Soja aus Argentinien für das Reich der Mitte


Soja aus Argentinien für das Reich der Mitte
Chinesische Unternehmen wollen in Argentinien Land im großen Stil für den Sojaanbau pachten. Besonders in Patagonien formiert sich jetzt der Widerstand gegen die Landnahme durch ausländische Investoren.
Viedma liegt an der Mündung des breiten Rio Negro in den Südatlantik, dort wo Patagonien beginnt. Ende der 1980er Jahre ging die Weltpresse in Viedma ein und aus, denn der Regierungssitz sollte von Buenos Aires in die Kleinstadt verlegt werden, um den menschenleeren Süden Argentiniens zu entwickeln. Doch daraus wurde nichts. Der Regierung von Präsident Raúl Alfonsín ging das Geld aus, das Kapital für neue Ministerien und den Umzug fehlte. Das Vorhaben wurde begraben, in Viedma herrschte Katzenjammer und die meisten, die auf der Suche nach einem neuen Job hergekommen waren, reisten wieder ab.
Vor zwei Jahren, nachdem Gouverneur Miguel Saiz von einem Asienbesuch zurückgekehrte, kam dann das Gerücht auf, dass chinesische Investoren 320.000 Hektar Land für 50 Jahre pachten und im nahegelegenen Tiefseehafen San Antonio eigene Docks bauen wollten, um Sojabohnen in die Volksrepublik zu verschiffen. Die Geschäftsleute waren begeistert – die Bevölkerung reagierte entsetzt.
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Deutsche Welle


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