What goes around, comes around … oder wer anderen eine Sanktionsgrube gräbt …

What goes around, comes around … oder wer anderen eine Sanktionsgrube gräbt …
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Seit Januar 2014 haben Russische Investoren und Anleger von der CoL rund US$356 Mrd. abgezogen und nach Russland transferiert. Wie die Times berichtet, ist der immense Kapitaltransfer der anhaltend russlandfeindlichen Politik der britischen Regierung geschuldet. Die im Zusammenhang mit ukrainischen Verwerfungen stehende zunehmende britische Haltung lässt offenbar immer mehr wohlhabende Russen über die Sicherheit ihres Geldes in London nachdenken – und aktiv werden.
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Britische Finanzexperten befürchten, dass der Abzug weiterer russischer Milliarden kaum mehr aufzuhalten sei und auf Sicht weitere dreistelligen Milliardenbeträge aus London entschwinden könnten.
Sollte sich der Trend tatsächlich fortsetzen, ist ein finanzieller Exodus der CoL nicht mehr auszuschließen. Als denkbare Folgen wären nicht nur Tausende hochbezahlter Arbeitsplätze bedroht, sondern ebenso ein Platzen der sich in den letzten Jahren aufgeschaukelten Immobilienblase.
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Als politische Konsequenz könnten am Ende des Tages die aufgeblasenen Russland-Hasser in die selbst ausgegrabene Sanktionsgrube fallen und dabei so manch andere Wichtigtuer aus dem Kontinent mitreißen.
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Ihr Oeconomicus
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EU-Vergleich der Arbeitskosten 2014: Deutschland auf Rang acht

EU-Vergleich der Arbeitskosten 2014: Deutschland auf Rang acht
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Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft bezahlten im Jahr 2014 durchschnittlich 31,80 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag das Arbeitskostenniveau in Deutschland damit innerhalb der Europäischen Union (EU) auf Rang acht. Gemessen am EU-Durchschnitt zahlten Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft 30 % mehr für eine Stunde Arbeit. Im Vergleich beispielsweise zum Nachbarland Frankreich (35,20 Euro) waren es aber knapp 10 % weniger. Dänemark hatte mit 42,00 Euro die höchsten Arbeitskosten je geleistete Stunde, Bulgarien mit 3,80 Euro die niedrigsten.

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Im Verarbeitenden Gewerbe, das besonders stark im internationalen Wettbewerb steht, kostete eine Arbeitsstunde in Deutschland 2014 durchschnittlich 37,00 Euro. Hier lag Deutschland im EU-weiten Vergleich auf Rang vier. Eine Stunde Arbeit in der deutschen Industrie war damit 46 % teurer als im EU-Durchschnitt (25,30 Euro) und kostete knapp 2 % mehr als in Frankreich (36,40 Euro).

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Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen. Im Jahr 2014 zahlten die Arbeitgeber in Deutschland in der Privatwirtschaft auf 100 Euro Bruttoverdienst zusätzlich 28 Euro Lohnnebenkosten. Damit waren die Lohnnebenkosten in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 31 Euro. Im EU-weiten Ranking lag Deutschland im Mittelfeld auf Rang 15. Auf 100 Euro Lohn wurden in Frankreich (47 Euro), Schweden (46 Euro) und Belgien (44 Euro) die höchsten Lohnnebenkosten gezahlt, in Malta (9 Euro) die niedrigsten. Hauptbestandteil der Lohnnebenkosten sind die Sozialbeiträge der Arbeitgeber, also vor allem die gesetzlichen Arbeitgeberbeiträge zu den Sozialversicherungen, die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung sowie die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall.

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Arbeitskosten je geleistete Stunde im Jahr 2014 in Euro
Rechenstand: 4. Quartal 2014
Mitgliedstaaten der Europäischen Union
(absteigend sortiert nach dem Arbeitskostenniveau in der Privatwirtschaft)
Privatwirtschaft Verarbeitendes Gewerbe
Euro Veränderung
gegenüber 2013
in % 1
Euro Rang
1 Die Veränderungsraten sind kalenderbereinigt und in der jeweiligen Landeswährung berechnet.
2 Die Angaben von Kroatien beruhen auf den ersten beiden Quartalen 2014.
Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis von Eurostat-Daten vom 23.04.2015
Europäische Union (EU 28) 24,40 1,4 25,30
Euro-Währungsgebiet (EU 18) 29,20 1,2 31,70
Dänemark 42,00 1,5 41,60 2
Belgien 41,10 0,9 43,20 1
Schweden 40,20 3,0 41,40 3
Luxemburg 35,70 2,6 31,40 9
Frankreich 35,20 0,9 36,40 5
Niederlande 33,50 1,3 35,90 6
Finnland 32,90 1,4 35,80 7
Deutschland 31,80 1,6 37,00 4
Österreich 31,70 3,1 34,30 8
Irland 28,40 0,4 30,90 10
Italien 27,40 0,6 27,60 11
Vereinigtes Königreich 22,20 1,7 22,10 13
Spanien 21,00 0,1 22,80 12
Zypern 15,70 – 3,0 13,10 16
Slowenien 15,50 2,4 15,30 14
Griechenland 14,40 – 0,8 14,70 15
Portugal 12,60 – 1,0 10,60 18
Malta 11,80 0,6 11,40 17
Estland 10,20 6,2 9,40 20
Slowakei 10,00 5,1 9,80 19
Tschechische Republik 9,60 2,1 9,30 21
Kroatien 9,30 – 0,7 2 8,10 22
Polen 8,20 4,2 7,40 24
Ungarn 7,80 3,5 7,50 23
Lettland 7,00 5,9 6,10 25
Litauen 6,60 4,6 6,10 25
Rumänien 4,80 6,8 4,20 27
Bulgarien 3,80 2,8 3,20 28
Lohnnebenkosten im Verhältnis zu den Bruttoverdiensten
in der Privatwirtschaft im Jahr 2014 
Mitgliedstaaten der Europäischen Union Auf 100 Euro Bruttoverdienst
zahlten Arbeitgeber
zusätzlich x Euro Lohnnebenkosten
Euro
1 Die Angaben von Griechenland und Kroatien beziehen sich auf drei beziehungsweise zwei Quartale des Berichtsjahres 2014.
Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis von Eurostat-Daten vom 23.04.2015
Europäische Union (EU 28) 31
Euro-Währungsgebiet (EU 18) 35
Frankreich 47
Schweden 46
Belgien 44
Litauen 41
Italien 39
Tschechische Republik 37
Estland 36
Österreich 36
Slowakei 36
Spanien 36
Niederlande 33
Ungarn 30
Rumänien 30
Griechenland 1 30
Deutschland 28
Finnland 27
Portugal 27
Lettland 25
Polen 23
Zypern 20
Bulgarien 19
Vereinigtes Königreich 19
Irland 18
Kroatien 1 18
Slowenien 18
Luxemburg 16
Dänemark 15
Malta 9

Weitere Auskünfte gibt
Ralf Droßard,
Telefon: +49 611 75 4236,
Kontaktformular

Weiteres

Basisdaten und lange Zeitreihen für die Arbeitskosten in Deutschland untergliedert nach Branchen können über die Tabelle Jahresschätzung Arbeitskosten (62431-0001) in der DatenbankGENESIS-Online abgerufen werden.

Weitere Ergebnisse im europäischen Vergleich befinden sind unter Europa in Zahlen.

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Pressemitteilung Nr. 160 vom 04.05.2015
Destatis – Statistisches Bundesamt
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Waffen an Unrechtsregime und die dubiose Rolle des BND

Waffenlieferungen an Unrechtsregime wie Myanmar oder den Kongo
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Jahrelang ermittelte die Staatsanwaltschaft in Bremen gegen Mitarbeiter einer Reederei, die in Planung und Durchführung solcher Waffentransporte verstrickt waren, obwohl es gegen diese Staaten Waffenembargos gab.
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Neue MONITOR-Recherchen zeigen jetzt, wie weit ein Mitarbeiter des BND bei solchen Geschäften beteiligt war, diese vielleicht sogar erst ermöglicht hat.
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