Rada stimmt im Erdgas-Konflikt mit Russland für Sanktionen


Die mehrheitlich offenbar mit kollektiver Intelligenz gesegneten Rada-Abgeordneten haben in einer turbulenten Sitzung des Parlaments -in erster Lesung- für ein Sanktionspaket gestimmt, das zu einem Stopp der Energielieferungen Moskaus in den Westen führen könnte.

Der Kiever Vorturner hatte die seltsame Idee eines Energie-Transitstopps bereits am 8. August 2014 angekündigt und sich damit für ein Kuckucksnest-Treatment qualifiziert.

Sowohl Bundesregierung als auch EU-Vertreter warnen Kiev mit Nachdruck vor einem möglichen Lieferstopp von russischem Öl und Gas nach Westen.
Allerdings erscheint es bei einer schon krankhaft anmutenden Konditionierung hasserfüllter Synapsen fraglich, ob sich die Kiever Regierungs-Pistoleros davon beeindrucken lassen.
Vielleicht sollten wir zu einer Spendenaktion abrufen, um jeden Sanktions-Trommler mit einem der Sache nach angemessenen Preis auszuzeichnen?

.

Ihr Oeconomicus

.

.

6 Kommentare on “Rada stimmt im Erdgas-Konflikt mit Russland für Sanktionen”

  1. almabu sagt:

    Das Thema ist hier ja Ukraine / Russland / USA / Europa. Sonst wären auf der Karte der Pipelines, die geplanten Pipelines im Irak und Syrien ans Mittelmeer bzw. in die Türkei sowie die neu entdeckten Resourcen um Zypern und vor der Küste der Levante nachzutragen, denn diese werden künftig auch eine Rolle spielen. Sie tun es vermutlich bereits bei der Ausdehnung der Islamisten von ISIS bzw. IS in diesen Gebieten…

    Gefällt mir

  2. almabu sagt:

    Die Pipelines und unterirdischen Gasspeicher auf ukrainischem Boden sind ein Machtinstrument und (wenn auch marodes) Anlagevermögen der Ukraine. Würde das Land seine Alleinstellung als Durchleiter russischen Gases nach Europa verlieren, dann verlöre sie auch das Gehör der Europäer, fürchtet man offenbar in Kiew?

    Eine ähnliche Rolle als Transit-Hub strebt übrigens Sultan Erdogan für die Türkei an. Die Macht liegt darin, die Finger im Bedarfsfall am Absperrhahn zu haben und im Wissen der Abnehmer des Gases um diesen Umstand. Beide, die Ukraine und die Türkei, sind allerdings erheblich weniger zuverlässig als die Russen es in den letzten 50 Jahren gewesen sind.

    Folglich forderte die Ukraine (und die USA im Hintergrund) schon früh den Stopp des South-Stream-Projektes, der die Lieferung russischen Gases nach Europa von widerspenstischen Durchleitern unabhängiger machen will. Obama forderte die „unabhängige“ Ukraine direkt dazu auf, sich von russischem Gas unabhängig(er) zu machen, am Besten mit US-Flüssiggas-Importen oder mit ausgedehntem Fracking durch US-Firmen auf iukrainischem Territorium.

    Die Ukraine musste also Opfer bringen um ihre Rolle wenigstens zum Teil weiter spielen zu können. Gleichzeitig besteht ein riesiger Renovierungsbedarf bei den ukrainischen Pipelines.

    Der Kompromiss für die Ukraine besteht nun darin, dass das Land US- und EU-Anlegern bis zu 49% an den Betreibergesellschaften für russisches Gas anbietet um so Geld in die Kassen zu bekommen. Dabei sollen sogar Pipelines und Gasspeicher von unterschiedlichen Firmen betrieben werden können, Hauptsache reichlich Geld fließt! Der US- und ukrainische Wiederstand gegen South Stream bleibt natürlich bestehen.

    Wenn nun eine US-Gesellschaft den Russen an ihrer Grenze zur Ukraine das Gas abkauft und über eine andere US-Ukrainische Pipelinefirma weiterleitet, dann sind die Russen als Vertragspartner in Westeuropa aus dem Geschäft und die USA bestimmen unsere Energiepreise direkt. Wir, in Europa, würden uns eine andere Abhängigkeit einhandeln…

    Gefällt mir

    • Oeconomicus sagt:

      Besten Dank für diesen informativen Beitrag.

      Bevor ich näher darauf eingehe, nachfolgend zunächst mal eine Karte (die einigermaßen akutell aussieht) mit ausgewählten Pipelines zwischen Russland und D/A.

      Gaspipelines nach D/A

      CC – Author: Onno

      Das anscheinend stark modernisierungsbedürftig Pipeline-Netzwerk befindet sich offenbar im Staatseigentum der Ukraine.
      Im Juni gab es wohl Gespräche hinsichtlich eines upgrades des Pipeline-Netzes und der entsprechenden Finanzierung zwischen Yatsenyuk und Vertretern von EU und USA.
      Dem Vernehmen nach stand für Modernisierung/Erweiterung ein Investitionsbedarf von US$ 3.0 – 5.3 Mrd. auf der Yatsenyuk-Agenda.
      Gazprom-Experten hatten jedoch zuvor einen Investitionsbedarf von US$ 18 Mrd. prognostiziert.
      Nach dem letzten Kenntnisstand von Itar-Tass (31.07.2014) wurden die Gespräche bislang nicht weitergeführt.

      Quelle: Itar-Tass

      Die aktuellste Information (14.08.) zum ukrainischen Pipeline-System ist bei Interfax nachzulesen.

      Der Meldung zufolge habe die Rada am 14.08. Beschlüsse zur Reform des GTS Managements auf den Weg gebracht.

      „According to the document, the gas transport system (GTS) and underground storage facilities are left in ownership of the state, although they can be put under the management of specially created companies. The Ukrainian state will receive a controlling stake in the said companies, and the rest of the shares can be bought by European and U.S. companies.
      During the preparation of the document, the lawmakers and the government agreed to make two significant amendments. First, companies that are candidates to manage the GTS and underground storage facilities from the European Union and the United States are to disclose the full information on their beneficiaries. Secondly, if beneficiaries are changed, the issue is to be agreed with Ukraine.
      As reported, Ukraine plans to create two companies to service underground storage facilities and the gas transport system, with the participation of U.S. and European partners. The pipelines and storage facilities will remain in state ownership.
      …“

      Gefällt mir

  3. almabu sagt:

    Unsere mit EU-Geldern finanzierten Verbrecher-Freunde in Kiew wollen damit nur die Voraussetzungen dafür schaffen, dass SIE künftig der unentbehrliche Partner der EU sind, der die Gasströme nach Europa (durch-)leitet und deren Forderungen die EU geflissentlich zu erfüllen hat. Deshalb soll auch das Gas schon beim Überschreiten der russisch-ukrainischen Grenze den Europäern gehören und nicht etwa noch den Russen, denn letztere lassen sich nicht so einfach „verhintern“ wie die EU in Brüssel…

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s