DAX Parkett-Kamera

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Hier sind Sie live im Handelssaal der Börse, denn die Parkettkamera zeigt immer den aktuellen DAX Stand live und in Realtime.

finanzen.net


Wie die Mittelschicht an ihrem eigenen Ast sägt

Wie die Mittelschicht an ihrem eigenen Ast sägt
Eigenverantwortlich und selbstständig, so wird heute das Bild vom modernen Arbeitnehmer gezeichnet, der flexibel und hochmotiviert ein Virtuose des Selbstmanagements zu sein hat. Daraus sind neue Freiheiten und gleichzeitig neue Abhängigkeiten entstanden, mehr Leistungsverdichtung und mehr Unsicherheiten.
DLF zum DASA-Symposium in Dortmund über die Entwicklung der Arbeitswelt
PODCAST

Österreichs Wirtschaft im 3. Quartal geschrumpft

Österreichs Wirtschaft im 3. Quartal geschrumpft
Im Vergleich zum Vorquartal verringerte sich das BIP von Juli bis September um 0,1 Prozent, teilte das Wifo in einer Schnellschätzung mit. Im Jahresabstand meldet das Wirtschaftsforschungsinstitut einen Stillstand.
(DiePresse)
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Anmerkung
Es ist nicht auszuschließen, dass sich die konstatierte Stagnation mittelfristig zu einer veritablen Rezession ausweitet. Bewertet man die Ausführungen von Frau Dr. Maria Fekter während der Budget-Generaldebatte im Nationalrat, könnte der Eindruck entstehen, dass ein solcher dieser Ausblick jenseits ihres Vorstellungsvermögens liegen mag.

Ihr Oeconomicus


Wann platzt die Lügenblase?

Wann platzt die Lügenblase?
Blasen platzen. Alle!
Ob es nun eine Dot.com-Blase war, die Immobilienblase, die Schuldenblase oder wie aktuell die „Lügenblase“, sie haben bestimmte Elemente gemein:
Gemeinhin glaubt die Mehrheit ganz fest daran, dass sie nicht existiert und wenn, dass sie nicht platzen wird.
Und der Zeitpunkt des Zusammenbruchs liegt immer weiter entfernt, als rational denkende Menschen sich vorstellen können, kommt dann aber völlig überraschend, denn vorhersehbar ist er nie.
[…]
„Lügenblase“ was das ist?
Das ist die gewaltige Diskrepanz zwischen dem, was uns seitens Banken und Politik erzählt wird und der Realität draußen vor der eigenen Haustür. Solange man selbst nicht unmittelbar betroffen ist, d.h. noch Vermögen und Arbeit hat, fällt es relativ leicht, einfach wegzusehen. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Und auch auf das kurze Gedächtnis der Menschen kann man nur bis zu einem bestimmten Grad setzen.
[…]
Wie viele Leute glauben wirklich, dass die EU auch nur irgend etwas im Griff hat?
Angeblich ist alles auf einem guten Weg. Pleiten drohen nicht. Wer hat denn in den letzten Monaten nicht gemerkt, dass nur das Geld drucken nach belieben diese Pleiten abwenden konnte, die aber faktisch dennoch existieren? Wer hat übersehen, dass es Anfang des Jahres hieß, es werde nur zu einer leichten, kurzen Rezession kommen – während die Konjunkturdaten momentan immer noch schlechter und schlechter werden?
Wer glaubt in diesem Umfeld und angesichts von Generalstreiks, dass die EU mit ihren Sparauflagen nicht das dümmste tat, was sie hätte tun können? Wer glaubt, dass die befohlenen Defizitgrenzen Sinn machen, wenn man sie immer wieder ausweiten muss – um danach wieder zu behaupten, sie würden eingehalten?
[…]
Bankhaus Rott + Frank Meyer

Deutschlands Konjunktur geht die Puste aus

Deutschlands Konjunktur geht die Puste aus
Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal nur noch um 0,2 Prozent gewachsen. Für das Jahresende deutet sich aus Sicht von Ökonomen eine merkliche Eintrübung der Konjunktur an.
[…]
Zuletzt mehrten sich die Hinweise darauf, dass die Schuldenkrise auch die deutschen Wirtschaft nach unten zieht. Im September brachen die Industrieaufträge mit 3,3 Prozent so kräftig eingebrochen wie seit einem Jahr nicht mehr, weil vor allem die Nachfrage aus der rezessionsgeplagten Euro-Zone stark nachlässt. Die Exporte fielen zum ersten Mal seit dem Krisenjahr 2009. Die Stimmung in der Wirtschaft ist deshalb so schlecht wie seit Februar 2010 nicht mehr, fand das Ifo-Institut bei seiner monatliche Umfrage unter 7000 Managern heraus. Die Bundesbank erwartet bestenfalls eine Stagnation im vierten Quartal.
Handelsblatt

Russen auf Einkaufstour in Griechenland

Russen auf Einkaufstour in Griechenland
Russische Investoren schlagen in Griechenland zu. Sie kaufen nicht nur Hotels, sondern wollen auch in den Energiemarkt einsteigen. Die EU ist skeptisch.
[…]
DIE ZEIT

Hilfspakete reichen nicht aus: Geschenke für Griechenland?

Zitat zum Tage

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„Das wahre Geschenk macht einen reicher, obwohl man gibt.“

Bildrechte: Creative Commons, Urheber: Anders Beer Wilse (1865–1949),
Genehmigung: Nasjonalbiblioteket (bldsa_HA0249)
[Knut Hamsun (gebürtig Knud Pedersen, * 4. August 1859 in Vågå[1], Fylke Oppland, Norwegen; † 19. Februar 1952 in Nørholm bei Grimstad)
war einer der bedeutendsten norwegischen Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts
und erhielt 1920 den Literaturnobelpreis für sein Werk „Segen der Erde“, welches 1917 als Markens Grøde in Norwegen erschien.]
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Hilfspakete reichen nicht aus:
Geschenke für Griechenland?
Die katastrophale Lage in Griechenland zwingt die Partnerländer zur Suche nach neuen Wegen. Einem Medienbericht zufolge ist im Gespräch, Athen Mittel zu schenken. Allerdings müssten die Regierungen ihren Bürgern beichten, dass ein Teil des Steuergeldes dann wohl abzuschreiben wäre.
N-TV
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‚Mr. Dax‘ kritisiert Griechenland-Hilfen
INTERVIEW MIT DIRK MÜLLER
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Anmerkung
Als Gegenfinanzierung für solche Geschenke wäre denkbar:
  • die Einführung einer Solidaritäts-Abgabe für „die Hellenen“ [neudeutsch für Finanz-Brandstifter]
  • weitere Senkung der Arbeitskosten in Deutschland
    [zeitlich begrenzte Aussetzung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, und/oder flächendeckende Reduzierung
    des Urlaubsanspruches, etwa mit dem hübschen Slogan „ein Tag für Griechenland (!)“]
  • die längst fällige europäische ‚Harmonisierung‘ der MwSt. auf 23%, wie schon lange von der OECD gefordert.
All diese hübschen Maßnahmen hätten den großen Vorteil, dass die deutsche Industrie dadurch kaum belastet wäre [sofern man von den Auswirkungen auf die Binnenkonjunktur durch eine MwSt.-Erhöhung absieht].
Der Verzicht auf einen Urlaubstag wäre auch nicht weiter tragisch, da der Anteil der Menschen, die sich einen Urlaub ohnehin nicht leisten können, täglich weiter wächst.
Also, alles in allem … eine runde Sache – Griechenland wäre erstmal
[vermutlich für weitere 12 Monate] gerettet.
Ähnlich könnte man dann auch für Irland, Italien, Portugal, Spanien und vielleicht auch für Frankreich verfahren, schließlich schlummern in Deutschland noch erhebliche private Vermögen, welche man
einem guten Zweck zuführen könnte.
Wie reagiert der Michel?
Die aktive Beteiligung an öffentlichen Protesten lässt zu wünschen übrig. Manchmal könnte man sogar vermuten, dass eine solche Teilnahme dadurch motiviert sein könnte, weil es in gewissen Kreise als chic gilt.
Eine Mehrheit mag die Schicksale der Menschen in den Kolonien der EUROholics als bedauernswert betrachten, da harte Einschnitte in Deutschland nach dem Diktum populistischer Einpeitscher [vermeintlich] kaum zu erwarten sind.
Sollte der Michel mit zunehmender Verschärfung der Krise und deren Auswirkungen im eigenen Wolkenkuckucksheim seine oft fremdbestimmten und so bequemen Denkmodelle durch ein stringentes
Sapere aude(!) ersetzen, könnte die insgeheime Fraternisierung mit den Brandstiftern [s.Vortrag von Carlos A. Gebauer] der Krise zu ernsthaften Gegenreaktionen führen.

Ihr Oeconomicus

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Nachtrag
Videoumfrage zum Euro: „Natürlich mache ich mir Sorgen“
Das griechische Parlament hat den Spar-Haushalt verabschiedet, nun prüfen die europäischen Finanzminister die Möglichkeit weiterer Kredit-Tranchen.
Die Deutschen reagieren auf die Krise zwar besorgt – doch haben sie wirklich Angst um ihr Geld?
Eine Umfrage.
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Anmerkung
Wie könnte es auch anders sein .. die „Alles-wird-gut“-Mentalität der Befragten spricht Bände über deren Ahnungslosigkeit zu den ökonomischen Wechselwirkungen der Krisen-Szenarien … auch für Menschen ohne nennenswerte Einkünfte oder Vermögen.

Ihr Oeconomicus