Reservewährungen


Schwellenländer trennen sich vom Euro

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Bildrechte: CC, Author: Brisbane

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Der Euro hat als Reservewährung an Attraktivität verloren. Darauf deutet die vierteljährliche Statistik des Internationalen Währungsfonds (IMF) zur Reservehaltung der Notenbanken. Demnach hielten die Schwellen- und Entwicklungsländer im vierten Quartal 2012 513 Mrd. € und damit 45 Mrd. € weniger als ein Jahr zuvor.
Gleichzeitig stiegen die Reserven in Dollar von 1,51 Bio. auf 1,68 Bio. $. Dies dürfte mit den Turbulenzen in der Euro-Zone zu tun haben. Zudem bietet der Dollar-Kapitalmarkt immer noch die grösste Liquidität, was sprunghaften Preisbewegungen entgegenwirkt. In Dollar gemessen betrug der Anteil des Euro an den Reserven der Schwellenländer Ende 2012 24%. 2009 hatte er bis 31% erreicht (allerdings beruht knapp die Hälfte des Unterschieds darauf, dass damals der Euro gegenüber dem Dollar um 10% höher bewertet war).
Gleichzeitig sollte man die IMF-Statistik mit Vorsicht geniessen. So meldet etwa China die Zusammensetzung seiner Reserven nicht an den IMF. Deshalb sind bei Schwellen- und Entwicklungsländern nur 39% der Reserven nach Währung erfasst, was das Bild verzerrt.
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NZZ


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