Bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung in Hardheim eröffnet


Bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung in Hardheim eröffnet
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Über den Dächern von Hardheim im fränkischen Odenwald entsteht eine Landeserstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge.
Die Gemeinde mit rund 6800 Einwohnern im östlichen Neckar-Odenwald-Kreis gehört zum Regierungsbezirk Karlsruhe und ist Standort der Carl-Schurz-Kaserne, die im Rahmen der Bundeswehr-Strukturreform schrittweise zwischen 2017 bis 2019 geschlossen werden soll.
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Vor diesem Hintergrund hat sich die Gemeinde als Standort für die nun eröffnete EAE besonders qualifiziert. Noch am Wochenende sollen rund 300 Asylbewerber in die Gebäude 8 und 9 der Carl-Schurz-Kaserne einziehen.
Dabei wird es aber nicht bleiben:
zwei weitere Gebäudeteile der Kaserne mit einer Unterbringungskapazität für ebenfalls 300 Personen werden wohl folgen.
Wie zu hören ist, gibt es seitens des Bundes für deren Nutzung bereits einen positiven Bescheid. Offenbar machen im Ort erste Spekulationen hinsichtlich einer Gesamtnutzung der Kaserne als Flüchtlingsunterkunft die Runde.
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Geht man auf Sicht von einer Belegung der Kaserne von 600 Personen aus und zählt man die 300 in der Gemeinschaftsunterkunft des Kreises lebenden Flüchtlinge hinzu, könnten in absehbarer Zeit schon 900 Asylbewerber in Hardheim leben – damit wäre dann fast jeder fünfte Einwohner der Kerngemeinde ein Flüchtling, was bei Licht betrachtet das Risiko für gesellschaftliche Konflikte in sich birgt.
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Vor dem Hintergrund der im März 2016 in Baden-Württemberg stattfindenden Landtagswahlen wird mit einer gewissen Spannung die weitere Entwicklung der Hardheimer Willkommenkultur zu beobachten sein.
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Ihr Oeconomicus
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korrespondierende Beiträge
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ACHTUNG:
DIE BISLANG ÜBERLASTETE WEBSEITE DER GEMEINDE HARDHEIM FUNKTIONIERT WIEDER!
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Informationen der Gemeinde Hardheim rund um das Thema Flüchtlingsunterbringung
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Zentrale Anlaufstelle
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In der Gemeindeverwaltung wurde als zentrale Anlaufstelle für Fragen und Anregungen der Bürgerschaft rund um das Thema „Flüchtlingsunterbringung“ das Hauptamt benannt.
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Hilfestellung und Leitfaden für Flüchtlinge
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Auf vielfache Nachfrage zu den in der Presse erwähnten „Benimmregeln“ haben wir diese in ausformulierter Form als „Hilfestellung und Leitfaden für Flüchtlinge“ hier eingestellt.
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Kleiderkammer
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Im Zusammenwirken der beiden Kirchengemeinden, des DRK und der Gemeinde
wurde eine Kleiderkammer zur Erstversorgung der neu eingetroffenen Flüchtlinge eingerichtet.
Hier finden Sie alle aktuellen Informationen dazu.
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Unterschriftenaktion zur Zuweisung von Flüchtlingen
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Der Gemeinderat hat beschlossen eine Unterschriftenaktion zur Zuweisung von Flüchtlingen durchzuführen.
Die Unterschriftenlisten sollen bis Mittwoch, 7. Oktober bei der Gemeindeverwaltung abgegeben werden.
Ein Vordruck steht hier auch als PDF zum Download zur Verfügung.
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follow-up, 08.10.2015
Bürgermeister Volker Rohm veröffentlicht Flüchtlings-Knigge und erntet Kritik
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Hardheim_Seite

Die Gemeinde Hardheim hat Benimmregeln für Flüchtlinge aufgestellt – und verteidigt das umstrittene Schreiben gegen Kritik.

„Der Leitfaden ist nicht als Schikane gedacht, sondern soll das Zusammenleben zwischen Asylbewerbern und Bevölkerung erleichtern“,

sagte Hardheims Bürgermeister Volker Rohm am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir wollen die Asylbewerber damit nicht zu guten Deutschen machen.“

Die Verwaltung der beschaulichen 4600-Einwohner-Gemeinde war in die Kritik geraten, weil sie für die dort untergebrachten 1000 Flüchtlinge ein belehrendes Regelwerk aufgestellt hatte.
[…]
RNZ
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Der vollständige Leitfaden für Flüchtlinge:

„Der nachfolgende Text wird in vereinfachter Form in den verschiedenen Landessprachen durch Bedienstete des Betreibers den Flüchtlingen vor Ort näher gebracht.

Liebe fremde Frau, lieber fremder Mann!

Willkommen in Deutschland, willkommen in Hardheim.
Viele von Ihnen haben Schreckliches durchgemacht.
Krieg, Lebensgefahr, eine gefährliche Flucht durch die halbe Welt.

Das ist nun vorbei. Sie sind jetzt in Deutschland.

Deutschland ist ein friedliches Land.
Nun liegt es an Ihnen, dass sie nicht fremd bleiben in unserem Land, sondern ein Zusammenleben zwischen Flüchtlingen und Einwohnern erleichtert wird.

Eine Bitte zu Beginn: Lernen sie so schnell wie möglich die deutsche Sprache, damit wir uns verständigen können und auch sie ihre Bedürfnisse zum Ausdruck bringen können.

In Deutschland leben die Menschen mit vielen Freiheiten nebeneinander und miteinander:

Es gilt Religionsfreiheit für alle.

Frauen dürfen ein selbstbestimmtes Leben führen und haben dieselben Rechte wie die Männer. Man behandelt Frauen mit Respekt.

In Deutschland respektiert man das Eigentum der anderen.
Man betritt kein Privatgrundstück, keine Gärten, Scheunen und andere Gebäude und erntet auch kein Obst und Gemüse, das einem nicht gehört.

Deutschland ist ein sauberes Land und das soll es auch bleiben!
Den Müll oder Abfall entsorgt man in dafür vorgesehenen Mülltonnen oder Abfalleimer. Wenn man unterwegs ist, nimmt man seinen Müll mit zum nächsten Mülleimer und wirft ihn nicht einfach weg.

In Deutschland bezahlt man erst die Ware im Supermarkt, bevor man sie öffnet.

In Deutschland wird Wasser zum Kochen, Waschen, Putzen verwendet.
Auch wird es hier für die Toilettenspülungen benutzt.
Es gibt bei uns öffentliche Toiletten, die für jeden zugänglich sind.
Wenn man solche Toiletten benutzt, ist es hier zu Lande üblich, diese sauber zu hinterlassen.

In Deutschland gilt ab 22.00 Uhr die Nachtruhe. Nach 22.00 Uhr verhält man sich dementsprechend ruhig, um seine Mitmenschen nicht zu stören.

Auch für Fahrradfahrer gibt es bei uns Regeln, um selbst sicher zu fahren, aber auch keine anderen zu gefährden. (Nicht auf Gehwegen fahren, nicht zu dritt ein Rad benutzen, kaputte Bremsen reparieren und nicht mit den Füßen bremsen).

Fußgänger benutzen bei uns die Fußwege oder gehen, wenn keiner vorhanden, hintereinander am Straßenrand, nicht auf der Straße und schon gar nicht nebeneinander.

Unsere Notdurft verrichten wir ausschließlich auf Toiletten, nicht in Gärten und Parks, auch nicht an Hecken und hinter Büschen.

Mädchen und junge Frauen fühlen sich durch Ansprache und Erbitte von Handy-Nr. und facebook-Kontakt belästigt. Bitte dieses deshalb nicht tun!

Auch wenn die Situation für sie und auch für uns sehr beengt und nicht einfach ist, möchten wir sie daran erinnern, dass wir sie hier bedingungslos aufgenommen haben.

Wir bitten sie deshalb diese Aufnahme wert zu schätzen und diese Regeln zu beachten, dann wird ein gemeinsames Miteinander für alle möglich sein.

Stand 06.10.2015″

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Anmerkung:
Dem Bürgermeister sollte man eigentlich ein „Bürgerverdienstkreuz“ verleihen und den Rücken stärken! Gute Arbeit!
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Ihr Oeconomicus
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follow-up, 01.10.2015
660 Menschen leben jetzt in Carl-Schulz-Kaserne
Alle vier Gebäude sind jetzt bezogen – Kein Antrag auf weitere Blöcke – Die Zuteilung änderte sich stündlich
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RNZ
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follow-up, 30.09.2015
Hardheim und die 1000 Asylbewerber: Eine Kleinstadt wehrt sich gegen die Verteilungspolitik
„Das Land hat auf ganzer Linie versagt“, sagt der Bürgermeister der baden-württembergischen Gemeinde Hardheim Volker Rohm. Bisher beherbergte die Kleinstadt mit knapp 4.600 Einwohnern bereits 640 Asylbewerber.
Am Mittwoch stieg die Zahl auf insgesamt 1000 an. Damit sei die Belastungsgrenze für Hardheim erreicht, wenn nicht sogar überschritten, so Rohm. Trotzdem sollen zukünftig noch mehr Flüchtlinge in der kleinen Gemeinde untergebracht werden.
„Das trifft uns schon hart“, sagt der Gemeinderat. „Viele junge Familien kommen auf mich zu und sagen: ‚Wenn die Zahl über 1000 geht, ziehen wir weg‘.
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Stern
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follow-up, 28.09.2015
Es bleibt bei Belegung der Carl-Schulz-Kaserne
Ministerpräsident Kretschmann zur Flüchtlingsunterbringung – Bürgermeister Volker Rohm am heutigen Mittwoch live bei Stern TV
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RNZ
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follow-up, 28.09.2015
Der Hardheimer Protest wird lauter
Gemeinderat verabschiedete Positionspapier gegen Zuweisung weiterer Flüchtlinge – Hardheim erfährt bundesweit Aufmerksamkeit
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RNZ
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follow-up, 26.09.2015
Flüchtlinge in Hardheim: Bürgermeister wirft Land Fahrlässigkeit vor
Bürgermeister Volker Rohm im RNZ-Gespräch – Gemeinde möchte die Zuweisung weiterer Flüchtlinge unbedingt verhindern
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RNZ
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follow-up, 23.09.2015
Nächste Woche kommen weitere 300 Flüchtlinge nach Hardheim
Vorbereitungen angelaufen – Kleiderkammer wird verlegt – Damit wäre die vom Land vorgesehene Höchstgrenze an Flüchtlingen erreicht
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RNZ
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follow-up, 19.09.2015
Ärger über Flüchtlingsverteilung: „Hardheim ist nicht unendlich belastbar“
Bürgermeister, Gemeinderat und viele Hardheimer machten ihrem Unmut über die Belegung der Kaserne mit Flüchtlingen deutlich.
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RNZ
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Fragerunde in Hardheim ergibt: Die Flüchtlinge sind weder registriert noch untersucht
Die Bürger hatten am Donnerstag in der Erftalhalle viele Fragen – Polizeiposten wird nicht aufgestockt – Es besteht keine Schulpflicht.
[…]
RNZ
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