Conte gescheitert – Draghi soll es richten


Conte gescheitert – Draghi soll es richten

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella gab gestern (02.02.) bekannt, Mario Draghi mit der neuen Regierungsbildung beauftragen zu wollen.

Neuwahlen seien keine Alternative, so Mattarella, da zwischen Parlaments-Auflösung und Amtsantritt einer neuen Regierung mehrere Monate vergehen würden. Ausserdem sei angesichts von Pandemie, Wirtschaftskrise, der laufenden Impfkampagne und der Notwenigkeit, den Zugang zu den finanziellen Mitteln des EU-Wiederaufbauplan zu sichern, keine andere Lösung zielführend.

Tja, alles Argumente die strittig zu diskutieren wären. Jedoch könnte man auch mutmaßen, dass „behind the curtain“ schlichtweg die aktuellen Umfragewerte der Lega, Forza Italia und Fratelli d’Italia, welche zusammen weit über 50 % erreichen könnten, und/oder den phösen Matteo Salvini wieder „nach oben“ spülen dürfte, eine tragende Rolle für Mattarella’s Entscheidung waren.

Tja, dann sollten wir mal die Popcorn-Bestände auffüllen, um in Ruhe die weitere Entwicklung beobachten.
Jedenfalls wird es „Super-Mario“ nicht leicht haben mit irgendwelchen „what ever it takes“-Phantasien das politische Geschehen zum Wohle des Landes zu befrieden oder gar signifikanten Rückhalt bei der Bevölkerung zu erreichen, meint

Ihr Oeconomicus

.

follow-up, 03.02.2021

Erwartungsgemäß wurde Mario Draghi mit der Regierungsbildung beauftragt.
Die NZZ hat sich in ihrem aktuellen erkenntnisreichen Beitrag dazu unter anderem mit den vier großen Baustellen des Landes und den Konstruktionsmängeln von Staatsapparat und Gesetzgebung beschäftigt. Sehr zu empfehlen.



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