Wer geht zu Pegida und warum ?


Keine guten Neuigkeiten für die Pegida-Hasser !

Der „typische“ PEGIDA-Demonstrant entstammt der Mittelschicht, ist gut ausgebildet, berufstätig, verfügt über ein für sächsische Verhältnisse leicht überdurchschnittliches Nettoeinkommen, ist 48 Jahre alt, männlich, gehört keiner Konfession an, weist keine Parteiverbundenheit auf und stammt aus Dresden oder Sachsen.

Das sind die Kernaussagen der Studie eines Teams um den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans Vorländer von der TU Dresden, die am 14. Januar 2015 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurden. Damit wurde erstmals die Zusammensetzung der PEGIDA-Demonstrationen in Dresden empirisch untersucht.

Wesentliche Fakten:

◾Der Protest wird keineswegs von Rentnern und Arbeitslosen getragen – 70 Prozent der befragten Demonstrationsteilnehmer stehen im Beruf.

◾Die befragten Teilnehmer der Demonstrationen gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ sind nur zu knapp einem Viertel durch „Islam, Islamismus oder Islamisierung“ motiviert.

◾Das Hauptmotiv für die Teilnahme an PEGIDA-Demonstrationen ist eine generelle „Unzufriedenheit mit der Politik“. An zweiter Stelle wird die Kritik an Medien und Öffentlichkeit genannt; an dritter Stelle folgen grundlegende Ressentiments gegenüber Zuwanderern und Asylbewerbern, dabei sind Vorbehalte gegen Muslime bzw. den Islam besonders ausgeprägt.

◾In den Befragungen kommt die Wahrnehmung einer tiefen Kluft zum Ausdruck: zwischen den Massenmedien, der veröffentlichten Meinung und der etablierten Politik auf der einen Seite und den Problemen des Bürgers und dem „Willen des Volkes“ auf der anderen Seite.
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TU Dresden


11 Kommentare on “Wer geht zu Pegida und warum ?”

  1. Terry sagt:

    warum? …um die Haushaltskasse aufzubessern ?

    Thüringen zahlte 41.000 EUR für “Gegendemos”

    https://quotenqueen.wordpress.com/2015/09/26/thueringen-zahlte-41-000-eur-fuer-gegendemos/

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  2. Christian G. Christiansen sagt:

    Die Pegida-Studie wird m. E. überbewertet.
    Diese „Schnellschuss-Bewertung“, die nur ein Drittel der Befragten (welches?) ausweist, wird sich schon sehr stark in seinen Antworten von den 2/3 der Fragen-Verweigerer unterscheiden. Ein „non-response-bias“ ?
    Prof. Vorländer wollte den „typischen Pegida-Demonstranten“ mit seiner „Studie“ herausarbeiten – dies ist ihm (leider) gründlich mißlungen !

    Christian G. Christiansen, Berlin

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  3. Gassenreh sagt:

    Nicht nur äußere Bedingungen gilt es auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen, auch die Beschädigung der inneren Identität muss vermieden werden.
    Denn die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche (Krippe, Kita, Schule). Vor allem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme durch das wahnwitzige Gender Mainstreaming (social engineering) bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes (siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa).

    [Einzelheiten über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4 nachzulesen]

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    • Oeconomicus sagt:

      Besten Dank für diesen wichtigen Hinweis!

      Wer Kinder oder Enkel im Vorschulalter hat, oder sich diesbezügliche verwirrende Erfahrungen in der Grundschule anhören muss, wird Ihre Ausführungen gewiß nachvollziehen können

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    • merxdunix sagt:

      @ Gassenreh

      Das Ziel sollte darin bestehen, dass der Mensch sich als Ganzes, also auch mit seinen Schwächen und Neigungen wahrnehmen darf, ohne sich dafür vor anderen schämen oder verstecken zu müssen.

      Dazu ist es sinnvoll, vor allem Tabus im Denken zu brechen. Darüber reden können muss man nicht zwingend.
      Gerade von Seiten der Eltern wird das Thema Sexualität gegenüber den Kindern deshalb immer noch sehr heuchlerisch, befremdlich oder hysterisch angegangen und somit sind die Kinder mit dem Thema gerade unter Vertrauten sehr allein.

      Ihr Interesse und ihre Neugier schaffen sich daher verständlicherweise Raum unter Gleichaltrigen, die damit jedoch mangels Reife nicht vertraulich, sondern oft herabwürdigend und missbräuchlich umgehen.

      Es wird also mehr unter den Kindern und Jugendlichen gegenseitige Seelenstriptease betrieben, als dass es der Selbsteroberung des Kindes dient, woraus dann die psychischen Leiden hervorgehen.

      Man sollte deshalb Verständnis aufbringen, wenn der Staat im Zuge der Bildung sich dieser Verlorenheit annimmt und im Zweifelsfall lieber zu früh dem Kind dabei entgegen kommt, als zu spät. Schließlich wird ja in erster Linie auch er gefordert, wenn es darum geht, psychisch Überforderten Hilfe und Beistand zu geben. Das Kind sollte deshalb so früh wie möglich lernen, sich für sich nicht schämen, sich jedoch anderen auch nicht offenbaren zu müssen, also zu sich selbst zu stehen.

      Damit gerät der Staat jedoch in einen Konflikt. Einerseits will er gefügige Staatsbürger, die sich der Notwendigkeiten beugen. Andererseits sollen die jedoch in ihrer Persönlichkeit stark genug sein, anderen trotz Aufdringlich- und Anzüglichkeit die kalte Schulter zeigen zu können.

      Deshalb sehe ich hier vor allem wieder die Eltern gefordert, denen bei der Sexualerziehung zwar die Schamröte im Gesicht steht, die jedoch zumindest darauf hinwirken sollten, dass ihr Kind vor allem und zu Vorderst die innere Stärke entwickelt, sich anderen nicht zum Fraß vorzuwerfen.

      Dieses erfordert jedoch Erziehungsmethoden, die mehr auf Einsicht und Selbstsicherheit, als auf Zwang und Erniedrigung beruhen, so dass eigentlich die überforderten Eltern hinsichtlich ihrer Erziehungskompetenzen in die Schule gehören, als deren Kinder.

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      • Oeconomicus sagt:

        Auch wenn Ihre Einlassungen an einen Mitkommentator gerichtet sind, möchte ich gerne einige Gedanken in den Diskurs einbringen.

        In Ihrer Argumentation unterstellen Sie berechtigt oder unberechtigt die Fähigkeit der Eltern eine kindgerechte Sexualerziehung leisten zu können, in Frage und versuchen implizit die Verantwortung dafür auf private, halbstaatliche oder staatliche Institutionen zu verlagern.

        Nach meinem Empfinden kann es nicht die Aufgabe des Staates oder staatsnaher Dienstleister oder Organisationen sein, sich diesen höchst privaten Themen ggfls. gar gegen den Willen der Eltern anzueignen.

        Ungeachtet unserer offensichtlich divergierenden Meinungsbilder muss in diesem Zusammenhang auch die Frage erhoben werden, ob eine wie auch immer argumentierte staatliche Fürsorgepflicht mit verfassungsmässigen Rechten auf persönliche Freiheit des Kindes und auf Schutz des Privat- und Familienlebens des Kindes und der Eltern wie auch der Glaubens- und Gewissensfreiheit der Eltern vereinbar ist.

        Von den Befürwortern frühkindlicher Sexualerziehung wird häufig argumentiert, Kinder seien als sexuelle Wesen und fordert bspw.

        – bei Vierjährigen das Entdecken der eigenen Sexualorgane als Quelle neuer Lustgefühle
        – bei Fünfjährigen das Üben von Rollenspielen oder
        – das Sprechen über Verliebt sein und Geschlechtsverkehr

        Aus dem Sexualunterricht mit den Jugendlichen wird gerne die Meinung vertreten, jegliche einvernehmliche sexuelle Betätigung sei in Ordnung und unterschiedliche sexuelle Orientierungen (Homo, Bi-, Trans- und Intersexualität etc.) seien als gleichwertig anzusehen.

        Mit frühkindlicher Sexualerziehung soll den Kindern quasi als Nebeneffekt die Ideologie des Gender Mainstreaming mitgegeben werden, was besonders bei Lehrinhalten wie „jegliche sexuelle Orientierung ist gleichwertig“ besonders deutlich hevortritt.

        Im Lichte dieser Betrachtungen sollte man sich von Maximalforderungen zu frühkindlicher Sexualerziehung ganz schnell verabschieden ggfls. ersatzweise darüber diskutieren, ob Sexualerziehung frühestens gegen Ende der Primarschulzeit unter Orientierung am Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen beginnen kann und es dabei den Erziehungsberechtigten überlassen, ob sie ihr Kind den vermeintlichen Früchten sexueller Befreiungsstrategien zuführen möchten.

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      • merxdunix sagt:

        @ Oeconomicus

        Mir wäre es auch lieber, wenn das Thema Sex die Kinder deutlich später erreicht, als das heute der Fall ist. Man kann jedoch nicht behaupten, dass es den Kindern von Staats wegen verfrüht aufgezwungen wird. Meines Erachtens ist die Frühsexualisierung im Zuge der Bildung eher eine Prävention gegen gesellschaftliche Exzesse. Was nützt es, wenn beispielsweise Gesetze zum Schutz der Kinder vor Pornografie erlassen werden, um das Thema auf deren Reife zu vertagen, wenn per Internet entsprechende rechtsferne Inhalte zugänglich sind, die sich Unmündige dann gegenseitig überstülpen? Sicherlich kann man das nicht generalisieren, aber auch viele Eltern schieben das Thema gern vor sich her, um dabei von ihren Kindern rechts überholt zu werden. Sich der Problematik nicht zu stellen, wäre Realitätsverweigerung. Wie geht man also damit richtig um, sowohl innerhalb der Familie als auch von Staats wegen oder gesellschaftlich?

        Ich stimme Ihnen zu, dass die Eltern dabei nicht übergangen werden sollten. Das kann aber nur für die gelten, die sich der Sexualerziehung ihrer Kinder stellen. Alle anderen überlassen, ob nun absichtlich, aus Ignoranz, Unvermögen oder Scham, ihre Kinder dem Umfeld, was jedoch in der Regel dem Kind nicht gerecht wird. Daraus ergibt sich somit für den Staat die Notwendigkeit, die Kinder diesbezüglich in Obhut zu nehmen. Bei ihren Eltern sind viele Kinder auch hinsichtlich der Sexualerziehung jedenfalls nicht gut aufgehoben, weshalb der Staat sie dorthin auch nicht zurück schicken braucht.

        In welchem Umfang sollte sich der Staat des Themas jedoch annehmen? Tastet er sich langsam vor, ist er immer in der Defensive gegenüber den Kindern, die bereits besser informiert sind und somit dem Bildungsauftrag ihm gegenüber zuvor kommen. Dann könnte er die Sexualerziehung auch einstellen und so bliebe manches Kind damit wieder sich selbst überlassen. Also bleibt ihm wohl nur die Offensive, indem er die Kinder frühestmöglich so übersättigt, dass das Thema für diese beizeiten uninteressant wird, weil sie alles darüber zu wissen glauben und es für sie wieder Wichtigeres gibt. Dabei werden sicherlich Vertiefungen geführt, wo den Eltern Angst und Bange wird und die sie selbst nie als erwähnungswert betrachten würden. Es ist jedoch im Interesse des Staates, die Kinder des Themas nachhaltig zu entledigen, um zu anderen Bildungsschwerpunkten zurückfinden zu können. Somit unternimmt er alles, um schnellstmöglich damit durch zu sein.

        Ich kann mir gut vorstellen, dass der Staat entsprechenden Elterninitiativen wohlwollend gegenüber steht, um Sexualerziehung wieder in die Familien zurück zu delegieren. Erfahrungsgemäß erreicht er damit aber auch nur die Kinder, die unter elterlicher Obhut stehen. Alle anderen bleiben an ihm hängen, so dass er das Thema nicht los wird, solange nicht auch das letzte Kind diesbezüglich wieder zu Hause ist. Daher sollten meines Erachtens die Eltern viel mehr und aktiver in die Pflicht genommen, sie also zur Sexualerziehung ihrer Kinder verdonnert werden, wenn man Sexualerziehung individuell betreiben will. Für durchsetzbar halte ich das jedoch nicht, so dass sich der Staat in Anbetracht heutiger Unverblümtheit wohl oder übel des Themas radikal stellen muss.

        So sehr ich Ihre Überlegungen und Argumente teile, wir sollten uns in deren Umsetzbarkeit nichts vormachen.

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  4. merxdunix sagt:

    Damit kommt man auch dem eigentlichen Gewicht von Pegida auf die Schliche.
    Ihre Anhänger sind die wahren Leistungsträger und Wertschöpfenden der Gesellschaft, die von den Parasiten und den Schnorrern im Sozial- und Rechtsstaat immer mehr ausgenutzt und ihrer Substanz beraubt werden.
    Deshalb ist es so wichtig, sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu diffamieren und zu verunsichern. Ihr wachsender Zusammenhalt ist das Ende der Ausbeutung und der Anfang für eine neue gesellschaftliche Identität.

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    • Oeconomicus sagt:

      Der Begriff ‚Schnorrer im Sozial- und Rechtsstaat‘ ist mir zu pauschal, da jedermann -ohne bedeutende Rücklagen- sich auf der Kundenliste der Arge wiederfinden kann.

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      • merxdunix sagt:

        @ Oeconomicus

        Sicherlich liegt es immer auch im Auge des Betrachters, andere als Schnorrer zu sehen, so dass schnell selbst unverschuldet in die Abhängigkeit des Sozialstaates Geratene ungerechtfertigt dort eingeordnet werden. Es steht jedoch außer Frage, dass die soziale Hängematte auch von Vielen strategisch belagert wird, und dass Diejenigen oft ein sehr rationales und eigennütziges Verhältnis zum Machtapparat pflegen, einschließlich ihres Kalküls gezielter Wahlentscheidung zur Aufrechterhaltung der Ausbeutung der Träger sozialer Leistungen.
        Schnorrer sind nach meinem Verständnis somit diejenigen, die soziale Absicherung vor dem Hintergrund der Leistungsbereitschaft anderer gezielt missbrauchen. Wer hingegen den Sozialstaat nur vorübergehend und ausschließlich zur Erhaltung seiner Existenz in Anspruch nimmt, um von dort aus sein soziales Engagement wiederherzustellen, darf sich gern und zurecht als Leistungsempfänger verstehen.

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      • Oeconomicus sagt:

        Da gehe ich gerne mit.

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