Deutsche Bank: Ein Slumlord in den USA?

Slumlord-Suit – Prozess gegen Immobilienspekulanten

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In der kalifornischen Metropole Los Angeles kommt es zu einem Gerichtsverfahren, das einen Satz des englischen Historikers Lord John Acton zu bestätigen scheint:

„Das Problem, das uns seit Jahrhunderten verfolgt, läuft auf den Prozess des Volkes gegen die Banken heraus.“

Bemerkenswert daran ist, dass dieser Satz aus dem Neunzehnten Jahrhundert stammt und dass der Prozess heute in Kalifornien stattfindet:
Dort klagt die Stadt Los Angeles gegen einen führenden Besitzer zwangsversteigerter Häuser, gegen die Deutsche Bank.
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Die Kläger aus Los Angeles werfen der Deutschen Bank vor, an der Spitze einer Gruppe von Kreditgebern zu stehen, die sich wie „auswärtige Immobilienhaie“ benähmen. Dabei hätten sie kommunale Gesetze ebenso gebrochen wie Gesetze des Bundesstaates Kalifornien und der Regierung in Washington. Diese verpflichten Immobilienbesitzer, ihr Eigentum zu unterhalten, Mindeststandards bei den Wohnbedingungen zu erfüllen und ihre Häuser nicht verfallen zu lassen.
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DW
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update, 19. Juni 2013
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„Slumlord“-Streit beigelegt – Deutsche Bank einigt sich mit Los Angeles
Deutschlands größtes Finanzinstitut vermeidet einen Gerichtsstreit mit der kalifornischen Metropole Los Angeles. Diese wirft der Bank vor, zur Verwahrlosung ganzer Viertel beigetragen zu haben. Nun haben sich beide Seiten verständigt. Das Geldhaus kann so die Millionenforderungen begrenzen.
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teleboerse
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Querverweis: „Die guten Geschäfte der Deutschen Bank“


iTricks in Irland

Wie Apple den Fiskus um Milliarden prellt

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Bildrechte: gemeinfrei, Urheber: Stoopkitty
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Apple-Chef Cook muss heute vor dem US-Senat die Steuertricks seines Konzerns verteidigen.
Die Abgeordneten dürften ihn an den Pranger stellen:
Apple hat das Kunststück vollbracht, auf Gewinne von 30 Milliarden Dollar nicht nur in den USA keine Steuern zu zahlen, sondern in keinem Land der Welt.
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Hannes Vogel, N-TV
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Anmerkung
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Die Käufer und Fan’s dieses Multi’s sollten auch „different thinking“ praktizieren und deren Produkte einfach meiden!!
Merke:
Wer sich mit iTricks um seine gesellschaftliche und soziale Verpflichtung drückt, hat in unserer Weltgemeinschaft NICHTS verloren!
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Ihr Oeconomicus

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Apple CEO Tim Cook Testifies About Avoiding Taxes- Part 1 of Hearing
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Apple CEO Tim Cook Testifies About Avoiding Taxes- Part 2 of Hearing
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Nachtrag, 22.05.2012
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Bewertung der Anhörung des Untersuchungs-Ausschusses von Markus Gaertner:
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„Die Herren der Wall Street haben am Dienstag wieder allen gezeigt, dass sie Politik, Regulierer und Aktionäre fest im Griff haben. Apple-CEO Tim Cook teilte dem Untersuchungs-Ausschuss des Senats kurz und verbindlich mit:

Wir zahlen alle Steuern, die wir dem Finanzamt schulden, jeden einzelnen Dollar.

– Basta.

Souverän surfte Cook über das dünne Eis, auf dem ihn viele vor Beginn der “Anhörung” wähnten. In einer internen Besprechung mit Abteilungsleitern hätte der Apple-CEO kaum souveräner auftreten können. Mit einem Tiger-Käfig, in dem grimmige Parlamentarier den CEO grillen, hatte dieses traurige Schauspiel, das die Wirtschafts-Sender mit Genuss übertrugen, beileibe nichts zu tun.

Cook hatte sie alle im Griff. Die Abgeordneten sprach er höflich mit “Sir” an. Er lachte selbst über schlechte Scherze der Senatoren. Und dem wie immer etwas mürrisch drein blickenden John McCain sagte Cook – ohne die Miene zu verziehen – welche Freude es für ihn sei, in den Senat zu kommen und Apple´s Sicht der Dinge zu schildern.

Selbst Bloomberg musste danach zugeben, der Tech-Chef habe eine Story hingelegt, die selbst Mark Twain gut anstehen würde:

“Yet over the next three hours, Cook spun a tale worthy of Mark Twain and emerged not only intact but unscathed. No one laid a glove on him.”

Die 6 Mrd. Dollar, die Apple 2012 gezahlt habe, stellten schließlich 16 Mio. am Tag dar. Mathematisch richtig, von der Sache her ein Treppenwitz. Der Ausschuss hatte zuvor geschätzt, dass Apple 2011 mindestens 3,5 Mrd. Dollar – und 2012 etwa 9 Mrd. Dollar – Steuern – listig, aber legal – vermieden habe. Unbequemes Nachhaken ? Fehlanzeige.

Die schlecht informierten, mangelhaft vorbereiteten und im übrigen bedrückend wohlwollenden Senatoren bereiteten dem Apple-CEO sogar einen kuscheligen Auftritt. Ron Johnson aus Wisconsin lobte Tim Cooks “exzellente Produkte”, während selbst der Ausschuss-Vorsitzende Carl Levin aus Michigan demonstrativ auf seinem iPhone herumorgelte und darauf verwies, wie gut seine Enkelin mit dem Apple-Smartphone umgehen könne.

Ich darf gar nicht daran denken, wie viel der Apple-Chef hätte hinblättern müssen, wenn er auf einem der landesweiten TV-Networks anstelle der drei Stunden “Anhörung” Sendezeit gekauft hätte. Mehr Sympathie-Werbung für Apple hätte er dabei sicher nicht zustande bekommen.“

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Medienecho zum iTricks-Hearing

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Apple-Chef Cook lullt US-Senatoren ein
Der Tech-Konzern Apple hat mit cleverer Buchhaltung Steuern in Milliardenhöhe gespart, nun musste sich Vorstandschef Cook vor dem US-Senat verantworten. Doch mit seiner Mission Süßholz gelang es ihm, selbst kritische Senatoren um den Finger zu wickeln. Widerspruch? Zwecklos.
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SpOn
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Apple-Chef verteidigt Steuerpraktiken
Apple soll auf einen Großteil seiner Auslandsgewinne kaum Steuern zahlen – wenn überhaupt. Bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des amerikanischen Senats verteidigt Tim Cook die Praktiken seines Unternehmens.
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FAZ
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Tim Cook und Peter Oppenheimer bestreiten Steueroptimierungen vor Senat
Gestern mussten Apples CEO Tim Cook und CFO Peter Oppenheimer vor einem Senatsausschuss aussagen. Grund hierfür sind Anschuldigungen über diverse Steueroptimierungen, welche Apple und andere multinationale Unternehmen seit Jahren praktizieren sollen.
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macprime.ch
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OPENING STATEMENT OF TIM COOK – PDF – [5 Seiten]
OPENING STATEMENT OF PETER OPPENHEIMER – PDF – [4 Seiten]

Leistung die Leiden schafft! – Die Skandale der Deutschen Bank

ZDF-Doku zerrt Deutsche Bank an den Pranger
Sendung vom 21.Mai 2013 – 20 Uhr 25

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ZDF Video-Link

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nachrichtlich:
einige Hintergründe zum im Film skizzierten CDO-Deal zwischen Deutsche Bank und ÖBB

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Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main
im Volksmund werden die beiden Hochhäuser auch als „Soll und Haben“ bezeichnet.


Bildrechte: CC – Autor: Thomas Wolf, www.foto-tw.de
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Zinsmanipulation, Bilanzfälschung, unterschlagene Mehrwertsteuer, Hypothekenskandal:
Die Liste der Vorwürfe und der Prozesse gegen das einst angesehene Geldinstitut ist lang, der Imageschaden groß.
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„Leistung aus Leidenschaft“, so wirbt die Deutsche Bank für sich. Und seit dem von der Konzernspitze verordneten Kulturwandel auch mit Selbstkritik.

„Banken haben in der Öffentlichkeit an Vertrauen verloren“

so das Bankhaus auf seiner Webseite und kündigt an:

„Wir wollen die Menschen wieder davon überzeugen, dass die Finanzwirtschaft eine wertvolle Rolle in der Gesellschaft spielt und dass Integrität und Verantwortung unser Handeln bestimmen.“

Der Film „Unheimliche Geschäfte: Die Skandale der Deutschen Bank“ von „ZDFzeit“-Autor Ulrich Stein zeichnet ein anderes Bild von Deutschlands größter Bank.
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ZDF-Doku, Dienstag, 21.Mai 2013 – 20 Uhr 15

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Hintergründe, Doku’s, Kommentare & mehr im Archiv

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Ihr Oeconomicus

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Nachtrag, 21.05., 16.20Uhr
Es würde mich etwas überraschen, wenn in der Doku u.a. auch über das Engagement der Deutschen Bank in Las Vegas und die Wirrnisse um die Taunus Corp. berichtet werden sollte!

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Nachtrag, 22.05., 08.20Uhr
Wie man in der Doku sehen konnte, blieb die „Überraschung“ aus!