Griechenland besiegelt Hafen-Verkauf an chinesische Cosco


Griechenland besiegelt Hafen-Verkauf an chinesische Cosco
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Griechenland verkauft seinen größten Hafen und treibt so die von seinen Gläubigern geforderten Privatisierungen voran.
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Die chinesische Großreederei Cosco ist neuer Besitzer des Hafens Piräus. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras, Cosco-Chairman Xu Lirong und der Chef der Privatisierungsbehörde besiegelten den Deal am Freitag. Demnach erwerben die Chinesen für 280,5 Millionen Euro 51 Prozent an dem Hafen. Weitere 16 Prozent wandern nach fünf Jahren für 88 Millionen Euro in die Hände des Konzerns, wenn dieser die vereinbarten Investitionen erbracht hat.
[…]
Reuters
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4 Kommentare on “Griechenland besiegelt Hafen-Verkauf an chinesische Cosco”

  1. Sicher werden die Griechen dort keinen Job bekommen können.
    Die Chinesen werden ihr eigenes Humankapital mitbringen.
    Es wird und bleibt spannend….. , ob diese Zukunft sinnvoll ist?
    Wohl kaum….oder?

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    • Oeconomicus sagt:

      Dies ist z. Zt. sehr schwer einzuschätzen.

      Bekannt ist, dass die Chinesen in ihrem Hafen-Teil keinerlei staatliche Kontrollen zulassen.
      In den griechischen Medien war vielfach zu lesen, dass Cosco auch gezielt Arbeitnehmerrechte ausheble, keine neuen Facharbeiter einstellen und nach Aussagen von Arbeitnehmern und Gewerkschaftsvertretern viele Arbeiter nur stundenweise als Hilfsarbeiter engagiere.

      Andererseits ist zu hören, dass die chinesischen Betreiber den Hafen zum zweitgrößten europäischen Container-Hafen ausbauen wollen und zur Erlangung dieses Zieles erhebliche Investitionen vornehmen.

      Dagegen sind die Schiffsbau-Aktivitäten zu Gunsten chinesischer Reedereien kontinuierlich nach unten gefahren worden.

      Qualifizierte griechische Schiffsbau-Ingenieure wurden abgeworben und verdienen nun in China bis zum dreifachen des bisherigen in Griechenland bezahlten Gehalts.

      Zu diesem Themenkomplex wäre noch weitaus mehr zu berichten, was gelegentlich in einem gesonderten Aufsatz einfließen wird.

      Zunächst vielen Dank für Ihr Interesse und die geschätzte Aufmerksamkeit.

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    • Ja, man muß die Chinesen irgendwie mitspielen lassen und deren Dollarbestände aus deren Leidvollwährungsbeständen Dollar etwas zum Kauf anbieten, damit die noch ein wenig bei Laune gehalten werden……
      Bevor der Russe usw., den Griechen behilflich sein könnte…

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      • Oeconomicus sagt:

        „Chinesen irgendwie mitspielen lassen“

        … der war gut !

        Objektiv betrachtet geschieht an der Stelle wesentlich mehr, als angenommen wird.

        Multiple Milliarden-Investitionen in Afrika, in Mittel- und Südamerika haben neben den bekannten Europäischen und besonders Deutschen Engagements zwischenzeitlich Dimensionen erreicht, die von unseren transatlantischen Freunden nicht einhellig geschätzt werden.

        Ob dies auch daran liegen mag, dass China nicht nur nach dem üblichen neo-kolonialen Muster die Assets abgreift, sondern sich auch um Infrastruktur, die den dort lebenden Menschen nutzen, kümmert … und vor allem sehr langfristig plant und handelt ?

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