Hanjin in Seenot ! – Dominoeffekte voraus ?


Hanjin in Seenot ! – Dominoeffekte voraus ?
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Die weltweite Schifffahrtskrise führt zu einer Großpleite:
Hanjin Shipping aus Südkorea hat Zwangsverwaltung beantragt. Die Regierung in Seoul greift ein, um den Kollaps zu verhindern – doch auch der Retter, Hyundai Merchant Marine (HMM), ist hoch verschuldet.
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Grund für die Insolvenz des Giganten (Platz sieben in der Weltrangliste!) ist laut Branchendiensten, dass die Gläubiger, darunter die koreanische Staatsbank KDB, den Geldhahn zugedreht hat.
Seit Mai läuft bereits ein großes Restrukturierungsprogramm unter der Regie der Gläubiger. Dabei sind offenbar weniger Einsparpotenziale erschlossen worden als nötig.
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Hanjin soll 5,3 Milliarden Euro Schulden haben und bereits in Häfen überall auf der Welt nicht mehr zugelassen werden – aus Angst, dass das Unternehmen die Gebühren nicht mehr zahlen kann.
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Überkapazitäten, sinkende Nachfrage und geringere Frachtpreise sorgen bei Reedereien weltweit für Probleme.
Zuletzt waren im Februar die beiden defizitären chinesischen Staatsreedereien Cosco und China Shipping fusioniert.
In der Branche war laut Insidern schon lange ein großer Crash erwartet worden.
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Wir dürfen alle gespannt darauf sein, ob und in welchem Umfang die fundamentale Krise der Container-Schifffahrt weitere Auswirkungen auf die traditionell hohen Schiffsfinanzierungen deutscher Banken haben wird.

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Ihr Oeconomicus
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Quellen:
HandelsblattHamburger MorgenpostBBC Bloomberg
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One Comment on “Hanjin in Seenot ! – Dominoeffekte voraus ?”

  1. Terry sagt:

    „Hanjin soll 5,3 Milliarden Euro Schulden haben und bereits in Häfen überall auf der Welt nicht mehr zugelassen werden – aus Angst, dass das Unternehmen die Gebühren nicht mehr zahlen kann.“

    ..nur aus Angst, die Gebühren nicht mehr bezahlen zu können ?

    Mir würde bei diesem Szenario aber auch durch den Kopf gehen:
    Wenn ein Unternehmer seine Hafengebühren nicht mehr bezahlen kann, könnte man auch daraus schließen, dass die Mittel für notwndige Sicherheits-Checks oder zu Reparaturen/Erneuerung fehlen.

    Je größer das Schiff, desto größer das Einzelrisiko !

    Ich möchte ja nichts unterstellen
    „In der Branche war laut Insidern schon lange ein großer Crash erwartet worden“
    aber über eine satte Versicherungssumme hat sich schon so mancher Unternehmer saniert, wobei ökologische Folgen solcher Verbrechen auf See (unsere Ozeane sind ja eh schon zur „Müllkippe“ aller Nationen mutiert) eben nebensächliche Kollateralschäden sind – klaro ?

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