Die besteuerte Republik

Zahlt wirklich jeder, was er kann?
.
Höhere Steuern für Reiche?
Zwei Drittel der Deutschen finden das nach aktuellen Umfragen richtig. Das ist viel Zustimmung für die von SPD und Grünen geplanten Steuererhöhungen.
.
Scheinbar vorbei sind die Zeiten, in denen nur Wahlparolen nach niedrigeren Steuern Massen mobilisieren konnten.
Warum zahlen manche gern und manche lieber gar keine Steuern?
Stimmt es, dass das Grünen-Konzept nur die Reichen trifft?
Hat sich die Steuermoral verändert?
Zahlen Vermögende zu wenig Steuern?
Hat der Staat trotz historisch hoher Steuereinnahmen tatsächlich zu wenig Geld?
.
Darüber diskutierte Maybrit Illner unter anderem mit Cem Özdemir, Christian Lindner, der Journalistin Ursula Ott, dem Verleger der linken Wochenzeitschrift „Der Freitag“ Jakob Augstein, dem Wirtschaftsprüfer Jesco Idler und Eric Schweitzer.
.
Quelle: ZDF

Westchinas Chongqing befindet sich im Aufschwung

File:Chongqing montage newest 2013.png
Chongqing, Fotomontage (2013)
CC – Author: Jonipoon

.

Chongqing, mit einer Fläche von ca. 82.403 km² (etwa die Größe von Österreich) vermutlich die größte Stadt der Welt, am Zusammenfluss von Yangtze und Jialing gelegen, befindet sich im Aufschwung.

33 Mio. Menschen leben nach aktuellen Angaben dauerhaft in der Stadt am oberen Ende des schiffbaren Yangzi, Das eigentliche Stadtgebiet weist immerhin 9 Mio. Einwohner aus.

Traditionell dominiert in Chongqing die Schwerindustrie, noch heute macht sie drei Viertel der Industrie aus. Im zweiten Weltkrieg wurde hier eine Basis, fernab der Küste geschaffen. Als weitgehend urbanes Gebiet besitzt Chongqing aber auch das höchste Pro-Kopf-Einkommen Westchinas, mit 6.200 US$ liegt dieses über dem Landesschnitt.

Glitzernde Hochhausfassaden sind in den vergangenen Jahren auf den Hügeln am Oberlauf des Yangzi entstanden. Durch extreme Urbanisierung und eine gute industrielle Basis ist die Stadt auf dem Sprung vom „Moloch“ zweiter Reihe zu einer der wichtigsten Metropolen in Westchina. Schwerindustrie mit Fahrzeugbau und Chemie dominiert, in den vergangenen Jahren haben sich aber auch viele Elektronikfirmen niedergelassen.

Chongqing ist zu einem Vorzeigeort der „Go West“-Politik der chinesischen Regierung geworden und gehört seit einigen Jahren zu den am dynamischsten wachsenden Regionen Chinas. Durch Infrastrukturausbau und gute Transportverbindungen konnte die Metropole zahlreiche exportorientierte Hightechfirmen anziehen. Diese sind von der Küste umgezogen, um von den niedrigen Lohnkosten und der Förderpolitik zu profitieren.

Die Exporte haben sich 2012 nahezu verdoppelt und jedes 10. in China hergestellte Fahrzeug kommt aus Chongqing.
[…]
Achim Haug – GTAI


„Das europäische Projekt ist gescheitert“

Europatag
.
Die Europäische Union begründet sich auf wirtschaftliche, politische und geopolitische Kriterien, nach denen man sie auch beurteilen sollte. Das Urteil des englischen Historikers Niall Ferguson ist gnadenlos.
.
Niall Ferguson:
Thank you. Merci. Mersi. Grazie. Gracias. Grazzi. Go raibh maith agat. Dziekuje. Danke. Aitah. Köszönöm. Multumesc. Dekuji. Paldies. Ačiū. Dakujem. Obrigado. Hvala. Dank u. Kiitti. Blagodaria. Merci villmahl. Efharisto. Und mein persönlicher Favorit: tak.
.
In der Europäischen Union gibt es dreiundzwanzig Arten, Danke zu sagen. Schon allein deswegen musste das europäische Experiment in einem Fiasko enden. Erinnern Sie sich noch, wie Sie als Kind mit einem Chemiebaukasten herumexperimentierten? Sie haben sicher eine Chemikalie nach der anderen zusammengeschüttet, in der Hoffnung, dass es irgendwann explodiert. Genau das ist in Europa geschehen. Es begann mit sechs, aber das war nicht genug. Es wurden neun… nichts passierte. Bei zehn rauchte es ein bisschen, mehr aber nicht. Zwölf… nichts geschah, fünfzehn… immer noch nichts. Bei fünfundzwanzig fing es an zu brodeln. Bei siebenundzwanzig… dann die Explosion!
[…]
Europa muss in wirtschaftlicher Hinsicht beurteilt werden, da sich die Gemeinschaft selbst Bedingungen rein wirtschaftlicher Natur auferlegte. In den fünfziger Jahren stieg das Wirtschaftswachstum im integrierten Europa auf 4 Prozent an. In den sechziger Jahren war es ähnlich. In den siebziger Jahren lag das Wachstum bei 2,8 Prozent, in den achtziger Jahren sank es auf 2,1 Prozent. In den neunziger Jahren waren es nur noch 1,7 Prozent und so ging es immer weiter bis auf Null. Je mehr die europäische Integration vorangetrieben wurde, desto niedriger wurde die Wachstumsrate.
Der Anteil Europas am weltweiten BIP ist seit 1980 von 31 Prozent auf knapp 19 Prozent gesunken.
Die Arbeitslosenquote der EU war nicht ein einziges Mal niedriger als die der USA.

[…]
presseurop
.
Originalartikel aus Il Sole-24 Ore it

ILO Report: weltweit 73 Mio junge Arbeitslose

Global Employment Trends 2013
.
Die Zahl junger Arbeitsloser (15–25 Jahre alt) bleibt mit 73,4 Millionen auch 2013 auf einem hohen Niveau, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Bericht «Global Employment Trends for Youth 2013» mitteilte.
.
Mit 12,6% verharrt die weltweite Quote in diesem Jahr praktisch auf dem Höchstniveau, das 2009 mit 12,7% erreicht worden ist. Wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Ungewissheit rechnet die ILO mit einem weiteren Ansteigen der Quote auf 12,8% bis zum Jahr 2018. Eine leichte Verbesserung der Lage in den Industriestaaten dürfte durch eine Zunahme der Zahl junger Arbeitsloser in den Entwicklungs- und Schwellenländern neutralisiert werden.
.
International Labour Organization
.
Executive Summary – PDF [9 Seiten]
.
Global employment trends for youth 2013 – A generation at risk
.

.
Jugendarbeitslosigkeit und Demokratieverlust
Die Vorsitzende der Linksfraktion im Europäischen Parlament, Gabi Zimmer, zur massiven Jugendarbeitslosigkeit in der EU:
„Für die Jugendlichen bricht oftmals eine Welt zusammen. Die Message ‚ihr werdet nicht gebraucht‘ führt zu enormen Frust. Frust und Ausweglosigkeit führen zu Zweifeln an den demokratischen Verhältnissen.“ Die Linkenpolitikerin zeigt sich besorgt über den Zuwachs rechtsextremer Parteien in der EU und meint: „Die deutsche Regierung hat nicht begriffen, was vor sicht geht.“
.

.

Weidmann ermahnt Frankreich

„Das ist für mich kein Sparen“
.
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat die französische Regierung wegen ihrer Haushaltspolitik kritisiert. Nach Prognose der EU-Kommission werde Frankreichs Defizit 2013 bei knapp vier Prozent liegen und 2014 sogar leicht steigen, sagte Weidmann der WAZ-Mediengruppe.

„Das ist für mich kein Sparen. Verabredet hatten die Mitgliedstaaten mittelfristig ausgeglichene Haushalte.“

Um Vertrauen zurückzuerlangen, dürfe man Regeln nicht nur aufschreiben und deren Einhaltung in der Zukunft versprechen, sondern müsse sie mit Leben füllen.
N-TV