Ermittlungsverfahren gegen IWF-Chefin Christine Lagarde


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Ermittlungsverfahren gegen IWF-Chefin Christine Lagarde
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Wie u.a. LE MONDE oder Le Figaro berichteten, ist gegen die frühere französische Finanzministerin und jetzige IWF-Chefin Lagarde ist ein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.
Dem Bericht zufolge soll Lagarde noch in dieser Woche vor dem französischen Gerichtshof der Republik erscheinen, der ausschließlich über Verfehlungen französischer Minister in Ausübung ihres Amtes urteilt.
Offenbar lautet die Anklage auf complicité de faux et détournement de fonds publics (sinngemäß: Mittäterschaft bei Fälschung und Veruntreuung öffentlicher Gelder).
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Bei dem Verfahren geht es u.a. um die juristische Aufarbeitung von Lagardes Rolle bei der sog. Tapie-Affäre. Lagarde soll in ihrer Funktion als damalige Finanzminsterin insoweit beteiligt gewesen sein, als sie nach Aufhebung eines Schadensersatz-Urteils (€ 135 Mio) zugunsten von Bernard Tapie, ein in der Folge politisch höchst umstrittenes Schiedsgerichtsverfahren einleiten ließ, welches Tapie einen endgültigen Schadensersatz (einschl. Zinsen) von € 403 Mio zubilligte.
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An der Stelle wünscht man sich auch in Täuschland einen eigens für Verfehlungen im Amt (ohne Weisungsbefugnis seitens Regierung oder Justizministerium) zuständigen ‚Volks-Gerichtshof‘ !
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Ihr Oeconomicus

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6 Kommentare on “Ermittlungsverfahren gegen IWF-Chefin Christine Lagarde”

  1. herbert1949 sagt:

    Nun es wurde auch langsam Zeit. Aber wer meint das den Amigos nur dort Millionen zugeschaufelt werden der irrt.
    Hier im schönen Dödelland geschieht dies auch jeden Tag, nur bei uns interessiert sich eigentlich niemand dafür. Wenn irgendwelche Brüsselkommissare für einige Monate sogenannter Arbeit mal eben eine halbe Million kassieren oder wer sich sonst noch die Taschen voll macht.
    Die jetzigen Bürokratenapparate oder Brüssel sind wie eine Mafia. Man kann ungeniert abzocken ohne je befürchten zu müssen dafür vor den Kadi zu müssen. Alles eigentlich nach Recht und Gesetz, für Leute die eben mal für sich die Gesetze passend gemacht haben.

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  2. almabu sagt:

    Sie selbst sagt, ihr würde Nachlässigkeit, eine Lapalie sozusagen, vorgeworfen und sie sieht natürlich keinen Grund bei IMF in Washington (wo ihr Schreibtisch steht) zurück zu treten!
    Eigentlich ist es auch eine Sarkozy-Affäre, denn alle Beteiligten stammen aus dessen Umfeld. Lagarde war „Sarko“ offenbar politisch hörig, wie sie ihm in einem anderen Zusammenhang schriftlich mitteilte, „mach‘ mit mir, was du willst!“ Sie ist natürlich volljährig und sich der Folgen ihres (Nicht-)Handelns wohl bewusst, war aber faktisch Werkzeug Sarkozys in dieser Affäre.

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  3. kob sagt:

    „An der Stelle wünscht man sich auch in Täuschland einen eigens für Verfehlungen im Amt (ohne Weisungsbefugnis seitens Regierung oder Justizministerium) zuständigen ‘Volks-Gerichtshof’ !“

    Der wird ohnehin notwenig!

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