Magyar Telekom verliert offenbar Staatsaufträge

Magyar Telekom verliert offenbar Staatsaufträge
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Ein Streit zwischen der ungarischen Regierung und dem örtlichen Tochterunternehmen der Deutschen Telekom ist eskaliert.
Als Reaktion auf die Aufhebung eines Sponsorenvertrags von Magyar Telekom mit dem ungarischen Sänger Ákos Kovács wegen frauenfeindlicher Äußerungen wies die Regierung alle Ministerien und untergeordneten Behörden an, die Verträge mit Magyar Telekom zu beenden. Das teilte ein Regierungssprecher am Donnerstag laut der amtlichen Nachrichtenagentur MTI mit.
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Der Sänger hatte gesagt, es sei die Aufgabe von Frauen, Kinder zur Welt zu bringen. Magyar Telekom, an der die Deutsche Telekom mit 59 Prozent beteiligt ist, teilte daraufhin mit, Kovács Äußerungen seien nicht mit den Werten des Unternehmens vereinbar.
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Die Regierung warf ihrerseits Magyar Telekom vor, die Meinungsfreiheit zu missachten. Es könne nicht akzeptiert werden, dass in Ungarn heutzutage jemand wegen seiner Meinung diskriminiert werde, sagte der Regierungssprecher.
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Quellen:
Portfolio Financial NewsderStandard N-TV
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Flüchtlingsunterbringung in Köln:

Flüchtlingsunterbringung in Köln:
Knapp 2800 neue Plätze alleine im ersten Quartal 2016
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Die Stadt Köln muss auf den weiteren Zustrom von Flüchtlingen reagieren. Sie wird deshalb in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres 2790 neue Plätze bereitstellen. Mit dabei ist auch der erste Standort einer Leichtbauhalle.
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Die Einrichtung befindet sich derzeit im Ausbau und soll bereits zu Beginn der zweiten Januarwoche (11. Januar 2016) an die Stadt übergeben werden. Anschließend werden die Hallen „möbliert“ und können eine Woche später mit neuen Flüchtlingen belegt werden. Bis zu 400 Menschen werden hier eine Schlafstelle finden. Und im Januar sollen zudem fünf weitere Standorte hinzukommen.
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Kölner Nachrichten
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Ausbau von Nord Stream verschärft Spannungen innerhalb der EU

Ausbau von Nord Stream verschärft Spannungen innerhalb der EU
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Ende November forderten mehrere osteuropäische EU-Mitglieder die Europäische Kommission in einem Brief auf, das Pipelineprojekt Nord Stream 2 zu stoppen. Nord Stream verläuft durch die Ostsee und liefert russisches Gas direkt nach Deutschland. Die Ausweitung der Pipeline wird von führenden deutschen, österreichischen und französischen Energieunternehmen unterstützt. Insbesondere Polen fürchtet, dass dadurch die Herausbildung einer politischen Achse zwischen Deutschland und Russland gefördert wird.
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Das Zustandekommen des Nord-Stream-Projekts, dessen ersten beiden Stränge 2011 in Betrieb gingen, ist maßgeblich auf den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder zurückzuführen, der seit seinem Rücktritt 2003 im Aufsichtsrat der Nord Stream AG sitzt. Die Pipeline ist nicht nur für Russland wichtig, das in hohem Maße von Energieexporten in die EU abhängig ist, sondern auch für Deutschland, das durch das Projekt zu einer zentralen Drehscheibe für Energie in der EU geworden ist.
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Für den Kreml ist der Ausbau um zwei weitere Stränge von großer politischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Trotz des Versuchs, die Verbindungen nach Asien auszubauen, kommen die Haupteinnahmen aus dem Öl- und Gasexport immer noch aus Europa. Die Verhandlungen über die Pipeline „Kraft Sibiriens“, die unter anderem Gas nach China liefern soll, sind immer noch nicht abgeschlossen.
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Am vergangenen Donnerstag stoppte die russische Regierung außerdem wegen des türkischen Abschusses eines russischen Jets über Syrien den Bau der Pipeline Turkish Stream.
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Clara Weiss – wsws – 08.12.2015
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Anmerkung:
Diesem eigentlich bemerkenswerten Beitrag fehlt der Bezug zu Hintergründen, die mit dem Krieg in Syrien korrespondieren, also der Hinweis, dass die Qataris das dort geförderte Erdgas per Pipeline an den Knotenpunkt nach Europa anbinden möchten, wobei derzeit völlig offen ist, ob es jemals eine solche Pipeline geben und wer sie kontrollieren soll.
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Ihr Oeconomcius
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korrespondierende Beiträge
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18.12.2015
Pipeline-Projekt Nordstream 2: Heftiger Streit zwischen Merkel und Renzi auf EU-Gipfel
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17.12.2015
Deutsche Russlandpolitik auf der Anklagebank
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17.11.2015
Ausbau der Ostsee-Pipeline: Putin und Gabriel brüskieren Brüssel
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28.10.2015
Gabriel gegen Einmischung von Politik in Gasprojekt Nord Stream-2
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04.09.2015
Gazprom, BASF, E.ON, ENGIE, OMV and Shell sign Shareholders Agreement on Nord Stream 2 project
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