Wie sich der amerikanische Außenminister Kerry zum Schutzengel des Völkerrechtes aufspielt


Janukowitsch ist weg und wer will ihm eine Träne nachweinen? Bei den Protzvillen? Als wenn das bis zum Ringen um das Assoziierungsabkommen irgendjemand in Brüssel, Berlin, London oder Washington gestört hätte. In der Staatskasse noch knapp 300. 000, 00 Euro?
Wo waren die peniblen Brüsseler Schlaumeier bei der Überprüfung der Kiewer Daten vor dem angepeilten Abkommen zwecks größerer Nähe der Ukraine zur Europäischen Union?
Von ganz neuer Qualität dürfte jedoch sein, dass nicht nur die US-amerikanische Staatssekretärin Nuland den Überlegungen zur Manipulation der neuen Regierung in der Ukraine freien Lauf gelassen hat. Hier wurde zum ersten Mal in der neueren Geschichte eine Regierung, die nach Bekundungen aller -von der OSZE bis zum Europa-Rat- durch faire und freie Wahlen zustande gekommen war, aus dem Amt geputscht und alle Abkommen zur Krisenbeilegung beiseite gefegt.
Das geschah wohlgemerkt auch und gerade durch Kräfte, die einen gesamteuropäischen Aufschrei der Abscheu hätten hervorrufen müssen. Noch in der Nacht der Machtergreifung wurde gegen die russischsprachigen Bewohner der Ukraine mobil gemacht. Man hatte nichts eiligeres zu tun, als ihnen die Zerstörung ihrer Bürgerrechte in Aussicht zu stellen.
Es war eben auch der politische Mob, der anschließend drohte, durch die gesamte Ukraine zu fegen.
Wegen des unmittelbar drohenden Finanzkollapses der Ukraine droht sich dort ein Furor breitzumachen, der zwar heute nach dem Westen ruft, aber dem Heulen und Zähneknirschen droht, wenn ihn die westeuropäische und amerikanische Realität erreichen.
Washington scheint zu den letzten Mitteln vor einer Kriegserklärung an die Russische Föderation greifen zu wollen, wenn man die Herren Obama und Kerry hört.
Wäre es wegen der Dimension des von der Ukraine ausgehenden Ur-Knalls für ganz Europa nicht sinnvoller gewesen, die Fäden zusammen zu halten? Schließlich war es Moskau, das der maroden Ukraine noch mehr Geld nachwerfen wollte, als der in diesen Dingen äußerst penible Westen.
Und Putin?
Hätte er zuwarten sollen, bis die Kiewer Machtübernahme die russische Grenze erreicht haben würde. Der Träger des neuen Geistes waren alle auf dem Weg. Was in Teufels Namen hat nach der Kiever Machtübernahme die neuen Machthaber dazu veranlasst, nun jeden wichtigen Amtsträger im ganzen Land aus dem Amt zu jagen und durch eigene Günstlinge zu ersetzen?
Der russische Präsident Putin hat durch die Form seiner Reaktion diesem Tun ein Halt-Signal gesetzt, für das man ihm vielleicht noch einmal sehr dankbar sein wird.
[…]
Willy Wimmer

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Archiv-Beitrag: amerikanisch bestimmtes Faustrecht ?



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