Financement des opérations de guerre

Financement des opérations de guerre

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Zwei spezielle Meldungen des heutigen Tages sind zu hinterfragen:
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1. 50 Jahre Freundschaft: Deutschland und Frankreich feiern Elysée-Vertrag
2. Deutschland will Finanzhilfen im Mali-Konflikt ausweiten ..
mit anderen Worten, der deutsche Steuerzahler soll den Französischen Krieg in Mali finanziell begleiten!

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Wenn sich die Delegationen von Hollande und Merkel zum 50. Jahrestag Deutsch-Französischer Freundschaft in Feierlaune begeben möchten, ist dagegen nichts einzuwenden, dies bedeutet aber keineswegs, dass Deutschland und Frankreich feiern, sondern deren Repräsentanten!

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Ich jedenfalls habe heute mit französischen Freunden in Straßbourg telefoniert, wir haben anschließend weder gefeiert, noch den Jahrestag überhaupt thematisiert und oh Wunder, wir sind uns gleichwohl freundschaftlich verbunden.

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Nach Presseberichten soll Frankreichs Außenminister Laurent Fabius verstärkt finanzielle Hilfe für den Militäreinsatz in Mali aus Deutschland [also uns Steuerzahlern] erwarten. Wie zu hören ist, soll Frau Merkel dabei eilfertig zum Ausdruck gebracht haben, dass die Bundesregierung ihr finanzielles Engagement ausweiten werde.
Vermutlich wird man die rechtliche Grundlage für das finanzielle Abenteuer im Haushaltstitel Not- und Übergangshilfe für Katastrophen- und humanitäre Hilfen suchen .. eine Katastrophe die durch französische Militäroperationen verschärft werden wird!

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„Nächste Woche wird es eine Konferenz über die Finanzierung dieser Militäraktion geben, und hier gibt es ganz unterschiedliche Arten, Solidarität zu zeigen“

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so der Kommentar von Fabius.

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Also nochmal zum mitdenken, wir die deutschen Steuerzahler leisten Finanzhilfe für einen französischen Rohstoff-Sicherungs-Krieg in Mali zum Vorteil von AREVA und werden so mitverantwortlich für hundert-, vielleicht gar tausendfachen Tod an unschuldigem Leben in Mali!

GEHTs NOCH? WOLLEN WIR DAS?
Wir können es nicht verhindern, aber (fremd)schämen ist das mindeste, was wir tun können

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Eine recht kontroverse Debatte zu diesem Thema lässt sich hier nachverfolgen.

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Bonne nuit Monsieur Fabius !

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Ihr Oeconomicus

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Nachträge und korrespondierende Informationen:

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Abgabe der Nothilfe an das Auswärtige Amt stößt auf Kritik
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Mali-Dossier
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Merkel und die bösen Malier
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Mali: Das Kartenhaus der Demokratie
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Die Krise in Mali
Demokratie für wen? Krieg gegen wen? Die Rolle der Zivilgesellschaft, die Verursacher der Krise und die Bedeutung religiöser Akteure
Charlotte Wiedemann – Heinrich-Böll-Stiftung – PDF [17 Seiten]

Kreditzyklus

Der blinde Fleck von Fed & Co

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Im modernen „central banking“ visiert jede Zentralbank irgendein Ziel abseits der Preisstabilität an, schreibt sich wirtschaftspolitische Ziele der jeweiligen Regierungen auf die Fahnen. Das 30 Jahre gültige Mantra niedriger und kontrollierter Preissteigerungen ist ebenso gefallen wie die Unabhängigkeit der Geldpolitik.
So gibt nun die Fed als Messlatte für ihre Geldpolitik einen Referenzwert für die Arbeitslosenrate aus, die Bank of Japan wird wohl in Kürze etwas Ähnliches versuchen, die Bank of England will ihre Geldpolitik künftig an der BIP-Entwicklung ausrichten und die EZB ist für die Bankenüberwachung zuständig und greift bereits mit der Ankündigung ihres OMT-Programms massiv in die Preisbildung von Staatsschulden in der Eurozone ein.
K. Singer [Time Pattern Analysis – Der Blog]
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korrespondierende Informationen

Der Kollaps – Kein Weg zurück ?

Der Kollaps – Kein Weg zurück?

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Wie andere Gesellschaften vor uns bewegen auch wir uns am Rande des Abgrunds.
Basierend auf dem Bestseller des Evolutionsbiologen und Pulitzer-Preisträgers Jared Diamond blickt die Dokumentation in eine fiktive Zukunft:
Wissenschaftler suchen im Jahre 2210 inmitten gigantischer Ruinen nach der Ursache, die zum Kollaps der menschlichen Zivilisation geführt hat.
War es eine Hungerkatastrophe, das Versiegen fossiler Brennstoffe oder ein dramatischer Anstieg der Temperaturen?
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Nehmen sich die Zeit dieses einzigartige Filmdokument möglichst voreingenommen zu betrachten … es lohnt sich wirklich.
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Zur Vertiefung des in der Doku dargestellten Hintergrundes zum Untergang des Römischen Reiches, hier gleich noch eine Empfehlung:
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USA und ROM.
Über Macht und Ohnmacht zweier Großmächte
Spannende Querverbindungen, aufgezeichnet von Dr. Michael Lobe [Uni Bamberg, Lehrstuhl für Klassische Philologie/Schwerpunkt Latinistik]:
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Inhalt:

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I. Einige Vorbemerkungen

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1. Spuren Roms in der amerikanischen Gesellschaft
2. Minima methodica
3. Rise or fall? Rom als Paradigma

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II. Parallelen zwischen dem Imperium Romanum und den USA

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III. Inneramerikanische Positionen zum Thema
1. Die Triumphalisten
2. Die Deklinisten

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IV. Außeramerikanische Positionen – Analytiker
1. Komparatisten 
2. Theoretiker des Imperium-Gedankens

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V. Ausblick ins 21. Jahrhundert
1. Aufziehende Re-Imperialisierung
2. Demokratie versus Autokratie

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Viel Freude bei der Entdeckung neuer Einsichten

Ihr Oeconomicus


Globale Arbeitslosigkeit

200 Millionen Menschen ohne Job

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Die Zahl der Arbeitslosen weltweit wird 2013 erstmals die 200-Millionen-Grenze überschreiten. Dieser Trend soll auch in den kommenden Jahren anhalten. Betroffen sind vor allem die Staaten im reichen Westen.
DMN
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Korrespondierende Informationen und Dokumente

Spekulationen (und BuBa-Dementi) über Weidmann-Rücktritt

Spekulationen (und BuBa-Dementi) über Weidmann-Rücktritt

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Kurzzeitig sackten Dax und Euro ab: Spekulationen über einen Rücktritt von Bundesbankpräsident Weidmann haben Anleger verunsichert. Die Behörde dementierte. Gestreut wurde das Gerücht offenbar zunächst via Twitter. Die Bundesbank schließt Marktmanipulationen nicht aus!
SpOn
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Anmerkung
Kommt Ihnen diese Geschichte auch etwas seltsam vor?
Kann jemand ausschließen, dass uns insgeheim die Lernkurve „Wie demontiert man einen unliebsamen Bundesbank-Chef“ angeboten wird?
Sabine Lautenschläger, die sich wesentlich konzilianter präsentiert und somit gelegentlich im Widerspruch zu Weidmann steht, könnte eine politisch korrekte Pole Position während etwaiger Nachfolge-Diskussionen einnehmen.

Ihr Oeconomicus