Wiederkehr der Hasardeure


Wiederkehr der Hasardeure

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Lernt der Mensch aus der eigenen Geschichte? Oder bleibt diese für ihn weitgehend abstrakt und er lernt sie, wenn überhaupt, nur auswendig?

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Die Geschichte Europas kann man in zwei Worten zusammenfassen: Hauen und Stechen!
Daran hat sich seit Jahrhunderten wenig geändert. Mord und Totschlag wurden nur immer wieder neu benannt.
Demokratieexport ist der aktuelle Name. Das Produkt bleibt identisch. Imperialismus. Es geht wie bei James Bond immer nur um Weltherrschaft, nur dass es seit Ende des Zweiten Weltkrieges Atomwaffen auf diesem Planeten gibt.

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Das hat alles verändert. Nur nicht das Denken der menschlichen Spezies.

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Willy Wimmer und Wolfgang Effenberger sind die Autoren des Buches „Wiederkehr der Hasardeure“.

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Ein Profi für europäische und amerikanische Geschichte trifft auf einen deutschen Realpolitiker mit mehr als 35 Jahren Erfahrung. Auf über 550 Seiten hat der Leser die Chance zu erkennen, dass Geschichte eine Straße ist, auf der er sich an dem Punkt wiederfindet, den wir Gegenwart nennen.

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Diese Straße ergibt sich nicht. Sie folgt einer Streckenführung, die in Hinterzimmern erdacht und beschlossen wurde. Ab und an kommt der Reisende an eine Kreuzung. In welcher Richtung es dann weitergeht, hängt von den Ampeln ab. Sollten diese ausgefallen sein, regeln Polizisten den Verkehr und die hören nicht auf jene, die die Strasse benutzen, sondern auf die, die aktuell die Polizisten bezahlen.

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Das Gespräch mit Willy Wimmer verbindet die Großkreuzungen Zweiter Weltkrieg, Ende des Kalten Krieges und Ukraine. Die Fahrzeuge kommen dabei aus den unterschiedlichen Produktionen. Aber sie fahren in der Regel mit Benzin, das von den USA gefördert und verkauft wird.

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Zapfpistolen sind das Pendant zum Colt.

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Das Gespräch wurde Mitte Januar 2015 aufgezeichnet.

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Als sehr gute Ergänzung dieser Sachverhalte, nachfolgend noch mal eine höchst spannende Diskussionsrunde:
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Vorsicht Kriegsgefahr II
Peter Gauweiler – Oskar Lafontaine – Willy Wimmer – Gregor Gysi
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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lud am 28. August 2014 gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag zu einer szenischen Lesung und anschließenden Diskussion ein.

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Im Fokus standen die damaligen Reichstagsdebatten zum Beginn des Ersten Weltkriegs.
Welche Rolle spielte das damalige Parlament bei der Vorbereitung des Krieges und welche Reden wurden gehalten?
Und die Bedeutung der einhundert Jahre alten Argumente, Voten und parteipolitischen Positionen für heute?

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Um diese Frage geht es in der anschließenden Diskussion, die hier dokumentiert ist.
Es diskutierten: Peter Gauweiler, Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Willy Wimmer.
Moderation: Jakob Augstein / Luc Jochimsen.

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Sollten sich beim interessierten Leser bei den bisherigen Erkenntnissen bereits Nebenwirkungen eingestellt haben, so könnte sich diese während des nachfolgenden Beitrages noch verstärken.

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Es geht dabei um ein Portrait des einstigen amerikanischen Außenministers Henry Kissinger, der obgleich er seit über 30 Jahren kein Regierungsamt mehr bekleidet noch immer zu den einflussreichsten Gestalten im US-Machtpoker zählt.

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Den 1973 mit dem Friedensnobelpreis geehrte Polit-Star verfolgen schwere Vorwürfe, mit welchen jüngere und historisch weniger belesene Zeitgenossen nur noch wenig anzufangen wissen.

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Der Dokumentarfilm aus 2008 von Stephan Lamby geht unter anderem den Fragen nach:

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Welche Schuld trägt Henry Kissinger an der Eskalation des Vietnamkriegs?
Welche Rolle spielte er Anfang der 70er Jahre beim blutigen Putsch gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende?
Wie reagierte er auf die indonesische Invasion in Osttimor?

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Erstmals gelang es Herrn Kissinger zu einem langen Gespräch über sein Leben vor der Kamera zu bewegen, woraus ein ungewöhnliches Zeitdokument über Macht und Moral entstand.
Die Fortschreibung dargestellter historischer Erkenntnisse erleben wir heute fast täglich. Dabei ist zu beklagen, das der Begriff von politischer Moral -sofern es ein solches Phänomen jemals gab- schleichend aber zunehmend erodiert.

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Henry Kissinger – Geheimnisse einer Supermacht
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Einschätzungen der taz zu Stephan Lambys Filmdokument


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