Ex-Premier Mário Soares fordert Euro-Austritt (follow-up s. Kommentare)


Portugals Ex-Premier fordert Euro-Austritt

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Jeder ist sich selbst der Nächste .. so in etwa könnte das Leitmotiv des portugiesischen Ex-Premier’s Mário Soares aussehen.
Im Interview mit dem Telegraph fordert er nach argentinischem Vorbild einen deutlichen Schuldenschnitt für sein Land und setzt sich konsequenterweise für den Euro-Austritt Portugal’s ein.
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Anscheinend schwindet die Zahl europäischer Euro-Glyzerin Jongleure, die weitere Menschen- bzw. Sozialopfer auf dem Merkel’schen Schulden-Altar zu opfern gewillt sind.
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Ich möchte fast wetten, dass wir in naher Zukunft ähnliche Töne führender Politiker aus der Euro-Zone hören werden und sich die Knopfleiste ernsthaft überlegen muß, Prof. Hankel’s Lösungsvorschlag zeitnah umzusetzen.
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Ihr Oeconomicus


5 Kommentare on “Ex-Premier Mário Soares fordert Euro-Austritt (follow-up s. Kommentare)”

  1. almabu sagt:

    Was für Dummköpfe regieren uns eigentlich? Alle reden vom, drohen mit, empfehlen den EURO-Austritt, doch:

    Zwangsmitgliedschaft im Euro! Ist die EU die Mafia?
    5. Januar 2015

    Griechenland kommt seit Jahren nicht auf die Beine. Trotz Kürzungen und Sparbemühungen steigt die Verschuldung des Landes an. Es ist praktisch Pleite. Neuwahlen werden ausgerufen. Man spricht von drei möglichen Handlungsoptionen:

    1. Weiterwursteln wie bisher? (Keiner will ihnen noch Geld geben!)
    2. Schuldenschnitt? (Keiner will auf sein Geld verzeichten!)
    3. Austritt aus dem Euro? (Hm.., eigentlich gar keine schlechte Idee?)

    Die Parteien positionieren sich entsprechend und machen Wahlkampf. Der SPIEGEL kolportiert deutsche Regierungskreise, dass ein GREXIT, ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone, heute verkraftbar wäre. Außerdem käme es hinterher meist nicht so schlimm, wie im Wahlkampf verkündet…

    Doch es kam schlimmer:
    Die EU-Kommission verkündete heute, dass Griechenland die Option „Austritt aus dem Euro“ gar nicht habe, weil vertraglich nicht vorgesehen und die Euro-Mitgliedschaft UNWIEDERRUFLICH sei! Dass sind Zustände wie bei Don Corleone in DER PATE! Die EU eine Zwangsjacke?

    –––––

    PS: Hallo AfD, seid ihr in Ohnmacht gefallen?

    PPS: Hallo, David-„UK“-Cameron?
    Was für den EURO gilt, das gilt für die EU-Mitgliedschaft schon lange! Schmink Dir ein Referendum ab! Vor UKIP brauchst du keine Angst mehr zu haben. Diese Kasper scheinen alle nicht zu wissen, dass sie gar keine Wahl, keine „Opt-Out“ Möglichkeit haben.

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    • Oeconomicus sagt:

      Hallo lieber Herr Bucher,

      noch ist nicht völlig klar, was Tsirpas (Syriza) im Falle eines Wahlsiegs wirklich will.

      Schuldenschnitt steht wohl auf der Agenda, aber wohl auch der Verbleib innerhalb der Eurozone, was auch meiner Sicht schlimmstenfalls einer weiteren Konkursverschleppung gleichkommt und mit gewisser Wahrscheinlichkeit das Elend der Menschen kaum beseitigen wird.

      Der vorzuziehende Weg wäre die Rückkehr zur eigenen Währungs-Souveränität, um damit erst die Möglichkeit zu begründen, das Heft in der Hand zu halten und im Pariser Club eine Gläubiger-Konferenz einberufen zu lassen.

      Dort könnten seitens des MP Maximalforderungen gestellt werden, bspw. 90%iger Schuldenschnitt, für die verbleibenden 10% ein zehnjähriges Moratorium und danach Tilgungsleistungen per rata temporis.

      Bei Einführung der Drachme 2.0 ist mit vermutlich mit einer Abwertung ggü. dem Euro von 50, vielleicht auch 60% auszugehen, das natürlich Importe entsprechend verteuert, aber gleichzeitig erhebliche Chancen in sich birgt, mit Exporten zu punkten.

      Nun wird natürlich gerne die Frage erhoben, was außer Schafskäse und Oliven exportiert werden kann.

      Nun
      1. würde das Land vermutlich einen nie dagewesenen Touristikboom erleben
      2. So mancher Eurohalter könnte sich, sobald stabile (steuer)rechtliche Verhältnisse geschaffen wurden, dafür erwärmen, eine Ferienimmobilie zu kaufen
      3. ist mir bekannt, dass einige mittelständische Produktionsbetriebe in Deutschland die Chance nutzen würden, um in GR Tochterunternehmen zu gründen um mit dort hergestellten Produkten unter Vermeidung von Preis-Kannibalisierung neue Exportmärkte zu erschließen.

      Sobald man in Italien, Portugal, Spanien etc. feststellt, dass diese Nummer für Griechenland aufgeht, werden selbstverständlich Begehrlichkeiten geweckt, was dazu führen könnte, dass die Euro-Zone auf ein vernünftiges Maß schrumpfen könnte.

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      • almabu sagt:

        Hallo Herr Eschenbacher,
        Ihre Ausführungen teile ich. Wo ich ein Problem habe, das ist die Ver_____ung der Öffentlichkeit durch sogenannte Staatsmänner und -frauen, die sich gegenseitig den Austritt aus der EU oder dem EURO um die Ohren hauen oder empfehlen und diese EU dann in einem Nebensatz erwähnt (unter Angabe von Artikel- und Absatznummer der Verträge!) dass ein solcher Austritt nicht möglich sei, da mit dem Beitritt zur EU und Euro ein UNWIEDERRUFLICHER Zustand eingetreten sei???

        Bis, dass der Tod uns scheidet???

        Das ganze Gerede von Soarez, Berlusconi, Merkel, Hollande und Cameron, alles unfundiertes Geschwätz oder bewusste Bürger ver___che?

        Aber alleine die Aussage, dass ein solcher Schritt unwiderruflich sei, sollte den potentiellen Beitrittskandidaten Türkei, Ukraine, Serbien, Georgien und womöglich Israel sehr zu denken geben. Den EU-Mitgliedern natürlich auch…

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      • Oeconomicus sagt:

        Die Türkei sehe ich noch nicht in der EU, weil

        – Herr Erdogan sich möglicherweise als potentieller Wortführer einer Muslimischen Union sehen könnte
        – wir vielleicht in 10-15 Jahren eine mehrheitlich türkisch-stämmige deutsche Wählerschaft erleben könnten (entsprechende Parteigündung nicht ausgeschlossen)

        Ukraine:

        Das sieht nach einem langen und extrem kostspieligen Weg aus und wird vermutlich ohne das Plazet von Moskau sehr schwierig sein

        Serbien und Georgien:

        Aus vielerlei Gründen, die an der Stelle nicht einzeln beleuchtet werden können, ganz großes Fragezeichen

        Israel

        Ich würde erstmal abwarten bis TiSA und TTIP installiert ist und die anstehenden Wahlen bis einschl. 2017/2018 durch sind

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      • almabu sagt:

        Ich sehe die alle natürlich auch noch lange nicht drin, aber es scheint ja das Programm der EU zu sein, sich permanent erweitern und ausdehnen zu wollen und da drängen sich diese Kandidaten irgendwie zwangsläufig auf zwischen Russland, dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer…

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