30 EU-Beamte sollen Regierung in Kiew unterstützen

Die Europäische Union schickt 30 Beamte in die Ukraine, die dem Land bei der Neuausrichtung helfen sollen. So solle Kiew „alle benötigte Hilfe zur Umsetzung politischer und wirtschaftlicher Reformen“ erhalten, sagte EU-Kommissionschef Barroso. 

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Bis Ende des Jahres soll die Gruppe ausloten, welche Hilfe in der Ukraine nötig ist, um die politische, wirtschaftliche und finanzielle Lage in den Griff zu bekommen. Ab dem kommenden Jahr soll sie dann dabei helfen, umfassende Reformen zu erarbeiten und umzusetzen.
„Gemeinsames Ziel“ sei „eine demokratische, unabhängige und wohlhabende Ukraine“, sagte Barroso.

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Derzeit droht die ukrainische Regierung -statt für Deeskalation durch Diplomatie zu sorgen- den prorussischen Separatisten im Osten des Landes mit dem Einsatz von Gewalt.

„Diese Krise wird innerhalb der nächsten 48 Stunden gelöst sein“

sagte Innenminister Arsen Awakow. Die Regierung wolle in Gesprächen zwar eine friedliche Lösung erreichen. Sollten die Aufständischen jedoch den Konflikt verschärfen, gäben die Sicherheitskräfte eine „schlagkräftige Antwort“.

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weitere Infos

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Ihr Oeconomicus


Mythos Intelligenz – Die Macht des Unbewussten

Wie tickt der Mensch wirklich?
Allan Snyder lässt an der Universität Sydney im Dienst der Hirnforschung Streichhölzer legen. John Bargh in Yale beweist, dass die Stühle, auf denen wir sitzen, unbewusst unseren Verhandlungsstil bestimmen. Henrik Ehrsson in Stockholm bringt Testpersonen dazu, ihren Körper zu verlassen. Walter Mischel stellt in Stanford die Willenskraft von Vierjährigen mit Mäusespeck auf die Probe.
In Phoenix, Arizona, erforscht das Wissenschaftlerpaar Susana Martinez-Conde und Stephen Macknik die Neurologie von Zaubertricks. Und in Berlin weist John Dylan Haynes nach, dass unser Gehirn bis zu sieben Sekunden vor uns Entscheidungen fällt.
Nicht nur Allan Snyder ist heute überzeugt:

„Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie denken, Sie hätten auch noch was zu sagen.“

„Die Macht des Unbewussten“ begleitet Neurowissenschaftler in aller Welt bei ihren zum Teil verblüffend unterhaltsamen Experimenten: am Beispiel von Martha und Jake: zwei Menschen, die sich zufällig über den Weg laufen.
Und die – wie wir alle – von unbewussten Mustern im Kopf gesteuert werden, angefangen beim Zähneputzen am Morgen, bei der Auswahl von Kleidungsstücken; der Art, Auto zu fahren bis hin zu möglicherweise der wichtigsten Entscheidung unseres Lebens: der Frage, in wen wir uns verlieben.
Aufwendige 3D-Animationen geben ungeahnte Einblicke tief in die Köpfe von Martha und Jake.
Sie zeigen: Der Verstand ist schnell überfordert, wenn es darum geht, uns sicher durch den Alltag zu navigieren.

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Ein wahrhaft spannender Film von Freddie Röckenhaus, Petra Höfer

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Das automatische Gehirn – Die Macht des Unbewussten – Teil 1

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Das automatische Gehirn – Die Macht des Unbewussten – Teil 2

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Viele Freude beim Entdecken neuer Erkenntnisse.

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Ihr Oeconomicus

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korrespondierende Informationen

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Priming
Der Begriff Priming bzw. Bahnung bezeichnet in der Psychologie die Beeinflussung der Verarbeitung (Kognition) eines Reizes dadurch, dass ein vorangegangener Reiz implizite Gedächtnisinhalte aktiviert hat. Diese Aktivierung spezieller Assoziationen im Gedächtnis aufgrund von Vorerfahrungen mit den betreffenden Informationen geschieht häufig und zum allergrößten Teil unbewusst.

Solch ein bahnender Reiz kann ein Wort, ein Bild, ein Geruch, eine Geste oder Ähnliches sein. Der primende bzw. bahnende Reiz aktiviert bottom up Gedächtnisinhalte, die top down bestimmen, wie schnell der nachfolgende Reiz verarbeitet wird, oder ob er korrekt erkannt wird, oder – bei uneindeutigen Reizen – auf welche Weise er interpretiert wird, oder sie beeinflussen den Gemütszustand oder nachfolgendes Verhalten. Das Konzept beruht auf der Aktivierungsausbreitung von Assoziationen.
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wiki

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Oxytocin
Oxytocin ist ein Hormon und hat eine wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess. Gleichzeitig beeinflusst es nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern, sondern auch ganz allgemein soziale Interaktionen.
Das in der Hirnanhangdrüse gebildete Hormon Oxytocin gilt als Bindungs- oder Treuehormon. Das Hormon setzt im Gehirn an verschiedenen Stellen an. Einmal an der Hypothalmus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, der Stressachse, die vom Gehirn bis zur Niere geht und in der Niere das Stresshormon Cortisol ausschüttet. Oxytocin ist in der Lage, an all den Stellglieder dieser Stressachse herunter zu regulieren. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist dann deutlich geringer, dass der Körper eine Stressreaktion zeigt.

Der Botenstoff wurde 1953 entdeckt, doch erst allmählich versteht man, wie Oxytocin auch Gefühle und Verhalten beeinflusst. Oxytocin hat unter anderem eine luststeigernde Wirkung und stärkt die Mutter-Kind-Bindung, löst aber auch Geburtswehen aus.

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Paul Zak: Trust, morality – and oxytocin

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Neurowissenschaftler zeigen: Wir sehen Details nicht so wie sie vielleicht sind
US-Neurowissenschaftler haben einen Hirnmechanismus entdeckt, der uns kleinste Detailveränderungen einer Szenerie oder Situation visuell nicht wahrnehmen lässt. Tatsächlich, so die Forscher, besteht das, was wir sehen, oft aus einer Art Zusammenschnitt der Seheindrücke der letzten 15 Sekunden. Besonders für Wahrnehmung grenzwissenschaftlicher und anomalistischer Phänomene könnte diese Erkenntnis gravierende Auswirkungen haben.

Wie die Forscher um David Whitney von der University of California in Berkeley und Jason Fischer vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) aktuell im Fachjournal „Nature Neuroscience“ (DOI: 10.1038/nn.3689) berichten, haben sie mit dem sogenannten „Continuity Field“ (Stetigkeitsfeld) einen Mechanismus nachgewiesen, mit dem unser Gehirn einander ähnliche Objekte über einen Zeitraum von bis zu 15 Sekunden visuell verschmelzen lässt.

Das folgende Video (ein Beispiel von vielen), ein Ausschnitt aus dem Film „Pretty Woman“ kann diesen Effekt verdeutlichen.

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Tatsächlich dürfte den meisten Betrachtern bei Anblick der Szene nicht aufgefallen sein, dass Julia Roberts in einer Einstellung noch an einem Croissant, in der nächsten dann aber plötzlich an einem Pfannkuchen nascht.
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grenzwissenschaften-aktuell


Westerwelle ist zuhause angekommen – Liz Mohn belohnt einen treuen Diener

Es ist schön. Ab dem 1. Januar 2015 ist die wirtschaftliche Existenz von Dr. Guido Westerwelle, der glücklicherweise nicht mehr deutscher Außenminister und auch nicht mehr Bundestagsmitglied ist, wieder gesichert. Er wird zunächst für zwei Jahre Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung, die sich ja nach eigenen Angaben im Jahr 2013 besonders um Nachhaltigkeit kümmern wollte, sich aber nun mehr wohl doch lieber um Hinterhältigkeit bemüht. Und in Hinterhältigkeit und Arglist ist Westerwelle, wie man voller Neid anerkennen muss, wohl kaum zu schlagen.
So schöne Sätze wie der von der „spätrömischen Dekadenz“ der Arbeitslosen, Schwachen und Kranken kann nur jemand prägen, der keine menschlichen Rücksichten und keine Verantwortung mehr kennt. Westerwelles gesamtes politisches Leben war davon bestimmt alles für die Reichen zu tun und die Armen zu geißeln und zu hetzen.
Insofern passt er hervorragend zur Bertelsmannstiftung, die ja auch nur dem einzigen Zweck dient, Geld für Propaganda gegen die Armen bereitzustellen und gleichzeitig Schule und Gesellschaft so zu verändern, dass es ein Leben nur noch für die Reichen und ihre Helfer gibt.
Da engagiert sich auch Liz Mohn mal ganz persönlich bei Grundschulleiterinnen und versaut den Kindern von Bloggern das gesamte Leben. Alles unter dem Mäntelchen der Schule etwas gutes zu tun.
In Wirklichkeit geht es natürlich nur um Macht und Einfluss und schon in der Schule sicherzustellen, dass selbständiges Denken unterbleibt. Mit dem Hochschulranking fördert die Bertelsmannstiftung, Hochschulen, die wie die Münchner Uni, Leute wie Professor Unsinn, oder den Rechtskameraden von Hitlers Blutrichter Freisler wirken lassen.
Genau wie Westerwelle und die FDP ist die Bertelsmannstiftung, aber auch der gesamte Konzern extrem schädlich für die deutsche Gesellschaft und müsste zerschlagen werden. Mit der FDP ist das weitgehend gelungen, auch wenn sie bei den Europawahlen noch ein paar Mandate abbekommt. Dafür das es in der Bertelsmannstiftung bald ähnlich wie in der FDP zugehen wird, bürgt der Name Westerwelle.
Man kann also nur feststellen, dass sich die richtigen gefunden haben. Ob diese Belohnung durch Liz Mohn nun Bestechung ist, vermag man nicht festzustellen. Aber es riecht doch sehr deutlich.
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Dank an Jochen Hoff für diesen Beitrag
Erstveröffentlichung: duckhome.de

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korrespondierender Archiv-Beitrag:
„Lobbyisten im Klassenzimmer“

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Ihr Oeconomicus


Aufmarsch der Populisten

AUFMARSCH DER POPULISTEN

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Angesichts der andauernden Krise und der wachsenden Unzufriedenheit der Bevölkerung hoffen die rechtspopulistischen Bewegungen auf einen Erdrutschsieg bei den Europawahlen im Mai 2014.
Worauf stützt sich der immer größere Erfolg dieser Parteien auf ihrem Weg zur Macht?
Sie behaupten, im Namen des Volkes zu sprechen.
Für Probleme haben sie simple, immer gleiche Lösungen: Schluss mit Einwanderung, Europa und den Eliten.
Marine Le Pen in Frankreich, Geert Wilders in den Niederlanden, Timo Soini in Finnland, Beppe Grillo in Italien.

Mit Parolen, Charisma und durchschlagender Rhetorik gelingt es den Wortführern dieser Parteien, immer mehr Bürger für sich zu gewinnen. Während sie ihre respektable Fassade zu wahren vermögen, spielen sie gezielt mit Ängsten und Frustrationen, schüren bereits vorhandene Ressentiments und bieten ihren Wählern einfache Lösungen an. Ein Rettungsanker in einer immer komplexer werdenden Welt.

Für die Europawahl treten die französische Front-National-Chefin Le Pen und der niederländische Rechtspopulist Wilders gar geschlossen auf – und erreichen mit ihrem Anti-Europa-Bündnis die Mitte der Gesellschaft.

Regisseur Antoine Vitkine spürt dem Phänomen in allen Teilen Europas nach und filmt die Protagonisten der Wahlkampagne aus nächster Nähe.
Ungewohnt freimütig sprechen Wähler wie Anführer der populistischen Parteien über ihre Beweggründe und Ziele.
Vitkine analysiert sowohl die Reden und Methoden der Populisten als auch die Ängste und Frustrationen, auf die sie abzielen. Dabei treten die Mechanismen einer neuen Form des Radikalismus zutage, der Europa auf nie dagewesene Art gefährdet.
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ARTE

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ARTE-Doku – [81:41 Min]


Spanisches Parlament gegen Referendum der Katalanen

Das spanische Parlament hat ein Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.
Gegen die von den Katalanen beantragte Volksabstimmung votierten 299 Abgeordnete. 47 Parlamentarier stimmten dafür.
Das katalanische Regionalparlament hatte in Madrid den Antrag gestellt, ein Referendum über eine mögliche Abspaltung der Region von Spanien abzuhalten.

Als Regierungschef sei er für alle da, sagte Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy. Er könne sich kein Spanien ohne Katalonien vorstellen, ebenso wenig wie ein Katalonien außerhalb Spaniens und außerhalb Europas.
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euronews

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Anmerkung

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Seltsam, dass Herr Rajoy gänzlich phantasielos erscheinen möchte, obgleich der diese Eigenschaft im PP-Spenden-Skandal durchaus belegt hat.

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Ihr Oeconomicus

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follow-up, 10.04.2014

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„Der Prozess in Katalonien wird weitergehen“
Trotz der großen Ablehnung im spanischen Parlament hält Katalonien an einer Abstimmung über die eigene Souveränität fest
Der katalanische Regierungschef Artur Mas ist am Dienstag nicht in die spanische Hauptstadt Madrid gereist, um vor dem Parlament die katalanische Forderung zu vertreten, eine Volksabstimmung über die Souveränität Kataloniens durchzuführen. Das hatten Vertreter der verschiedenen Fraktionen des katalanischen Parlaments übernommen, die mit einer Zweidrittelmehrheit dafürgestimmt hatten.

„Wir sind gekommen, um ein Abkommen über eine Befragung möglich zu machen, das nötig ist und, wenn man will, auch möglich ist“

sagte Jordi Turull, der Vertreter der konservativen CiU von Mas. Auch die Vertreterin der Republikanischen Linken (ERC) machte wie der Vertreter der linksgrünen ICV klar, dass es „keinen Rückweg“ mehr gäbe, denn man habe das Gefühl, dass Spanien „nicht respektiert, wie wir sind, wie wir sprechen, wie wir denken und träumen“, sagte die ERC-Vertreterin Marta Rovira in den zehn Minuten, die den drei Katalanen eingeräumt wurden.
Es ging in der Debatte darum, die Kompetenz dafür zu erhalten, eine nicht verbindliche Abstimmung am 9. November durchzuführen, die von Millionen in Katalonien 
gefordert wird.
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Ralf Streck – Telepolis