Freiburger Finanzschule soll Flüchtlings-Aufnahmestelle werden

Freiburger Finanzschule soll Flüchtlings-Aufnahmestelle werden
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Die Polizeiakademie an der Müllheimer Straße soll nach Plänen des Finanzministeriums nicht nur als Landeserstaufnahmestelle (LEA) für bis zu 1000 Flüchtlinge dienen, sondern auch als Ausbildungsstätte für Steuerexperten.
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Laut Finanzministerium ist das für Flüchtlinge zuständige Integrationsministerium in die neue Planung eingebunden. Dessen Sprecher löegt wert auf die Feststellung, dass der Betrieb als LEA „uneingeschränkt“ für 500 bis 1000 Flüchtlinge gewährleistet sei. Trotz zunehmender Flüchtlingsströme lehnt das Integrationsministerium eine LEA mit mehr Flüchtlingsplätzen ab – unabhängig davon, ob eine Ausbildungsstätte dort eingerichtet wird oder nicht. Auch für den Freiburger Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach ist eine größere LEA, etwa für bis zu 1500 Flüchtlinge, absolut nicht darstellbar.
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Für den Umbau der Polizeiakademie in eine LEA veranschlagt das Finanzministerium „grob geschätzt“ 18 Millionen Euro. Dies beinhaltet Investitionen in den Brandschutz und den Ausbau von Sanitäranlagen und Funktionsflächen wie einen Kindergarten sowie medizinische und Verwaltungseinrichtungen.
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Badische Zeitung
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Anmerkung:
Man darf wohl davon ausgehen, dass dieses Projekt so manchen hochemotional geführten Diskurs auslösen wird.
Dabei wird man über Ängste, Sorgen und Wechselwirkungen, die sich durch die Erstversorgung von Flüchtlingen ergeben ebenso diskutieren, wie über den Umstand, dass man das einst von der französischen Armee genutzte Gelände nicht dazu nutzt, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.
Keine leichte Aufgabe für die Kandidaten, die sich im März 2016 in Freiburg für den Einzug in den Stuttgarter Landtag bewerben.
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Ihr Oeconomicus
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Hans-Olaf Henkel erklärt Rücktritt aus dem AfD-Bundesvorstand

Hans-Olaf Henkel erklärt Rücktritt aus dem AfD-Bundesvorstand
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Paukenschlag bei der AfD:
Der stellvertretende Bundesvorsitzende Hans-Olaf Henkel tritt mit sofortiger Wirkung zurück.
Als Grund nennt er Versuche von „Rechtsideologen“, die Partei zu übernehmen. Führenden Parteifreunden bescheinigt er charakterliche Defizite.
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Justus Bender/Reiner Burger – FAZ
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Anmerkung:
Es ist sicher schwer zu beurteilen, ob der Rücktritt des Politik- und Ökonomieverstehers für den allgemeinen politischen Diskurs tatsächlich ein Verlust darstellt, es mag aber sein, dass dies bei der AfD so empfunden wird, auch wenn er gelegentlich als ‚trojanisches Pferd‘ wahrgenommen wurde.
Schade, dass HOH nicht gleichzeitig auch sein Mandat als Europa-Parlamentarier zur Verfügung gestellt hat und konsequenterweise die Partei verläßt.
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Ihr Oeconomicus
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korrespondierender Beitrag
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22.01.2014
HB-Interview mit Hans-Olaf Henkel und dessen kenntnisfreien ökonomischen Traktate
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