Hamburger Bildungspolitik: Prioritäten und Wechselwirkungen

Hamburger Bildungspolitik: Prioritäten und Wechselwirkungen
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Die Universität Hamburg tut etwas bislang in Deutschland Undenkbares:
mehr als 100 Studenten, alle angehende Berufsschullehrer im Fachgebiet Gesundheitswissenschaften, dürfen nicht weiter studieren.
Ihre Professorin, hatte ihnen mitgeteilt, dass sie ihr weiteres Studium nicht mehr gewährleisten könne, weil es nicht genug Lehrpersonal gibt. Ein solcher Offenbarungseid ist bislang einzigartig.
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Aber die Hamburger Uni setzt offenbar andere Prioritäten, denn während die 100 Studenten eines etablierten Studiengangs ihren Rauswurf zugestellt bekamen, präsentierte sie ihre ersten Schritte auf wissenschaftlichem Neuland:
Zwei Millionen Euro Förderung bekommt der Islamwissenschaftler Thomas Eich vom Europäischen Forschungsrat (ERC) um an der Hamburger Universität die islamischen Vorstellungen über pränatales Leben zu untersuchen.
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sichtplatz
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Aufhebung der Iran-Sanktionen nach historischer Einigung bei Atomverhandlungen

Aufhebung der Iran-Sanktionen nach historischer Einigung bei Atomverhandlungen
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Nach jahrelangen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gibt es nun einen ersten Durchbruch.
Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland haben sich mit dem Iran auf Eckpunkte für eine endgültige Vereinbarung geeinigt, teilte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini während einer Pressekonferenz am Donnerstag Abend in Lausanne mit.
(s. Joint Statement by EU High Representative Federica Mogherini and Iranian Foreign Minister Javad Zarif, Switzerland, 2 April 2015)
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Das Auswärtige Amt gab die Eckpunkte, auf die man sich geeinigt hat, bekannt:
  1. Der Iran verpflichtet sich, sein nukleares Anreicherungspro­gramm bis zu 25 Jahre einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrolle zu unterwerfen. In den ersten 10 Jahren müssen mehr als 2/3 der bestehenden Anreicherungskapazitäten unter permanenter Aufsicht stillgelegt, über 95 % des angereicherten Urans verdünnt oder ausgeführt werden. Anreicherung sowie Forschung und Entwicklung sind in den Jahren danach nur in engen Grenzen und unter strikter Kontrolle erlaubt.
  2. Alle nuklearen Aktivitäten des Iran unterliegen für bis zu 25 Jahre mit unterschiedlichen Instrumenten strengster Überwachung durch die Internationale Atomenergiebehörde. Das mit Iran vereinbarte Transparenz-Regime ist beispiellos in Intensität und Laufzeit.
  3. Sollte der Iran gegen die vereinbarten Regeln verstoßen, können Sanktionen umgehend wieder in Kraft treten.
    Bis zum 30. Juni 2015 soll ein umfassendes Atom-Abkommen ausgehandelt werden.
Weiter heißt es auf der Webseite des Auswärtigen Amtes:

“Mit den verein­barten Eckpunkten haben wir Hindernisse aus dem Weg ge­räumt, die einer Einigung ein Jahrzehnt lang im Weg stan­den. Wir haben die Grundlage gelegt, das abschließende Ab­kommen auszuhandeln. Dafür sind jetzt drei Monate Zeit.”

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung gab bekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ergebnis der Verhandlungen würdige.

“Ein großer Verdienst aller Verhandlungspartner, damit sind wir einer Vereinbarung die dem Iran den Besitz von Atomwaffen unmöglich macht, so nah wie nie“

so die Bundeskanzlerin zum Ergebnis der Verhandlungen.
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Erwartungsgemäß löst diese Vereinbarung bei den bekannten Hardlinern erheblichen Widerspruch aus, auf Sicht könnte jedoch eine aktuelle Kriegsgefahr zunächst gebannt sein.
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Press-Conference following the nuclear negotiations with Iran
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Einigung bei Atomverhandlungen – Sanktionen gegen den Iran werden fallen gelassen
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Iran FM:
‚We’ll continue enriching, we won’t close facilities…all sanctions will be terminated.‘
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President Obama on the International Nuclear Framework with Iran
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externe Bewertungen
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Iran agrees to nuclear framework
The agreement, if it holds, could prove to be President Barack Obama’s biggest foreign policy achievement, a success stemming from his conviction that it’s worth engaging even longtime adversaries such as Tehran. But while the framework won praise for its surprising level of detail, it failed to quell sharp skepticism from many Republicans as well as Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu.
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Nahal Toosi – Politico
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Is Obama Lying About Iran Nuke Deal, Netanyahu Deal Leads to Horrific War
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Israel berät Reaktion auf Atom-Deal
Während die Grundsatzeinigung im Iran gefeiert wird, berät in Israel das Kabinett. Hohe israelische Beamte halten eine militärische Reaktion gegen den Iran für denkbar.
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Die Zeit
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Noch traut er dem Iran nicht ganz
Die Atomvereinbarung mit dem Iran ist eng verknüpft mit Obamas Platz in den Geschichtsbüchern. Entsprechend gibt sich Obama nach der Einigung von Lausanne misstrauisch.
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Basler Zeitung
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korrespondierender Beitrag
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10.03.2015
Republikaner-Brief an Iran: Die Saboteure
Sie fallen ihrem Präsidenten in den Rücken, und das auf internationaler Bühne. 47 Senatoren der Republikaner haben einen Brief geschrieben – ausgerechnet an den Erzfeind Iran. Der Inhalt: eine Abrechnung mit Barack Obama.
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Sebastian Fischer – SpOn
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The Global Competitiveness Report 2014–2015

The Global Competitiveness Report 2014–2015
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Gerade ist mir eine umfangreiche Reportliste des World Economic Forum ins Netz gegangen:
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Global Risks Report
Global Competitiveness Report
Global Gender Gap Report

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Bisher habe ich mir lediglich den Global Competitiveness Index von Griechenland dem IRAN, ISLAND, Russland und der UKRAINE angesehen.
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Auf den ersten Blick sieht das für mich gut aus, für eine Bewertung des Contents oder dem Aufspüren etwaiger Mängel fehlt mir bis auf weiteres jedoch die Zeit.
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Ihr Oeconomicus
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