Kara Ben Nemsi und die Fachkräfte aus dem Lande des Mahdi


Kara Ben Nemsi und die Fachkräfte aus dem Lande des Mahdi
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Viele Karl-May-Fans werden sich an zahlreiche seiner Bücher erinnern, die von Kara Ben Nemsi und dessen Erlebnissen im Arabischen Raum handeln.
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Einige Nachfahren vieler dort erwähnter braver Kameltreiber und anderer dienstbarer Geister dürfen sich nun darauf freuen, endlich einen Bezug zum Autor dieser Abenteuer-Serien herstellen zu dürfen.
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Weil Jörg Hänisch, dem Bürgermeister der kleinen Gemeinde Moritzburg keine Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung stehen, soll das beliebte Karl-May-Dorf am Dippelsdorfer Teich genutzt werden.
Dass nun das bei Touristen beliebte Campinggelände am Dippelsdorfer Teich zur Diskussion steht, irritiert nicht nur die Moritzburger selbst, sondern auch den Betreiber „Kulturlandschaft Moritzburg GmbH“.
Der Aufsichtsrat befürchtet, das Image des luxuriösen Camperparadieses könnte in Mitleidenschaft gezogen werden.
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Warten wir einfach ab, ob und wann das gelebte Literatur-Projekt umgesetzt wird. Vielleicht stellt man den hoffnungsfrohen Asylanten auch heimatsprachliche Ausgaben von Karl May’s Werken zur Verfügung.
Und wer weiß, irgendwann mag sich auch ein Hadschi Halef Omar (Die Bedeutung seines Namens mit dreifacher Erwähnung des Namensteils Hadschi dürfte klar sein) finden, der dann seine Abenteuer auf dem Weg ins gelobte Land literarisch umsetzt und dabei die Herzen von Millionen Kindern in Afrika und dem Orient erreicht, die ihrerseits -davon angesteckt- ebenfalls ins gelobte Land aufbrechen wollen.
Spätestens dann könnte ein neuer Mahdi die bunte Bevölkerung von dem humanistischen Gedankengut einstiger Gastgeber befreien und posthum den großen Förderern dieser Entwicklung ein Denkmal setzen!
[Ironie off]
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Ihr Oeconomicus
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4 Kommentare on “Kara Ben Nemsi und die Fachkräfte aus dem Lande des Mahdi”

  1. Kellermann sagt:

    WUNDERBARER BEITRAG

    Dann kann Hadschi ja endlich ein drittes Buch lesen und zum Gelehrten aufsteigen.

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  2. GvB sagt:

    Eben ,,sehr humorig.

    Allerdings merkt man(n)/Frau, das das Thema nur älteren Deutschen bekannt sein dürfte.

    Wer liest von denen, den heute 20 Jährigen oder jünger, noch über den Mahdi(Machdi)…..“Durchs wilde Kurdistan“ oder „Old Schnatterhand“? 🙂

    Warum müssen die (älteren) Deutschen (Alemanies) eigentlich immer Entwicklungshilfe für die Musels leisten?

    Auch Kara-Ben-Nemsi musste Hadschi-Halef-Omar ja immer alles erklären und auf „die Spur bringen“.

    War das auch schon damals genetisch bedingte Inzucht?

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    • Oeconomicus sagt:

      Viele von Karl Mays Werken wurden zwischen 1890 und 1910 veröffentlicht, wobei die Wurzeln seines Orientzyklus vermutlich vor 1890 liegen dürften.

      Zu den Grundlagen seiner Romane gehörte offenbar das Studium zahlreicher Reiseerzählungen und Lexika-Inhalte, welche naturgemäß vor 1890 erschienen sein müssen.

      Der in diesen Veröffentlichungen vorherrschende Zeitgeist dürfte somit in Mays Erzählungen mit eingeflossen sein.

      Die wesentlichen Schauplätze der Mahdi-Trilogie sind Ägypten und der Sudan, wo es zwischen 1871 (historische Hinweise auf die Beendigung des Sklavenhandels im Sudan) und 1885 (Aufstand des sudanesischen religiösen Führers Muhammad Ahmad, genannt al-Mahdi) zu erheblichen politischen/militärischen Verwerfungen kam.

      Wenn wir also davon ausgehen, dass May von solch vielschichtigen Ereignissen wußte, sind manche Passagen seiner Mahdi-Trilogie besser einzuordnen.

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  3. Murksel sagt:

    Manchmal hilft es wirklich , dass Ganze nur noch mit Humor zu nehmen!
    Danke!

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