Efklidis Euclid Tsakalotos neuer Finanzminister der Hellenischen Republik


Efklidis Euclid Tsakalotos neuer Finanzminister der Hellenischen Republik
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Wie der britische Telegraph gerade meldet, wurde Euclid Tsakalotos zum Nachfolger von Yanis Varoufakis bestellt. Tsakalotos war dem Vernehmen nach der Wunschkandidat von Varoufakis.
Noch heute Abend soll er von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos vereidigt werden.
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Er gehört dem Parteivorstand der Syriza an und zog bereit bei den Parlamentswahlen im Mai 2012 als Abgeordneter des Wahlkreises Athen 2 in das Hellenische Parlament ein. Nach dem Wahlsieg seiner Partei im Januar 2015 wurde er neben Nikos Chountis zum stellvertretenden Außenminister bestellt.

 

Der britische Guardian beschreibt den Oxford-Absolventen als beharrlich und methodisch vorgehenden Ökonom mit dem Blick fürs Detail. „Das genaue Gegenteil von Varoufakis.“ Zugleich gilt Tsakalotos aber auch als Marxist, der noch radikalere Positionen vertritt.
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In ihrer Bewertung zu dem neuen Finanzminister meint die NZZ: In Tsakalotos bekommt die Eurogruppe nun einen Minister, der präzise und konkret die Interessen seines Landes vertritt.“, eine Ansicht die m.E. durchaus nachvollziehbar ist.
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Beispielhaft sei auf eine nach meinem Eindruck brillante Rede von Tsakalotos hingewiesen, die er im März 2015 anläßlich einer Veranstaltung der irisch-republikanische Partei Sinn Féin ablieferte:
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Es entsteht der Eindruck, dass die Eurokraten mit einem ‚harten Brocken‘ zu rechnen haben, der sie mit seinen feinsinnigen und klug durchdachten Argumenten vor schwer zu bewältigende Herausforderungen stellen könnte.
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Ihr Oeconomicus
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[aktualisiert am 06.07.2015, 23:00h]

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… und dann war da noch der Aprilscherz des liebenwerten Herrn Tsakalotos ..
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„Wir brauchen einen größeren europäischen Haushalt und Transfers von Steuermitteln“
.. á detail im Beitrag von Tobias Piller – FAZ (1. April 2015) nachzulesen

6 Kommentare on “Efklidis Euclid Tsakalotos neuer Finanzminister der Hellenischen Republik”

  1. almabu sagt:

    Das könnte eine höchst interessante Bereicherung des politischen Diskurses in der EU werden, der ich mit großem Interesse entgegen sehe?

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    • Oeconomicus sagt:

      Nasdaq meldete: Systeme laufen normal

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      • almabu sagt:

        „…The problem on the exchange came on the same morning that a few other prominent businesses experienced technical difficulties, including United Airlines, which grounded all flights for a time on Wednesday morning, and The Wall Street Journal, whose home page had an outage on Wednesday…“

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      • almabu sagt:

        „..It was the longest such suspension of trading at the exchange in recent years, although trading in the stocks listed on the N.Y.S.E. was able to continue on other stock exchanges, like Nasdaq.

        Trading resumed late Wednesday afternoon, almost four hours after the shutdown began, less than an hour before the 4 p.m. closing bell…“ (NYT)

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  2. Arno Nuem sagt:

    Tja und letztendlich hat es doch wieder alles sein Gutes, weil „wir“ die Krise im Sinne der vertiefenden Integration des Europäischen Friedensprojekts nutzen können und endlich eine offene Umverteilung via Brüssel installiert werden könnte, bevor das Fußvolk die Frage stellt, wozu es diesen Moloch eigentlich überhaupt braucht.

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