspässe ausgesprochen haben, die den Zutritt zu Restaurants, Bars und Krankenhäusern sowie das Reisen ermöglichen sollen.

Der Verfassungsrat in Frankreich entschied am Donnerstag auch, dass die Pässe für Fernreisen mit dem Zug, dem Flugzeug oder dem Bus erforderlich sind, wie The Associated Press berichtete.

Außerdem wurde beschlossen, dass die Beschäftigten des Gesundheitswesens bis zum 15. September gegen das Virus geimpft werden müssen und dass Krankenhausbesucher ebenfalls einen Gesundheitspass benötigen.


Die Gegner der Maßnahmen werfen Macron jedoch vor, die Freiheitsrechte mit Füßen zu treten und Ungeimpfte zu diskriminieren.

Die jüngste Entscheidung des Gerichts löste Proteste vor dem Verfassungsrat in Paris aus, bei denen mehrere Hundert Menschen das Urteil anprangerten; weitere Proteste sind für dieses Wochenende geplant.

source: tighter restrictions for unvaccinated citizens

Italien hat Macrons Vorstoß offenbar aufgegriffen.

Die italienische Regierung entschied am Donnerstag, dass Lehrer vor dem Betreten des Klassenzimmers einen Nachweis der Immunität gegen COVID-19 vorlegen müssen, und hat auch den sogenannten Green Pass für Reisende in Zügen, Flugzeugen, Schiffen und interaktiv vorgeschrieben -Stadtbusse.

Um die Impfungen gegen die hochansteckende Delta-Variante zu beschleunigen, hatte die Regierung bereits verfügt, dass der Pass ab dem 6. August erforderlich ist, um in Restaurants drinnen zu essen und eine Reihe von Dienstleistungen und Freizeitaktivitäten zu nutzen.

Nun weitete das Draghi-Kabinett trotz Bedenken in der Regierungskoalition ab dem 1. September auf alle Lehrer, Studenten und den Fernverkehr aus.

Konkrete Konsequenzen:

Lehrerinnen und Lehrer können ohne das Zertifikat nicht arbeiten und nach fünf Tagen Abwesenheit werden sie nicht mehr bezahlt.

Quelle: Reuters

Auch der Chairman des Oval Office- Chairman äußerte sich zu diesem Thema:

„Es sei für Bundesangestellte obligatorisch, sich impfen zu lassen

oder sich regelmäßigen Tests, Maskenpflichten und Reisebeschränkungen zu unterziehen.“

und löst damit wohl einen Sturm aus !

Senator Rand Paul der selbst Arzt ist und seit 33 Jahren eine Praxis betreibt, schrieb am 4. August ein Op-Ed bei FoxNews, in dem der die Maßnahmen zu Covid-19 aufs Schärfste missbilligte und die Bevölkerung zum Widerstand aufrief.

deutschsprachige Fassung dazu

Wie so oft werden politische Entscheidungen auf wissenschaftliche Begründungen bestimmter Figuren zurückgeführt , die sich gerne als so vollkompetent darstellen, womit Betrachter oft völlig vergessen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse mitnichten linear, sondern dynamisch zu verstehen sind, wobei es wie bei einem perpetuum mobile um These, Antithese und Synthese geht und quasi nie endet.

An der Stelle sei an Sir Isaac Newton erinnert, zu dessen herausragenden Werken das von ihm entwickelte Wechselwirkungsprinzip gehört, dessen Kernaussage „Druck erzeugt Gegendruck“ vielen Menschen geläufig sein mag.

Vielleicht mag es in diesem Zusammenhang seltsam erscheinen, dass so manche Absolventern der Physik mutmaßlich von Erinnerungsschwächen an ihre Studienzeit geplagt sein könnten, ein Phänomen, dessen Folge bei politischen Diskursen zu „alternativlosen“ Einschätzungen führt, meint

Ihr Oeconomicus


Frankreich: Werden wir Zeuge gewaltorientierter Zersetzungsprozesse ?

Frankreich:
Werden wir Zeuge gewaltorientierter Zersetzungsprozesse ?
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Yves Mamou, der zwei Jahrzehnte als Journalist für Le Monde arbeitete, beschreibt in seiner erschreckenden Diagnose die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Prozesse in Frankreich.
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Als ein Ergebnis seiner Beobachtungen konstatiert er zunehmende Gewalt.
Nicht etwa nur Terroranschläge, sondern reine Bandengewalt, die ein zunehmendes Gefühl von Unsicherheit in Krankenhäusern, an Schulen, auf der Straße und gar bei der Polizei auslöst.
Die Medien wagen nicht zu sagen, dass diese Gewalt vor allem von muslimischen Banden kommt – „Jugendliche“, wie sie in den französischen Medien genannt werden, um nicht zu benennen, wer sie sind.
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Mamou kommt zu dem Schluss, dass sich in Frankreich eine Form von Bürgerkriegsklima ausbreitet und zitiert Thibaud de Montbrial (französischer Rechtsanwalt und Terrorismus-Experte):
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„Alles, was staatliche Institutionen repräsentiert (…), wird nun Gewalt ausgesetzt, die im Wesentlichen auf essentiell sektiererischen und manchmal ethnischen Exzessen beruht, angetrieben durch einen unglaublichen Hass auf unser Land. Wir müssen blind oder unbewusst sein, um uns nicht um den nationalen Zusammenhalt Sorgen zu machen.“
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Angesichts der beschriebenen Vorgänge wäre es fatal, davor einfach die Augen zu schließen und darauf zu bauen, dass die etablierte Politik angesichts staatsdichternden Zuspruchs und betreuten Heuchelklatschern solchen Entwicklungen tatsächlich entgegenwirken können.
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Ob ein solches Entgegenwirken durch Verstärkung polizeilicher Einsätze, höhere Sicherheitsanforderungen zu Lasten unserer Freiheitsrechte zielführend sein kann, sei dahingestellt.
Vielmehr gilt es die Ursachen solcher Exzesse zu beseitigen, zumindest aber einzudämmen .. ein Ansatz, der oftmals mit linksgrüner Ideologie nicht kompatibel erscheint.
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Wir sollten endlich realisieren, dass ein in Frankreich zu beobachtender, gewaltorientierter Zersetzungsprozess vor unseren offen Grenzen nicht halt macht, eine Tatsache die sich auch im aktuellen BKA-Bericht -Titel: „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung„- widerspiegelt.
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Bleiben wir also hellwach und versuchen, wie es Étienne de La Boétie in seinem 1548 veröffentlichten Werk „Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen“ so treffend zum Ausdruck brachte, „das Richtige zu tun“.
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Ihr Oeconomicus
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Finale bei der konservativen Kandidatenkür in Frankreich

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Finale bei der konservativen Kandidatenkür in Frankreich
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Fünf Monate vor der Präsidentenwahl bestimmen die Anhänger der bürgerlichen Rechten ihren Kandidaten.
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Die beiden früheren Premierminister François Fillon (62) und Alain Juppé (71) wollen in den Élyséepalast und stellten sich den Wählern. Fillon galt in Umfragen als klarer Favorit, ihm wurden bis zu 65 Prozent der Stimmen zugetraut. Sollte sich Fillon tatsächlich durchsetzen, wäre ein weiterer Weihnachtswunsch im Kanzleramt (Juppé) geplatzt.
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Offenbar gab es vor vielen Wahllokalen teilweise lange Warteschlangen. Französischen Quellen zufolgenk lag die Wahlbeteiligung bis zum Mittag um 10 bis 15 Prozent über der vom vergangenen Sonntag.
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Dem Vernehmen nach schließen die rund 10 000 Wahllokale um 19.00 Uhr schließen. Erste Ergebnisse wurden gegen 20.30 Uhr erwartet.
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Trotz Fillon’s Reformprogramm (Liberalisierung des Arbeitsmarktes, Abbau von Stellen im öffentlichen Dienst und rapide Anhebung des Renteneintrittsalters) dürfte es für Marine Le Pen kein Spaziergang werden, sich bei der Élection presidentielle gegen den vermeintlich eurokritischen Fillon durchzusetzen.
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Was die wirtschaftlichen Kompetenzen von Fillon anbelangt, sei an 2010 erinnert, als er als Premier unter Sarkozy vollmundig ankündigte, das französische Haushaltsdefizit (damals 8 %) in den Griff zu bekommen.
Nach dem Rasenmäher-Prinzip wollte er die damals rund 500 Varianten von Steuervergünstigungen, die dem Staat Mindereinnahmen von round about 70 Mrd. EUR bescheren, pauschal zurückfahren.
Daneben wollte er seine Reformpläne mit dem immer gern genommenen Rotstift (Kürzung der Sozialleistungen um pauschel 10 %) zum Erfolg führen.
Fillon war davon überzeugt, bis längstens 2013 das französische Haushaltsdefizit auf 3 % reduzieren zu können, um die Kriterien des Europäischen Stabilitätspakts zu erfüllen.
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Bekanntermaßen erklärte Fillon nach der Parlamentswahl 2012 am 10. Mai 2012 zusammen mit seinem Kabinett seinen Rücktritt und hinterließ François Hollande ein Haushaltsdefizit von rund 101,65 Mrd. EUR, also knapp 5 % !
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Während seiner Amtszeit als Premier „gelang“ es Fillon, die französische Staatsverschuldung von 1.248,87 Mrd. EUR (2007) auf 1.865,76 Mrd. EUR (2012) explodieren zu lassen.
Dieser Trend setzte sich während der Amtszeit von Hollande weiter fort, per 31.12.2015 lag die Staatsverschuldung bei 2.097,10 Mrd. EUR, das „offizielle“ Haushaltdefizit mit 77,43 Mrd. EUR bei 3,54 % (zum BIP) und die Zinsausgaben des Jahres 2015 bei schlappen 44,11 Mrd. EUR.
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Sollte der für Mitte Dezember prognostizierte US-hike umgesetzt werden, wird dies nicht nur Auswirkungen auf die Verzinsung der französischen Staatsschulden haben, sondern ggfl. auch neue Überlegungen der EZB hinsichtlich der Fortführung ihrer Zinspolitik nach sich ziehen … eine Entwicklung die bei manchen EURO-Staaten das ökonomische Lichtchen zum flackern bringen werden.
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Nicht nur vor diesem Hintergrund verspricht das zu erwartende Duell zwischen Fillon und Le Pen spannungsgeladene Schärfe.
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Ihr Oeconomicus
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update: 21.53 Uhr
Bei der Präsidentschaftsvorwahl von Frankreichs Konservativen steuert Ex-Premier Fillon auf einen klaren Sieg zu. Laut Hochrechnungen kommt er auf fast 70 Prozent der Stimmen, sein Kontrahent Juppe nur auf 30 Prozent. Der räumte seine Niederlage ein.
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korrespondierende Beiträge
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23.11.2016 – Reuters:
Russland lobt französischen Präsidentschaftskandidaten Fillon
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08.02.2011 – SpOn:
Fillon ließ sich Urlaub von Mubarak sponsern
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Frankreich will Ausnahmezustand bis zur Wahl verlängern

Frankreich will Ausnahmezustand bis zur Wahl verlängern
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Wie die osterreichische Zeitung „Die Presse“ berichtet, hat Francois Hollande bereits am Dienstag am Rande der Klimakonferenz in Marrakesch angekündigt, den seit dem Anschlag in Nizza geltenden Ausnahmezustand bis zur Präsidentschaftswahl im April 2017 zu verlängern.
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Die erste Runde der Präsidentschaftswahl ist für den 23. April 2017 geplant, die sehr wahrscheinliche zweite Runde für den 7. Mai kommenden Jahres.
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Gibt es ein besseres Signal um der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, welch symbolischer Feuersturm den präsidialen Vorturner bedroht ?
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Man darf gespannt sein, ob und wie die streitbare französische Bevölkerung und Hollandes Herausforderer reagieren werden.
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Vielleicht lösen diese Reaktion bei dem Herrn Präsidenten eben solchen Brechreiz aus, wie Donald Trumps diverse Wahlkampfreden.
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Ihr Oeconomicus
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