Baden-Württemberg wird noch etwas bunter


Baden-Württemberg wird noch etwas bunter
.
Bekanntermaßen erfolgt die Zuweisung der Asylsuchenden in die jeweiligen Bundesländer nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel. Demzufolge liegt die Quote für Baden-Württemberg bei 13 Prozent.
.
Allerdings -und dies wurde im gesellschaftlichen Diskurs bislang nicht ausreichend beleuchtet- stellt Baden-Württemberg bereits heute etwa 20 Prozent aller in Deutschland vorhandenen Erstaufnahmeplätze zur Verfügung !
.
Nach neuesten Einschätzungen der rot-grünen Landesregierung ist nun zu erwarten, dass die bisherige Prognose von 100,000 Menschen die 2015 in Baden-Württemberg um Asylhilfe bitten, nach oben zu korrigieren ist und damit weiterhin die Aufnahme-Quote deutlich übersteigt.
.
Ohne Frage ist jedwede Hilfe und Unterstützung für tatsächlich an Leib und Leben bedrohte Asylbewerber nicht nur angebracht, sondern Teil unserer humanitären Verpflichtung in Deutschland.
.
Um zunehmend schwindende politische Glaubwürdigkeit zu erhalten, muss jedoch auch für die Quotenregelung das Prinzip „Pacta sunt servanda“ gelten.
.
Sollte dies in Baden-Württemberg nicht wirklich ernst genommen werden, oder notwendige Asylpolitik mittels durchgegrünter Betroffenheits-Politik, welche in einem Einwanderungsgesetz zu regeln wäre, missbraucht werden, könnte dies den wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg schon bald ZU BUNT werden.
.
Wie sich eine Mehrheit in Baden-Württemberg die eigene farbenfrohe Zukunft vorstellt, wird sich spätestens am Wahlabend des 13. März 2016 herausstellen !
.
Ihr Oeconomicus
.
.
korrespondierende Beiträge
.
06.11.2014
Kommt her zu mir!
Mittendrin in Goslar: Warum ein Bürgermeister mehr Flüchtlinge aufnehmen will, als er muss.
[…]
Dagmar Rosenfeld – Die Zeit
.

4 Kommentare on “Baden-Württemberg wird noch etwas bunter”

  1. Murksel sagt:

    Nach den aufgeflogenen Wahlunregelmäßigkeiten der letzten BT-Wahl, die ich für die Spitze eines riesigen Eisberges halte, gehe ich davon aus dass bei Wahlen in Deutschland und der EU das Wahlergebnis vorher schon feststeht.
    Würden Wahlen etwas ändern wären sie verboten.

    Zufall oder nicht?

    Dr. Thomas Barnett hat wohl Anfang 2000 in seiner Strategie zur Globalisierung und dem Erringen der Weltherrschaft durch die USA schon gefordert Europa mit Flüchtlingen aus Afrika und dem Nahen/Mittleren Osten zu fluten.
    https://kulturstudio.wordpress.com/2014/02/09/der-letzte-akt-die-kriegserklarung-der-globalisierer-an-alle-volker-der-welt/

    Gefällt mir

    • Oeconomicus sagt:

      Sehr schön, dass Sie auf diesen wichtigen Beitrag des Harvard-Strategieforschers explizit hingewiesen haben.

      Was sowohl Barnett und viel nach ihm immer wieder als alternativlos darstellen …

      „Der ungehinderte Strom von Einwanderern:
      Dieser wird nötig sein, um die abnehmende Bevölkerung der CORE-Länder durch Zuwande­rung aus dem GAP auszugleichen. Bis zum Jahre 2050 werden zwei Drittel der Neueinwande­rer in die USA lateinamerikanische Wurzeln besitzen. Schlimm schaut es in Japan und im ausländerfeindlichen Europa aus. In Europa tummeln sich zahlreiche rechtsgerichtete und einwanderungs­feindliche Politiker, die die schlimmsten Ängste der Bevölkerungen schüren. Anstatt nur 300.000, müßte Europa bis 2050 jährlich 1,5 Millionen Immigranten hereinlassen, um seine Bevölkerungsziffern konstant zu halten.“

      … ist die zwingend notwendige Zuwanderung zum Ausgleich abnehmender Bevölkerungen.

      Alternative Maßnahmen, die unser Demografie-Defizit OHNE Ein- und Zuwanderung in Wohlgefallen auflösen könnten, werden nicht diskutiert.

      So könnte man mit entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass unverschuldet arbeitslos gewordene 45/50+ Beschäftigte ihre Erfahrungen in einen anderen Betrieb einbringen könnten, was den Anteil eine bisher gewollten und auch geförderten Zuwanderung bspw. aus EU-Krisenstaaten reduzieren und zugleich die deutschen Sozialkassen schonen würde.

      Daneben hätte ein zeitlich befristetes Anreiz-Programm zur Steigerung der deutschen Fertilitätsrate sicher einen gewissen Charme.

      Die versteckte Dramatik des Rückgangs der Fertilitätsrate in Deutschland hat Hans-Werner Sinn bereits im Februar 2012 im Rahmen eines Vortrags über die generelle Schuldenproblematik von Volkswirtschaften sehr facettenreich herausgearbeitet:

      Wie wir gesehen haben, besteht dringender Handlungsbedarf die Grundlage für ein zukunftsfähiges deutsches Schuldenmanagement zu schaffen, die Verbreiterung der jungen Bevölkerungsstruktur, idealerweise natürlich mit Steigerung der Neugeburten.

      Dabei wäre denkbar, bspw. über einen Zeitraum von max. 4 Jahren unter Aussetzung der Kindergeld-Regelungen jeden neuen deutschen Erdenbürger mit einem Budget von € 100,000, etwa verteilt auf 20 Lebensjahre zu beglücken.

      Mittels eigens eingesetzter Kreditkarten wären mißbräuchliche Ausgaben weitestgehend ausschließen. Eine solche Förderung könnte auf einen max. jährlichen Bevölkerungszuwachs von 1 Mio Menschen begrenzt werden, nach 4 Jahren wäre die deutsche Bevölkerung also um 4 Mio (abzgl. der Neugeburten, die ohne ein solches Programm hätten erwartet werden können) angewachsen.

      Zusätzlich könnten öffentliche Arbeitgeber und Betriebe ab einer signifikanten Mitarbeiteranzahl mit geeigneten Maßnahmen dazu animiert werden, betriebliche Kitaplätze vorzuhalten.

      Das kurz skizzierte Gedanken-Experiment wäre grob geschätzt mit € 400 Mrd., verteilt auf 20 Jahre, also p.a. mit € 20 Mrd. ohne Berücksichtigung von Gegeneffekten und der Annahme, dass der Löwenanteil dieser Förderung konsumaktiv auch wiederum Steuereinnahmen generieren würde, durchführbar.

      Angesichts bereitgestellter oder garantierter Hilfszahlungen für bedrohte Staaten der Eurozone oder gar die Haftungsrisiken für EZB-Kapriolen, wäre ein dies wohl ein Klacks.

      Ein sich daraus entwickelnder gesellschaftlicher Diskurs, bei welchem sicher weitere pro’s und con’s einem genaueren Abwägungprozess zugeführt würden, wäre sicher ganz spannend.

      Objektiv betrachtet dürften die Aussichten einen solchen politischen Dialog einzuleiten, jedoch wenig wahrscheinlich sein.

      Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s