Merseburger Chemieprofessor mit Rückgrat unterbricht Merkel-Rede


Merseburger Chemieprofessor mit Rückgrat unterbricht Merkel-Rede
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Thomas Rödel, Chemie-Professor der Hochschule Merseburg hat am Montag die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Fraunhofer-Insitut unterbrochen. Er habe Angst um die Zukunft seiner Kinder. Ein Video zeigt seine Einwände. Seine Hochschule distanziert sich vom Zwischenruf.
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Rödels Einlassung, er habe Angst um die Zukunft seiner Kinder und möchte „keine Experimente“ bügelte Merkel unter Applaus eines mutmaßlich „denkbetreuten“ Publikums damit ab, dass sie darauf hinwies, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und darauf zu achten, dass Deutschland eine gute Zukunft habe.
Wie Merkels Verantwortungsverständnis aussieht, erleben wir leider tagtäglich und nicht wenige Menschen fragen sich, wie lange noch ?!
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Die mutige Haltung des Professors verdient allergrößten Respekt und sollte beispielgebend wirken.
Zwischenzeitlich fand der bei facebook dokumentierte Vorgang mehr als 640,000 Aufrufe.
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Ihr Oeconomicus
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Pressereaktionen:
Mitteldeutsche ZeitungDie WeltFocus
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Nachtrag:
Zwischenzeitlich schreibt der Spiegel, quasi als Warnung an potentielle Nachahmer, die Hochschule Merseburg habe für den Auftritt des Chemieprofessors kein Verständnis.
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Der Rektor der Hochschule, Jörg Kirbs führte in diesem Zusammenhang aus, der Mitarbeiter sei nicht als Privatmann, sondern als Angehöriger der Hochschule zu der Veranstaltung eingeladen gewesen. Mit seiner Aktion habe er das Gastrecht des Fraunhofer-Instituts missbraucht und dem Ansehen der Hochschule enorm geschadet.
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Die Hochschule wolle nun das Verhalten aufarbeiten und juristische Schritte prüfen.
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Einerseits mag man für die Haltung des Rektors ein gewisses Maß an Verständnis aufbringen, andererseits muss sich Herr Kirbs die Frage gefallen lassen, warum er damit droht mit sprichwörtlichen Kanonen auf Spatzen zu schießen.
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Ungeachtet des Umstandes, dass man den Zwischenruf im Hinblick auf den Anlass der Veranstaltung als unpassend bezeichnen mag, ist dem couragierten Professor zugute zu halten, dass er in Ermangelung anderer Möglichkeiten die Gelegenheit nutzte, um seine berechtigten Sorgen, die zugleich ein häufig anzutreffendes bürgerliches Meinungsbild widerspiegeln, öffentlich gegenüber der Kanzlerin zu artikulieren.
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Fazit:
Im Lichte dieser Überlegungen erscheint es legitim zu sein, dem Herrn Rektor nahezubringen, dass Verbote, Drohungen, Ausgrenzung und Zensur schlechterdings als Gradmesser drohenden Demokratie-Zerfalls betrachtet werden können.
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Wahrheit hingegen wird gelebt und nicht doziert, wie schon Hermann Hesse in seinem letzten Roman „Das Glasperlenspiel“ zum Ausdruck brachte.
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Ihr Oeconomicus
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follow-up, 27.01.2016
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Störaktion hat kein Nachspiel für Chemieprofessor
Wie MDR Sachsen-Anhalt unter Bezug auf eine Sprecherin der Hochschule Merseburg berichtet wird „die Störaktion“ des Merseburger Professors Thomas Rödel kein Nachspiel haben.
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Unerwartete Schützenhilfe erhielt Rödel von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, der den Vorgang völlig entspannt kommentierte
„Das ist Demokratie, wie sie leibt und lebt“
und damit nicht nur den Zeitgeist trifft, sondern gegenüber medialen Scharfmachern auch ein Zeichen setzt.
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Zur Erinnerung:
Haseloff hat sich erst jüngst mit seiner Ansage, Deutschland verkrafte pro Jahr höchstens 400,000 Flüchtlinge, deutlich von der rhetorisch ungelenk wirkenden Berliner Vorturnerin abgesetzt.
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2 Kommentare on “Merseburger Chemieprofessor mit Rückgrat unterbricht Merkel-Rede”

  1. palina sagt:

    der stellt genau die richtige Frage. Das die Hochschule sich davon distanziert war auch so zu erwarten.
    Wenn Merkel redet, davon erzählt folgender Dialog zwischen 2 Personen:
    „Jetzt spricht die Merkel schon 60 Minuten.“

    „Über was redet sie denn?!

    „Das sagt sie nicht.“

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