Nach langen Gesprächen k(l)eine Chance auf Frieden ?


Nach einem fast fünfstündigen Diskurs zwischen Merkel, Holland und Putin scheint es einen winzigen Hoffnungsschimmer zu geben.
Russischen Angaben zufolge verabredeten die drei Staats- und Regierungschefs eine Telefonkonferenz, die am Sonntag stattfinden und an der auch der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, teilnehmen soll.
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Zudem solle ein Dokument ausgearbeitet werden, wie der in Minsk vereinbarte Friedensplan umgesetzt werden kann, hieß es weiter.
Details über die konkreten Inhalte der Gespräche sind derzeit nicht zu finden.
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Merkel wird morgen bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet. Man mag davon ausgehen, dass sie in ihrer Rede den ein oder anderen Punkt ihrer Mission zur Sprache bringen wird.
Tja, und ab Montag geht es dann im Oval Office zwischen Merkel und Obama ans Eingemachte (vulgo: US-Waffenlieferungen in die Ukraine)
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Ihr Oeconomicus
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Quellen:
HandelsblattBBCThe State
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follow-up, 07.02.2015
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TREFFEN MIT PRÄSIDENT PUTIN
Konstruktiver Meinungsaustausch in Moskau
Kanzlerin Merkel und Präsident Hollande setzen sich für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts ein. Nach ihrem Treffen mit Präsident Poroschenko in Kiew sprachen sie in Moskau mit Präsident Putin. Das Gespräch bezeichnete Regierungssprecher Seibert als konstruktiv und substantiell.
[…]
Bundesregierung
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Merkel-Rede auf der Sicherheitskonferenz: „Militärisch ist diese Krise nicht zu lösen“
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Kurz nach ihrer Rückkehr aus Moskau hat Kanzlerin Merkel eine Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehalten. Sie betonte, dass die Krise militärisch nicht zu lösen und der Erfolg der deutsch-russischen Friedensinitiative ungewiss sei, eine Bewertung, die bei manchem glorious leader Schaum vor dem Mund auslösen könnte.
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Transkript der Merkel-Rede
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13 Kommentare on “Nach langen Gesprächen k(l)eine Chance auf Frieden ?”

  1. almabu sagt:

    Wie gemein: Dieser Putin liefert persönlich Waffen in den Nahen Osten. Alles macht er den Amis nach! http://www.spiegel.de/politik/ausland/bild-1017677-809203.html

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  2. Merkel sagt:

    Wenn wir uns nicht gegen die Einmischung der USA wehren, die mit Millionen von Dollars schon im Vorfeld des Maidan und weiterhin, mit Söldnersoldaten und jetzt mit der Forderung nach Waffenlieferung, den Frieden permanent torpediert-werden wir im Krieg landen. Europa muss jetzt tatsächlich zusammenstehen. Es kann nicht sein, dass wir in Europa einen Krieg austragen sollen, den Die USA und insbesondere die Republikaner mit Russland nie (auch nicht durch Gorbatschow) aufgegeben haben.

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    • almabu sagt:

      An den Rahmenbedingungen dieser Friedensbemühungen gibt es einiges, dass mich skeptisch sein lässt, ob wir da wirklich Frieden erwarten dürfen?

      Merkel und Hollande sprechen seinem Rang gemäß mit Schoko-Poro und Putin. Schoko-Poro fällt täglich von einem Extrem ins andere Extrem. Habe Zweifel, dass der weiss, was er tut?
      Schoko-Poro konkurriert mit Nazi-Jats um die Gunst der USA. Hier liegt Nazi-Jats weit vorne!

      Die Frage ist also zum Einen, ob Schoko-Poro etwaige Absprachen überhaupt durchsetzen kann und zum Anderen, ob die USA ihn gewähren lassen? Es sieht derzeit nicht so aus…

      Wer Nuland und Albright in München sah, begreift, dass wir ein besetztes Land sind. Von McCain will ich gar nicht erst reden. Fällt schwer, sich da vorzustellen, dass KEINE Waffen der USA/NATO in die Ukraine geliefert werden.

      Was mich weiterhin skeptisch sein lässt ist die völlig-unbritische Zurückhaltung des UK bei diesen Friedensgesprächen. Cameron und sein Außenminister fordern weitere Sanktionen, aber nicht gegen russische Gelder in der City of London.

      Es ist wohl „zu geil“ für transatlantische Kriegstreiber, sich einen Abnutzungskrieg in der Ukraine vorzustellen, der finanziell und humanitär von der EU getragen werden muss, die überdies die Versorgung der Ukrainer mit Nahrung, Öl und Gas sicherzustellen hat.

      Dem US-Plan, Europa mit einem Gürtel von „failed states“ zu umgeben, kann wieder ein großes Puzzle-Teil hinzugefügt werden.

      Unter diesen Rahmenbedingungen erscheint mir die Merkel-Hollande-Initiative wie ein proagandistischer Versuch den kriegsmüden Europäern Putin als den Alleinschuldigen zu präsentieren „wir haben ja alles versucht, sind sogar nach Moskau geflogen“ und alles hat nichts genutzt und deshalb sind Waffenlieferungen jetzt ALTERNATIVLOS.

      Trotzdem stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt…

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  3. Schluß mit Lustig…. , Ob nun Merkel oder Hollande, jeder Bürger hat die Pflicht zum
    Widerstand

    Die NATO ist ein VERTEIDIGUNGS-Bündnis
    „Deutschland raus aus dem Ukraine-Krieg. Die NATO ist ein VERTEIDIGUNGS-Bündnis. Die Vorbereitung eines Angriffskrieg ist eine schwere Straftat und verstößt gegen das Grundgesetz. http://dejure.org/gesetze/StGB/80.html Wer jetzt nicht aufsteht soll sich schämen…wenn jetzt nicht die Gewerkschaften, die Kirchen irgend etwas HÖRBARES tun, haben sie kein Recht mehr sich aufrechte Demokraten zu nennen. Deutschland RAUS aus dem Krieg , die russische Antwort kriegen wir alle ab. Es gibt bei dieser einfachen Angelegenheit nichts auszugrenzen, egal ob Antifa, Pegida, Mahnwache, Linke , Rechte, marschiert zusammen… ihr braucht Euch nicht zu lieben, ihr habt jetzt nur eine Bürgerpflicht:
    siehe:

    http://www.politaia.org/untergang-der-usa/hollande-warnt-vor-totalem-krieg/

    Hollande: Dieser Krieg drohe zu einem „totalen Krieg“ zu werden,
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/francois-hollande-ein-praesident-findet-seine-rolle-13411894.html

    Wie und warum die USA einen Krieg anheizen und brauchen

    Prof. Dr. Eberhard Hamer – Der Weltgeldbetrug

    Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. W. Hankel, Prof. Dr. E. Hamer und C. A. Gebauer

    Im Westen steht unmittelbares Chaos bevor
    http://n8waechter.info/2015/02/john-ing-dem-westen-steht-unmittelbares-chaos-bevor

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  4. almabu sagt:

    Bedingt durch die Töne aus den USA bin ich sehr skeptisch, was die Friedenschancen betrifft. Regiert da eigentlich noch Obama oder hat McCain jetzt da das sagen? Der Kerl treibt sich an jedem Krisenherd herum, fordert Waffen für alle und lässt sich feist grinsend mit Typen fotografieren, die einem kurze Zeit später als die ALLERgefährlichsten Terroristen verkauft werden sollen…

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  5. Merkel sagt:

    Wollen wir hoffen, dass Frau Merkel für die Deutschen und Europa ist und nicht für den Kaltkrieger USA.

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    • Oeconomicus sagt:

      Da bin ich mir nicht so sicher.

      Zwar hat die DC-Friedensdrohne offenbar noch Bauchschmerzen, der dringenden Bitte von Poroschenko nach Waffenlieferungen zu entsprechen, aber der Druck auf ihn speziell von der Waffenlobby und den Reps dürfte zunehmen.

      Nebenbei bemerkt habe ich mir die vdL-Rede während der Münchner Sicherheitskonferenz angesehen.
      Als die Verteidigungsministerin ausführte, dass Waffenlieferungen nach Kiev die Spannungen eher verschärfen würden, gab es eine Kameraeinstellung auf Madeleine Albright, die heftig mit dem Kopf schüttelte.

      Die Dame ist zwischenzeitlich 78 und man fragt sich, warum sie statt nach München zu reisen, nicht in der heimischen Villa mit ihren Enkeln spielt.

      Offenbar hat die saubere Dame ein gespaltenes Verhältnis zu Kindern, zumindest seit ihrer lapidaren Antwort auf die Frage, ob das US-amerikanische Embargo gegen den Irak, das eine halbe Million irakischer Kinder das Leben gekostet hat, diesen Preis wert gewesen sei:
      Original-Zitat:
      „we think the price is worth it“
      In ihrer Autobiografie bezeichnete sie diese Antwort später als politischen Fehler !

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      • Merkel sagt:

        Habe gestern phoenix gesehen: Die Rolle der Medien in diesem Konglomerat ist damit klar:
        Ich bezeichne es gern als „Die Kunst des Weglassen, oder wie man mit weniger Worten zur Unwahrheit kommt…“.

        Gerade gestern bei phoenix bedurfte es der Korrektur von Herrn Platzeck an die Phoenix-Redaktion, wie man einen verdienten Politiker wie Gorbatschow wahrheitsgemäß zitiert
        (Hintergrund: Redaktion: Herr Gorbatschow sprach vom kalten Krieg und seiner Befürchtung, dass sie einen heissen Krieg riskieren möchten. Die Phoenix-Redaktion hatte ausgelassen: Gorbatschow sprach vom von den USA angefangenen kalten Krieg gegen Russland und seinen Befürchtungen, dass die USA auch einen heissen Krieg gegen Russland riskieren könnte)- noch Fragen?

        Dann heute die Sicherheitskonferenz:
        Von der Leyen erklärt die Führungsrolle Deutschlands aus der Mitte (und zwar mit Material und Menschen)—aber unter Führung von wem? Die Frage erübrigt sich.

        Die grundgesetzwidrige Entscheidung der Groko ausserhalb anerkannter kollektiver Zusammenarbeit in den Krieg im Irak einzugreifen war eine Blaupause. Danch braucht es nur noch eine Anfrage von Kiew und eine unabhängig von Nato, EU, OSZE, UNO ausgedachte „kollektive Zusammenarbeit“.
        Gegen Russland? Haben ja mal ganz plötzlich und schnell die schnelle Eingreiftruppe gebildet…“natürlich nur defensiv“-was sonst…

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      • Oeconomicus sagt:

        „Platzeck-Reaktion“

        Ja, das war die Illner-Talkrunde, wo Platzeck als einzig sachkundiger Aufrechter zu Wort kam, während ich Frau Kipping als etwas blaß wahrgenommen habe.

        Dafür hat man dann dem Atlantic Council-Schnurgel Frederick Kempe eine Plattform geboten, um seiner verdeckten Lobby-Aufgabe für die US-Rüstungskonzerne wahrnehmen zu können.
        Zitat:
        „wenn Putin nicht an den Verhandlungstisch kommt, ist nicht auszuschließen, dass es Waffenlieferungen geben wird“

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    • Hellwig sagt:

      Es scheint ein neues Spiel zu sein.

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