Die Phosphor Krise – Das Ende der Menschheit oder einfache Lösungen?



White phosphorus exposed to air glows in the darkness
CC – Autor: Endimion17

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Zahlreiche Wissenschaftler vergleichen die Verknappung von Phosphor mit der Endlichkeit der Ölreserven. Doch anders als beim Energielieferanten Öl gibt es für Phosphor keine Alternative. Phosphor ist ein echtes chemisches Element und lässt sich durch nichts ersetzen oder reproduzieren. Es ist ein entscheidender Bestandteil in Pflanzendüngern. Gewaltige Düngemittelmengen ermöglichten erst die Bevölkerungsexplosion der letzen Jahrzehnte und den Wohlstand in den Industrienationen. Weltweit erzielt die Landwirtschaft nur durch den intensiven Einsatz von Phosphat-Düngern die notwendigen Ernteerträge für die acht Milliarden Menschen, die inzwischen auf der Erde leben. Aber durch maßlose Verschwendung von Düngemitteln und vielen Alltagsprodukten landen große Mengen Phosphor unwiederbringlich in den Ozeanen.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Phosphorverbrauchs zeigt die Dokumentation die weltweiten Konsequenzen der bevorstehenden Phosphor-Verknappung. So werden die Preise für Düngemittel explodieren und dadurch die Getreideproduktion massiv verteuern. Lebensmittel werden zum Luxusartikel.

Die Dokumentation zeigt aber auch, wie diese Entwicklung verhindert oder zumindest verlangsamt werden kann. Doch dafür müssen Politik und Industrie das Phosphor-Dilemma jetzt ernst nehmen. Wissenschaftler und Ingenieure erproben bereits international Verfahren, mit denen Phosphor recycelt und der Verbrauch reduziert werden kann.

Die Filmemacher Christiane Schwarz und Marcel Weingärtner berichten über eine ganz konkrete Bedrohung der menschlichen Existenzgrundlage, aber auch über die Möglichkeiten, diese Gefahr zu bannen. Und sie halten ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit einem bisher unterschätzten Lebensbaustein.

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Die Phosphor Krise – Das Ende der Menschheit?

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Eine einfache Lösung für die kommende Phosphor-Krise
Der Biologe Mohamed Mijri führt uns eine bis dato unerwähnte Landwirtschaftskrise vor Augen:
Phosphor wird knapp, ein essentielles Element, das ein Schlüsselbestandteil der DNA und die Basis zellulärer Kommunikation ist. Alle Wege dieser Krise bringen uns zu unserer Landwirtschaft – mit chemischen Düngemitteln, vollgestopft mit Phosphor, das die Pflanzen nicht effektiv absorbieren können.
Eine Lösung? Vielleicht … ein winzig kleiner Pilz.

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Vortrag – Originalton mit deutschen Untertiteln [13.41 Min]

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Workshop: Phosphor aus Abwasser zurückgewinnen und recyceln
Phosphor aus Abwasser zurückzugewinnen verfolgt zwei Ziele:
Einerseits soll Phosphor nicht in Gewässer gelangen, wo er zu Überdüngung und Algenblüten führt, andererseits kann er als wertvoller Rohstoff etwa für Düngemittel weiterverwendet werden.
Einen Überblick über Verfahren zur Rückgewinnung, politische Rahmenbedingungen und Düngemittel aus Recycling-Phosphor möchten Bundesumweltministerium, UBA und die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) in einem Workshop am 28. und 29. Januar 2014 in Berlin geben. In einem Fachgespräch werden Ergebnisse des Forschungsvorhabens „Klärschlammasche-Monitoring“ diskutiert.
[…]
Umweltbundesamt

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Phosphatversorgung der Landwirtschaft sowie Strategien und Maßnahmen zur Förderung des Phosphatrecyclings
Antwort der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Cornelia Behm, Friedrich Ostendorff, Dorothea Steiner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN

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Vorbemerkung der Fragesteller
Phosphat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff. Von daher ist eine ausreichende Phosphatversorgung der Kulturpflanzen von hoher Bedeutung für die Agrarproduktion. Gleichzeitig können Phosphatüberschüsse in der Landwirtschaft zur Überdüngung von Böden und Gewässern beitragen und so die Umwelt
und die Natur belasten.
Die Verfügbarkeit von Phosphatdüngemitteln aus schadstoffarmen Rohphosphatlagerstätten ist jedoch begrenzt. Ein ressourcenschonender Einsatz von
Phosphat in der Landwirtschaft ist von daher von hohem umwelt- und ressourcenpolitischem Interesse.
Weltweit werden Strategien und Maßnahmen zur Sicherung der Phosphatversorgung und zur Förderung des Phosphatrecyclings diskutiert.
Dazu gehört die Wiedergewinnung von Phosphaten aus Abwässern und Klärschlämmen, organischen Abfällen und tierischen Nebenprodukten, die nicht in der Landwirtschaft verwertet werden bzw. verwertet werden können.
Ein durchschlagender Markterfolg für diese Technologien ist bisher allerdings ausgeblieben. Das liegt insbesondere daran, dass die Kosten dieser Technologien im Vergleich zu den Rohphosphatpreisen bisher zumeist noch zu hoch sind.
Es wäre ressourcenpolitisch allerdings falsch, abzuwarten, bis sich die Marktverhältnisse so entwickeln, dass sich das Phosphatrecycling von sich aus durchsetzt.
Vielmehr sollten bereits heute Maßnahmen ergriffen werden, die das Phosphatrecycling nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Anwendung voranbringen.
[…]
Drucksache 17/11486 – 15.11.2012

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Phosphat: Mineralischer Rohstoff und unverzichtbarer Nährstoff für die Ernährungssicherheit weltweit
Stand Oktober 2013
Diese Studie wurde im Rahmen des Sektorvorhabens Politikberatung Mineralische und Energie-Rohstoffe der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe erstellt. Das Vorhaben wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) realisiert.
Seine Hauptaufgaben sind die Bereitstellung von Informationen und Analysen zum extraktiven Sektor in Entwicklungsländern, die Entwicklung von Konzepten und Strategien im Bereich der guten Regierungsführung im Rohstoffsektor und der nachhaltigen Rohstoffwirtschaft sowie die Unterstützung
internationaler Initiativen im Rohstoffbereich.
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ist das geowissenschaftliche Kompetenzzentrum und der Geologische Dienst des Bundes. Ihre Kernthemen sind Energierohstoffe, mineralische Rohstoffe, Grundwasser, Boden und der Untergrund als Speicher- und Wirtschaftsraum.
[…]
Wirklich lesenswerte Studie der BGR – PDF [32 Seiten]

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Stand der Phosphat-Reserven weltweit



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