Bilanzfälschung legalisiert – wie Banken tricksen


„fair value“-Bewertungen in Bank-Bilanzen

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Banken frisieren ihre Bilanzen um ihre Gewinne nicht reduzieren und ihre Verluste nicht offenlegen zu müssen. Wären einige „systemrelevante“ Banken gezwungen, ihre Bilanzen ehrlich führen, käme dies einer sofortigen Bankrotterklärung gleich. Deshalb sind viele überbewertete „fiktive Scheinwerte“ in den Bilanzen eingefroren und weiterhin als Eigenkapital deklariert (z. B. spanische Schrottimmobilien oder uneinbringbarer Kreditmüll).
Diese Betrugsmassnahme zögert den Systemkollaps hinaus, kann ihn aber nicht verhindern.
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follow-up, 04.11.2014

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Verstecken lasche Bilanzierungsregeln die Kapitalzerstörung?
Die korrekte Bewertung der Passiven besagt, dass die Schulden eines Unternehmens in der Bilanz zu ihrem Wert bei Fälligkeit oder zum Liquidationswert zu buchen sind, je nachdem, welcher höher ist. Dieser Grundsatz wird jedoch von den gegenwärtigen Rechnungslegungsstandards ignoriert. Dies bedroht die Wirtschaft mit massiver Deflation durch die Zerstörung von Kapital angesichts des nun 30 Jahre anhaltenden Rückgangs der Zinsen, weil die Erhöhung des Liquidationswerts der Schulden ignoriert wird.
[…]

historische Aufarbeitung und Bewertung von Prof. Antal E. Fekete
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Weblinks
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Überblick über die wichtigsten Unterschiede zwischen HGB (BilMoG), IFRS und IFRS for SMEs
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BilMoG Expertengespräch
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BilMoG und IFRS — Ein kurzer Überblick
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IFRS-Portal

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IASPlus-Ressourcen
provided by Deloitte

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International Accounting Standard 30

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Der International Accounting Standard 30 ist ein Standard der internationalen Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards. Er regelte den Jahresabschluss von Banken und ähnlichen Finanzinstitutionen. Ab dem 1. Januar 2007 wurde er vollständig durch den IFRS 7 ersetzt.
[…]
..weiter
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Risikoberichterstattung nach IFRS 7 und IAS 1 in Banken

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Neue Risikoangaben zu Finanzinstrumenten – Teil I: Kreditrisiken
Risikoberichterstattung nach IFRS 7 und IAS 1 in Banken
[…]
Autoren:
Markus Kochems, Senior Consultant der ifb group in Köln
Juliana Müller, Consultant der ifb group in Köln
[…]
Risiko-Manager
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US GAAP vs IFRS

PWC-Studie hinsichtlich Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen US GAAP und IFRS für Investmentgesellschaften
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12 Kommentare on “Bilanzfälschung legalisiert – wie Banken tricksen”

  1. Roland sagt:

    Es ist, wie so oft, das entscheidende, was die Menschen mit dem Werkzeug tun, nicht das Werkzeug an sich, was zu bewerten ist. So ist die Bilanzierung mit „immateriellen“ Gütern Fluch und Segen zugleich. Ein Segen sehe ich in der damit möglichen Bewertung von Wissens-Kapital, welches durch die Wissensbilanz (vgl. http://www.akwissensbilanz.org/ ) auch das sichtbar macht, was im Unternehmen Vermögenswerte schafft. Gleichzeitig können damit aber auch Gefahren verschleiert werden (z.B. Eigenhandel, Derivatgeschäfte).

    Was bleibt?!
    Eigentlich immer das gleiche. Investiere Dein Geld nur dort, dessen Menschen Du kennst, dessen Arbeit Du schätzt. Wer Zocker-Aktien kauft wird damit auch zum Zocker und muss dann auch mit dem Absturz rechnen.
    Über die neue Dimension des bail-in und deren „unbegrenzte“ Möglichkeiten möchte ich mich erst auseinandersetzen, wenn es soweit ist. Dennoch kann eine gewisse Vorsorge nicht schaden.

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    • Oeconomicus sagt:

      „Wissensbilanz – Made in Germany“ in Kürze
      Die „Wissensbilanz – Made in Germany“ ist ein Pilotprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Ziel einer Wissensbilanz ist es, die immateriellen Vermögenswerte eines Unternehmens greifbar zu machen.
      Dazu zählen z.B. das Know-how eines Unternehmens, Organisationsstrukturen oder die Kundenbeziehung. Diese sind häufig entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens, jedoch bisher nur schwer greifbar. Aufgabe ist es daher, diese „weichen Faktoren“ in mittelständischen Unternehmen sichtbar zu machen, zu bewerten und darzustellen.
      So können verborgene Schätze, wie brach liegendes Innovationspotenzial und ungenutzte Kompetenzen, gehoben und die Wettbewerbsfähigkeit in der wissensbasierten Wirtschaft nachhaltig gestärkt werden. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen ist der Wissensvorsprung oft ein
      entscheidender Wettbewerbsvorteil.

      Gibt es hierzu erweiterten Input?

      Klingt ungeheuer spannend … ich habe allerdings erhebliche Bedenken bei der Umsetzung!
      (Stichwort BilMog)

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      • Roland sagt:

        Die EnBW setzt dieses Instrument schon seit ein paar Jahren ein. Hierzu eines der vielen Dokumente: http://subs.emis.de/LNI/Proceedings/Proceedings145/gi-proc-145-045.pdf

        Wichtig ist bei einer Wissensbilanz, dass es ein erster Schritt ist, dass die Mitarbeiter/innen eine „messbare“ Wert-Schätzung erhalten und nicht nur Kostenfaktor sind. Es ist aber noch ein weiter Weg bis zum Ziel…

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      • Nachdenkliches….. könnte in diesem Zusammenhang interessant sein.

        Ein Wissenvorsprung ist oft mit einem hohen zeitlichen und materiellen Einsatz erkämpft worden, der in der Regel natürlich bisher nicht bilanztechnisch darstellbar war oder ist.
        Für kleine innovative Mittelständler können ruinöse Klippen entstehen.
        Was ist wenn zum Eigentumsdelikt kommt und ein juristische Verfahren ansteht?
        Siehe inhaltlich:

        https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2012/_08/_08/Petition_26303.html

        Wie sollte sich ein Unternehmer in juristischen Verfahren zum Erhalt seiner Firma und seiner Innovation verhalten, wenn ihm die Kreditlinie gesperrt wird und alle Kredite fällig gestellt werden, ……, um an die Verwertung seiner Sicherheiten durch die Kredit gebenden Bank zu kommen?
        Ist eine Fälligstellung von Krediten mit der Begründung – wegen „wirtschaftlicher Schwierigkeiten“ überhaupt gerechtfertigt?

        Die Kredite werden durch den Kreditgeber aus dem „Nichts“ geschöpft und die Unternehmerin bzw. Unternehmer haftet mit dem ganzen realen Vermögen, z.T. auch mit dem Vermögen seines Ehepartners. Einem familiären Gesamtvermögen, dass oft auch noch einen deutlich höheren Wert hat, als die Summe aus den Krediten….

        Die Innovation dient vielleicht der „Menschheit“ nicht aber den Markt beherrschenden Konzernen usw.

        Hat ein klagender Unternehmer überhaupt eine Chance in juristischen Verfahren?
        Welche Sachverständigen könnte er benennen, die der im o.g. Video gezeigten Sachverhalte benennen und inhaltlich auf der Linie der benannten Petition liegen ?
        Welcher Richter hat den Mut gegen Banken und deren „vorteilhaftes Geheimnis“ Recht zu sprechen?

        Gibt es dazu Hinweise?

        Gruß

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  2. Uwe E. Mertens sagt:

    „…..Sanktionierte Bilanztäuschung

    Banken legitimieren ihre Vorteilsnahmen mittels gesetzlich sanktionierter Bilanztäuschung. Der tatsächliche Geschäftserfolg einer Bank weicht von dem gegenüber der Öffentlichkeit dargestellten in Größenordnungen ab. Die Bilanz einer Bank dient der Verschleierung ihrer Vorteilsnahmen.

    Mehr Details…
    Die Bankpaläste, die aus Sicht der Bank zum größten Teil mit aus dem Nichts geschöpften Giralgeld erworben wurden, werden in der Bilanz so dargestellt, als würden sie noch vollständig bezahlt werden. Nicht zurückgezahlte Kredite werden in der Bilanz als Verlust ausgewiesen, obwohl sich die Kreditausfälle zwischen den Banken zum großen Teil kompensieren. Ähnlich verhält es sich mit den Zinsaufwendungen, die an die Sparer gezahlt werden. Diese sind durch den Kompensationseffekt zwischen den Banken wesentlich geringer, als in der Bilanz dargestellt.

    Einflussnahme auf die Gesellschaft

    Den Banken wurden von der Gesellschaft die Freiräume gegeben, selbst Geld zu schöpfen. Das ist ein Sonderprivileg, mit dem sie sich nicht nur bereichern, sondern mit selbst geschöpftem Geld die Gesellschaft gestalten können. Sie haben es in der Hand, den Staat bei seinen Konjunkturprogrammen zu entlasten oder nicht.

    Mehr Details……..“

    siehe: http://www.horstseiffert.de

    Andersdenkende vereinigt Euch – noch sind wir nicht verloren !!!

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    • Oeconomicus sagt:

      Hallo lieber Herr Mertens,

      die Ausführungen in dem zitierten Blog sind dem Wesen nach richtig, zeigen aber leider eine etwas oberflächliche und eindimensionale Denkweise.

      Dem Verfasser ist in diesen Zusammenhang sicher kein Vorwurf zu machen, da wir über höchstkomplexe Vorgänge sprechen, welche selbst von
      zahlreichen Akteuren der Finanzbranche leider nicht völlig verstanden werden.

      Insoweit scheint es -Leserinteresse vorausgesetzt- doch geboten, mit weiteren Aufsätzen den Themen- und Fachbereich zu vertiefen.

      beste Grüße

      Oeconomicus

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      • Sicher haben Sie Recht und generell handelt es sich in diesem Fachbereich nicht
        um eine naturwissenschaftliche Fachrichtung……. in der die Trefferquote für
        „Wahrheiten“ auch nicht so einfach ist.
        Immerhin ist Horst Seiffert in der Literaturliste von Prof. Dr. Franz Hörmann erwähnt, siehe : http://www.franzhoermann.com

        Sicher denken sie auch an Prof. Bernd Senf, siehe: http://www.berndsenf.de
        (der Nebel um das Geld, die weißen Flecken der Ökonomie)

        Und….., wir Beide werden es schon nicht deckungsgleich aber ähnlich bewerten können.

        Hauptsache, wir „Menschen“ schaffen es irgendwann aus dem universellen Gesamt-
        betrug mit der Tendenz zum perfekten Verbrechen herauszukommen.

        Viele liebe Grüße…….

        Ich bleibe dabei, noch sind wir nicht verloren……..!!!

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      • Oeconomicus sagt:

        hallo lieber Herr Mertens,

        bin mit den Veröffentlichungen beider recht gut vertraut.

        „Hauptsache, wir „Menschen“ schaffen es irgendwann aus dem universellen Gesamtbetrug mit der Tendenz zum perfekten Verbrechen herauszukommen.“

        Offen gestanden fehlt mir zur Umsetzung dieses Wunsches die Vorstellungskraft.

        herzlichst
        Oeconomicus

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      • Bedenken…….ja, aber es geht…..!

        Im Unterbewusstsein der Menschen ist eine Selbstregulation angelegt.
        Wir alle können, wenn wir davon überzeugt sind, den Mechanismus der
        Selbstregulation / Selbstheilung öffnen…….!
        Auch Sie und gerade Sie, lieber Oeconomicus….wir alle!

        Universelle Selbstheilung wird den universellen Bertrug beseitigen.

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      • Oeconomicus sagt:

        Ein -wie Sie wissen- schwieriges Unterfangen, lieber Herr Mertens.

        Aber wie Sie zu Recht sagen, lasst uns alle daran arbeiten, weiterhin mit Bedacht ganz dicke Bretter zu bohren.

        In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen Slogan der Deutschen Bank (lang ist’s her):

        „Es macht Spaß, wenn aus Leistung Erfolg wird!
        Erfolg zu haben ist nicht nur eine Frage von Begabung … Fleiß, Beständigkeit und der unbedingte Wille zur Leistung sind Voraussetzung“

        In diesem Sinne lassen Sie uns auch weiterhin Ihrem Wahlspruch folgen:

        „Andersdenkende vereinigt Euch – noch sind wir nicht verloren !!!“

        herzliche Grüße
        Ihr Oeconomicus

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      • Ein etwas anderer Kommentar….

        Hier die musikalischen Vorboten und die kommen aus der hoffnungsvollen Jugend……

        http://www.orschlurch.net/2012/01/09/somebody-that-i-used-to-know-5-musiker-1-gitarre/

        Andersdenkende vereinigt Euch – noch sind wir nicht verloren!!!

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      • Oeconomicus sagt:

        Dazu zwei Anmerkungen:

        In reality „Highway to Hell“ is less exciting, than it sounds to be.

        „Somebody That I Used To Know” wäre doch eine toller Erinnerung an die €-Glycerin-Jongleure, sobald diese in einer Wellness-Oase der Gulag-Hotelgruppe über die Früchte ihres segensreichen Wirkens nachdenken dürfen.

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