Kranidi, die Steueroase auf dem Peleponnes


Kranidi, die Steueroase auf dem Peleponnes
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Kranidi auf dem Peleponnes. Hier leben 5000 Einwohner, die Steuereinnahmen beliefen sich 2010 auf weit mehr als sechs Millionen Euro, viel Geld für griechische Verhältnisse.
Kranidi ist eine Steueroase, Hauptstadt der Offshore Firmen. Das heißt: Die Reichen gründen Scheinfirmen im Steuerparadies Zypern oder Malta. Dann bauen sie hier Villen, tragen sie als Firmensitz ein und zahlen auch hier keine Steuern.
So will es das Gesetz. Der Staat kümmert sich darum nicht. Dabei könnte er mit dem Geld der Reichen wieder Kraft tanken.
Beispiel: Seit zwei Jahren besteuert der Staat Off Shore Firmen mit 15 Prozent– ein Angebot zur Steuer-Amnestie. Nicht alle nutzten es — aber immerhin sprudelten 2010 in Kranidi sechs Millionen Euro in die Kasse.
Ein Traum für Steuersünder: Das Finanzamt Kranidi wird geschlossen, es fusioniert mit dem in Nafplion, zwei Autostunden entfernt. So gibt es noch weniger Kontrollen. 184 Off Shore Firmen sind in der Obhut von Dimitris Kamizis, dem Bürgermeister von Kranidi.
Er weiß angeblich von nichts:

„Diese Unternehmen sind legal, ob sie Steuern zahlen oder nicht, dafür ist die Gemeinde nicht zuständig. Weil nicht die Gemeinden in Griechenland die Steuern einziehen, sondern nur die Gebühren für Reinigung oder Straßenbeleuchtung zuständig sind.“

Kranidi – eine Kleinstadt, wo man als Reicher unerkannt bleiben kann.
Kranidi – eine Kleinstadt , wo das Problem Griechenlands mit Korruption und Vetternwirtschaft besonders deutlich wird.
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