Durchgecheckt! Arbeitslosigkeit – Was tun?


In Europa gibt es heute über 26 Millionen Arbeitslose – eine Rekordzahl, die auf ein dreifaches Scheitern verweist: wirtschaftlich, sozial und politisch. Doch die Arbeitslosigkeit wirft die immer gleichen Fragen auf:

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Was sind die Ursachen?
Ist sie – der weit verbreiteten Thesen zufolge – tatsächlich auf die mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes oder die zu hohen Kosten der Arbeitskraft zurückzuführen?

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Diese häufig angeführten Argumente berücksichtigen ebenso wenig wie die des technischen Fortschritts oder der Globalisierung die Vielfalt der europäischen Situationen. Tatsächlich befindet sich Europa in einer Krise, die Politik und Wirtschaft bislang noch nicht wirklich in Angriff genommen haben.
Um den Weg aus der Krise zu finden und die Arbeitslosigkeit zu senken, muss über eine Sparpolitik hinaus über neue Entwicklungsstrategien nachgedacht werden.
Für einige Experten könnte der Hebel die Green Economy sein, die auf eine arbeitskraftintensive ökologische Modernisierung setzt. Andere hingegen meinen, die Lösung liege in einer neuen Arbeitsteilung.

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Mit Archivaufnahmen, originellen Animationen, Gesprächen und Reportagen werden die Mechanismen der Massenarbeitslosigkeit durchleuchtet und Lösungsansätze aufgezeigt.

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Anmerkung
Schon fast erwartungsgemäß wurde der Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit mit der Folge einer drohenden Sozialversicherungskrise nicht herausgearbeitet.

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Ihr Oeconomicus


One Comment on “Durchgecheckt! Arbeitslosigkeit – Was tun?”

  1. alphachamber sagt:

    Hallo!
    Zunächst vielen Dank für Ihren Besuch und dass Sie unserem Bolg folgen.
    Ihr Essay weist auf ein zentrales Thema der Ökonomie.
    Die Arbeitslosigkeit [A/L] ist (in dieser Definition) ein Phänomen der Entwicklung und, außer einem rein ökonomischen Faktor auch eine kulturelle Institution. Seit den Physiokraten und Klassikern über Marx bis heute, flutscht sie den Technokraten als rein rechnerische Größe wie ein Stück Seife durch die Hände. Sie alle mussten/müssen feststellen, dass sich das Verhalten des Menschen (als anonyme Entität) nur schwer in Formeln zwängen lässt, am wenigsten auf Makro-Ebene. Man erkennt ungern, wie die politisch höchst unkorrekte malthusischen Faktoren auf die A/L einwirken.
    1. A/L (nach Marx) bildet eine unvermeindliche „industrielle Reservearmee des Kapitals“ für das zyklische Funktionieren der Wirtschaft.
    2. Innerhalb der A/L als Gruppe, hat die A/L des Individuums verschiedene Ursprünge, die sich nicht durch universelle Maßnahmen beheben lassen (wenn man dies denn will).
    3. Im Einklang mit Nr. 1., hat die Politik Schwierigkeiten mit der zyklischen Natur der Ökonomie und Über/Untersteuerung scheint unausweichlich.
    4. Vielleicht wäre es besser die A/L weniger als rein wirtschaftliche Entität zu „behandeln“ und mehr durch die Gruppen-Theorie (Mancur Olson) zu sehen?
    5. Ein großes Problem liegt in der Perzeption der „sozialen“ Gesellschaft und ihrer Rechte. Viele verstehen nicht, dass das Recht auf Arbeit ein natürliches Recht ist, aber nicht auf einen „Arbeitsplatz“. Ein Grundübel ist das staatliche Konzept „Arbeitsplätze zu schaffen“, anstelle dem Einzelnen einfach keinen regulativen Hindernisse für eine Existenzgründung in den Weg zu stellen. Aber jeder selbstständige Würstchenbuden-Besitzer ist eine Drohne weniger für die Industrie, usw., usw.
    Nette Grüße

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