Pharma-Riesen in der Kritik


Pharma-Riesen in der Kritik
Zu hohe Kosten, unsinnige Medikamente, unseriöse Werbung – das ist das Fazit einer Studie zum Geschäftsverhalten der Pharma-Unternehmen Bayer, Baxter und Boehringer Ingelheim in Brasilien.
„Auf Kosten der Armen“ – so lautet denn auch der Titel der Brasilien-Studie. 2010 hatte die Pharma-Kampagne schon in Indien ein Forschungsprojekt zu denselben Firmen durchgeführt; im nächsten Jahr soll dann die Situation in Südafrika im Fokus stehen.
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DW
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Pharmakonzern verkauft in Deutschland verbotenes Medikament in Brasilien
Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will das umstrittene Schmerzmittel Buscopan Composto weiterhin in Entwicklungs- und Schwellenländern verkaufen. Wegen tödlicher Risiken ist das Präparat in den USA, Australien, Japan, Deutschland und den meisten europäischen Ländern verboten. In Brasilien zum Beispiel ist es dagegen rezeptfrei erhältlich.
Pharmakritiker haben den Konzern dazu aufgerufen, die Produktion von Buscopan Composto aus Gründen der Arzneimittelsicherheit einzustellen.
Allein in Deutschland kam es nach Schätzungen des Pharma-Experten Professor Peter Schönhöfer zu mehr als 1000 Todesfällen, die auf den Wirkstoff Metamizol, wie er auch in Kombinationspräparaten, wie sie in Buscopan Composto enthalten sind, zurückzuführen seien.
Das Bundesgesundheitsamt stufte Mittel, wie Buscopan Composto, schon 1987 als „medizinisch nicht vertretbar“ ein und nahm sie vom Markt.
Boehringer Ingelheim schreibt dagegen an REPORT MAINZ:
„Das positive Nutzen-Risiko-Profil von Buscopan Composto spricht gegen eine Marktrücknahme.“

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