Bürger-Info zum Lager Friedland: Teilnehmer machen ihrem Unmut Luft


Bürger-Info zum Lager Friedland: Teilnehmer machen ihrem Unmut Luft
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Mehr als 300 Menschen kamen in die Mehrzweckhalle. Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs, der schon vor Wochen beklagt hatte, dass die Grenze der Belastbarkeit überschritten sei, äußerte sein Unverständnis darüber, dass kein Vertreter der für das Erstaufnahmelager Friedland zuständigen Landesregierung erschienen sei.
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Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer berichtete, dass in dem Lager, das für 750 Flüchtlinge ausgerichtet ist, nun 3500 Menschen betreut werden, für die es keine Unterrichts- oder Gemeinschaftsräume gibt. Sie müssen auch in den Verwaltungsräumen, auf Fluren oder in Zelten schlafen und sowohl bei der Essensausgabe als auch bei Behördengängen lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
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„So kann es nicht weitergehen“ lautete der Grundkonsens der Runde. Antworten auf die Frage, was zu tun ist, konnte aber niemand wirklich geben. Und nachdem sich die Besucher eine Stunde lang diszipliniert die von vielen als „Talkshow“ empfundene Gesprächsrunde angehört hatten, machten sie schließlich ihrem Unmut Luft.
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HNA – 07.10.2015
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follow-up, 09.10.2015
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Pistorius will Lager Friedland entlasten
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat mit Verständnis auf einen Appell zur Entlastung der Erstaufnahmeeinrichtung Friedland reagiert. Die dauerhafte Überbelegung sei für die Ortschaft eine „besondere Belastungsprobe“, sagte Pistorius am Freitag in Hannover. Ziel des Landes sei, insbesondere die Erstaufnahmeeinrichtungen in Bramsche, Braunschweig und Friedland weiter zu entlasten, sagte Pistorius. Bis zum Jahresende solle es dazu insgesamt 25.000 Plätze in Notunterkünften geben.
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Politiker wie Göttingens Landrat Bernhard Reuter und der evangelische Lagerpastor Martin Steinberg hatten am Donnerstag mit einem „Friedländer Appell“ gefordert, die Zahl der 3500 dort untergebrachten Flüchtlinge zu halbieren.
Pistorius betonte am Freitag, dass die Belegungszahl in Friedland bereits deutlich verringert worden sei. In der letzten Septemberwoche seien rund 580 Neuankömmlinge in Notunterkünfte weitergeleitet und aus Friedland auf Kommunen verteilt worden. Die Überbelegung in Friedland sei das Ergebnis von historisch hohen Zugangszahlen in ganz Deutschland.
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HAZ
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