Die Erde wächst nicht mit: Neue Politik in einer überbevölkerten Welt


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Die Erde wächst nicht mit:
Neue Politik in einer überbevölkerten Welt
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Spiegel-Rezension vom 19.04.1982 zum Buch des SPD-Kommunalexperten Martin Neuffer über die Ausländerpolitik der Bundesrepublik.
Darin fordert der langjährige hannoversche Oberstadtdirektor, Städtetagpräside und NDR-Intendant eine radikale Neuorientierung der Bonner Ausländerpolitik.
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Der linke Sozialdemokrat plädiert dafür, die Einwanderung von Türken in die Bundesrepublik „scharf“ zu drosseln und auch das Asylrecht „drastisch“ auf Europäer zu beschränken.
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„Die Reichen werden Todeszäune ziehen“, so der Titel der Spiegel-Rezension.
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Auszüge
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„Am Ende stehen dann jene grausamen Straßenschlachten und Stadtteilverwüstungen, die an die brennenden Negerviertel der nordamerikanischen Großstädte erinnern.“
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„Ganze Bevölkerungsteile in Länder anderer Kulturbereiche umzusiedeln, ist kein tauglicher Weg für die Lösung des Übervölkerungsproblems der Wachstumsländer.“
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Eine solche Rezension, wie sie der Spiegel unter Führung es legendären Rudolf Augstein noch abdruckte, wäre heute angesichts politischer korrekter Denkschablonen und einer pauschalierenden Kahanisierung der Meinungsfreiheit nicht mehr darstellbar.
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Gerade deshalb empfiehlt sich dieses Zeitdokument insbesondere einem Publikum, das nach 1980 aufgewachsen ist und sich mangels eigener zeitgeschichtlicher Erfahrungen kaum mit den damaligen politischen Prozessen vertraut ist.
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Ihr Oeconomicus
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2 Kommentare on “Die Erde wächst nicht mit: Neue Politik in einer überbevölkerten Welt”


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